09.01.13

Hammerbrook

Stadt und Spender sollen das Skateland retten

Wie Sozialbehörde trotz Kürzungen in Jugendhilfe Betrieb sichern will. Drei-Säulen-Modell geplant, an dem Stadt und Spender beteiligt sind.

Foto: Bertold Fabricius
Frank Martens leitet als Sportpädagoge den Verein schon seit mehr als 20 Jahren
Frank Martens leitet als Sportpädagoge den Verein schon seit mehr als 20 Jahren

Hamburg. Es ist für alle eine Zitterpartie. Für Frank Martens, Leiter der Vereins i-Punkt-Skateland, der an der Spaldingstraße Hamburgs größte Skateanlage betreibt. Für die vielen jugendlichen Skater, die dort eine Alternative zum Rumlungern auf der Straße finden, pädagogisch betreut und oft vor dem Abrutschen in die Kriminalität bewahrt werden. Und nicht zuletzt für die Sozialbehörde, die an einem Fortbestehen der Einrichtung interessiert ist. Vor 23 Jahren von Modedesigner Thomas Friese gegründet, ist ihre Zukunft nun durch die Kürzungen in der Jugendhilfe bedroht. Um den Verein zu retten, hat Frank Martens mit Staatsrat Jan Pörksen ein Finanzierungskonzept entwickelt: ein Drei-Säulen-Modell, an dem die Stadt und Spender beteiligt sind. "Es ist ein Silberstreifen am Horizont, ermöglicht uns aber noch keine endgültige Planungssicherheit", sagt Martens.

Rund 100.000 Euro erwirtschaftet er mit seinem Team aus eigener Kraft - durch die Vermietung der Halle, den Eintritt am Wochenende, den Kiosk und die Unterstützung durch Sponsoren. Für den Betrieb der Anlage, die im Jahr etwa 100.000 Besucher zählt, reicht das jedoch bei Weitem nicht aus. Daher hat die Stadt den Verein in der Vergangenheit mit 220.000 Euro im Jahr bezuschusst. Noch dieses Jahr wird sie sich wegen der Sparmaßnahmen jedoch dauerhaft aus dem Projekt zurückziehen. "Wir haben aber hinter den Kulissen monatelang mit vielen Leuten konstruktiv nach Lösungen gesucht", sagt Pörksen, Staatsrat in der Behörde für Soziales, Familie und Integration. Für das neue Finanzierungskonzept hat die Stadt maßgeblich die Weichen gestellt - etwa durch einen Deal mit der Sprinkenhof AG, der Besitzerin der Skatehalle. "Wir haben durch eine Veränderung der Vertragsgrundlagen erreicht, dass das Skateland künftig eine weitaus niedrigere Jahresmiete zahlen muss als bisher", sagt Pörksen. Konkreter möchte er sich dazu nicht äußern - nach Abendblatt-Informationen hat die Stadt aber einen sechsstelligen Altkredit bei der Sprinkenhof AG abgelöst, um die Mietbelastung nachhaltig zu reduzieren. Das zweite Drittel übernimmt für fünf Jahre ein privater Spender, der anonym bleiben möchte. Das letzte Drittel steht auf wackeligen Füßen. "Hier sind wir mit einem weiteren potenziellen Spender im Gespräch und guter Hoffnung", so Pörksen.

(fru)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. DeutschlandRauschgiftCrystal Meth ist die Droge der Generation Selfie
  2. 2. DeutschlandFamilienministeriumManuela Schwesig - modern, nervig, erfolglos
  3. 3. AuslandRussland-PolitikVier Strategien gegen Putins Chaos-Taktik
  4. 4. WirtschaftNairobiNeue Fakten zu Lufthansa-Crash 1974 aufgetaucht
  5. 5. Formel 1Formel-1-LivetickerRosberg kündigt "harten Kampf in Kurve eins" an
Top-Videos
Internet
Hamburg wird endlich zur WLAN-Hauptstadt

Der Senat und private Anbieter planen ein flächendeckendes kostenloses Netz in der Innenstadt und in Bahnstationen. Allerdings stört die…mehr »

Top Bildergalerien mehr
Hamburg

Schießerei bei Party in Billbrook

Theater

Weihnachtsmärchen für kleine Hamburger

Luftaufnahmen

Hamburg von oben wie aus dem Bilderbuch

Steilshoop

Brandstifter legt Feuer in einer Wohnung

Hamburg Guide mehr
Weitere Dienste alle Dienste
tb_reisemarkt.jpeg
Der Reisemarkt

Aktuelle Reise- und Urlaubsangebotemehr

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr