07.01.13

Konzerthaus-Krach

Elbphilharmonie: Chef der städtischen Baugesellschaft geht

Heribert Leutner hält den Weiterbau mit Hochtief für falsch. Und auch eine personelle Entscheidung war wenig vertrauensbildend.

Foto: Bertold Fabricius/Pressebild.de
Parlamentarischer Untersuchungsausschuss Elbphilharmonie
Heribert Leutner Anfang Dezember im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Bau der Elbphilharmonie

Hamburg. Ein neuer Paukenschlag an der unfertigen Elbphilharmonie: Diesmal geht es allerdings nicht um bauliche Probleme, sondern ums Personal. Der Chef der stadteigenen Realisierungsgesellschaft, kurz ReGe genannt, Heribert Leutner, wirft das Handtuch, weil er den Weiterbau der Stadt mit dem Baukonzern Hochtief nicht mitträgt. Die ReGe bestätigte am Nachmittag einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der 53 Jahre alte Leutner zum 30. Juni gekündigt habe. Leutner ist seit 2008 als Geschäftsführer der ReGe tätig, die das Projekt Elbphilharmonie für die Stadt realisiert.

Erst kurz vor Weihnachten war die vorläufige Entscheidung des Senats gefallen, den umstrittenen Vorzeigebau an der Elbe mit Hochtief fertigzustellen. Damit steigen die voraussichtlichen Kosten auf 575 Millionen Euro, 198 Millionen Euro mehr als bislang geplant; das Konzerthaus ist nicht vor Mitte 2016 fertig. Eine endgültige Entscheidung soll es bis Februar geben.

Leutner sieht dies mehr als skeptisch: "Bei allem Verständnis für die Entscheidung von Bürgermeister Olaf Scholz. Ich hätte mich für eine Trennung von Hochtief entschieden und habe das auch deutlich gemacht", zitiert "Bild" den scheidenden ReGe-Chef.

Auch eine Personalentscheidung konnte Leutner nicht gefallen haben. Mit Martin Heyne, der ab 1 Januar als zusätzlicher Geschäftsführer eingestellt worden war, sollte sich nun ein anderer um den Weiterbau der El-Phi kümmern. Dies werteten Beobachter als offenes Misstrauensvotum gegenüber Leutner.

(abendblatt.de/dapd)
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