04.12.12

Leuchtturmbau in Hamburg

Hafenbehörde plant Rekordturm - und rechnet mit Klagen

Hafenbehörde HPA will für zehn Millionen Euro Europas höchsten Leuchtturm bauen. Sie geht von Klagen gegen Großprojekt in Waltershof aus.

Foto: Klaus Bodig
Container
Die Containerschiffe auf der Elbe sollen unweit der Lotsenstation am Bubendey-Ufer das höchste Richtfeuer Europas bekommen

Hamburg. Die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) rechnet vor dem Bau des höchsten Leuchtturms Europas in Hamburg-Waltershof mit Klagen. Zwei neue Türme – ein Unter- und ein Oberfeuer – von knapp 100 und 70 Metern Höhe sollen im Rahmen der Westerweiterung des Eurogate Container-Terminals im Waltershofer Hafen am Bubendey-Ufer gegenüber vom Café "Strandperle" in Övelgönne errichtet werden. "Gerichtliche Einwände von Anwohnern gegen ein Großprojekt wie dieses sind nichts Ungewöhnliches", sagte Sinje Pangritz, Sprecherin der HPA, auf Anfrage von abendblatt.de.

Derzeit befindet sich der Terminal-Ausbau noch im Planfeststellungsverfahren, mit einem Beschluss rechnet die HPA in den kommenden Wochen. Ersten Schätzungen zufolge werden sich die Kosten für den Bau der zwei Türme auf etwa zehn Millionen Euro belaufen. Sollten Klagen gegen die Westerweiterung ausbleiben, könne der Leuchtturm schon im kommenden Jahr gebaut werden, sagte Pangritz.

Hamburg baut den hoechsten Leuchtturm Europas
Foto: dapd Eine Grafik der Hamburg Port Authority (HPA) zeigt die zwei Richtfeuer, die im Hamburger Hafen gebaut werden sollen, neben der Brücke eines Containerschiffs der 4. Generation

Für die Westerweiterung des Container-Terminals in Waltershof investieren die HPA, die Stadt Hamburg und Eurogate insgesamt rund 650 Millionen Euro, um die Kapazitäten für den Containerumschlag im zweitgrößten europäischen Hafen weiter zu erhöhen. Dahinter steht die Hoffnung, dass der Containerumschlag wieder anzieht und in den nächsten Jahr stark wächst.

Die beiden Türme sollen für die Containerschiffe auf der Elbe eine Richtfeuerlinie bilden, die von den Lotsen und Kapitänen auch in Zeiten elektronischer Navigation gern als optisches Hilfsmittel genutzt wird. Wenn die beiden Feuer aus der Sicht des Schiffsführers in einer Linie stehen, fährt das Schiff in der Fahrrinne. Der hintere Turm, der auf dem Gelände des Containerterminals stehen wird, muss so hoch sein, damit er über die neuen Containerbrücken leuchten kann.

Die neuen Leuchttürme werden nicht rot-weiß, wie international üblich, sondern schwarz-weiß gestreift. "Andernfalls könnte man sie leicht mit den rot-weißen Containerbrücken verwechseln", sagte Pangritz. Die Bauzeit wird auf etwa eineinhalb Jahre geschätzt. Bisher gilt ein Leuchtturm an der französischen Atlantikküste mit rund 83 Metern als höchster Europas.

(schrö/dpa)
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