Olympiastützpunkt Dulsberg weiter Sport-Eliteschule - aber nur befristet

Foto: Michael Rauhe

Stadtteilschule Dulsberg bekam das Gütesiegel vom Olympischen Sportbund nur mit Einschränkungen. Leiterin fühlt sich falsch bewertet.

Hamburg. Zwar hat die Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg-Dulsberg für zwei weitere Jahre vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) das Gütesiegel "Eliteschule des Sports" erhalten, zehn von 41 Schulen bekamen das Prädikat jedoch für den gesamten olympischen Zyklus bis Ende 2016. Zwei Kriterien, Umfang der Trainingsstätten und sportliche Erfolge, seien laut DOSB am Alten Teichweg nicht voll erfüllt worden. Am 18. Dezember wollen Schulleiterin Beate Bergemann und Olympiastützpunktleiterin Ingrid Unkelbach mit dem DOSB in Hamburg nachverhandeln. Unkelbach: "Wir fühlen uns falsch bewertet." Die Trainingsstätten seien in hervorragendem Zustand und auch alle in der Nähe der Schule, nur der angekündigte Bau einer zusätzlichen Handball- und Judohalle sei noch nicht begonnen worden. "Die sportliche Erfolge wiederum könnten noch gar nicht geliefert werden, da die meisten unserer Schüler noch gar nicht im Erwachsenenbereich angekommen sind." In den Junioren-Nationalmannschaften sei der Alter Teichweg aber sehr wohl vertreten.

Christiane Blömeke, sportpolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion der Grünen, hat zu diesem Vorgang eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt. Die Antwort fiel nichtssagend aus. "Wir haben so gut wie keine Informationen erhalten", klagte Blömeke, "wir werden noch mal nachhaken müssen." Der Alte Teichweg ist seit 2006 Eliteschule des Sports. Schwerpunktsportarten am benachbarten Olympiastützpunkt Hamburg-Schleswig-Holstein sind Schwimmen, Hockey, Rudern und Beachvolleyball. Landesleistungszentren gibt es zudem im Badminton und Basketball. Zudem wird am Alten Teichweg Fußball trainiert.

Würde der Alte Teichweg den Status einer Eliteschule des Sports verlieren, fielen jährliche Zuschüsse und Planstellen weg.