Hamburg Großdemo gegen "Frust": 2000 Polizisten auf der Straße

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"Egal, wer regiert - die Polizei verliert": Unter diesem Motto protestierten etwa 2000 Beamte gegen Personalmangel und Sozialabbau.

Hamburg. Etwa 2000 Polizisten sind am Dienstag in Hamburg auf die Straße gegangen, um gegen Personalmangel und Sozialabbau in ihrer Behörde zu demonstrieren. Unter dem Motto "Egal wer regiert – die Polizei verliert" hatte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) zu dem Protest aufgerufen.

Auf einer Personalversammlung im CCH hatte sich zuvor Innensenator Michael Neumann (SPD) den Beamten gestellt. "In 15 Monaten kann nicht alles rückgängig gemacht werden, was in 15 Jahren zuvor geschehen ist", sagte er zur Lage seit dem Regierungswechsel im vergangenen Jahr. Danach zogen nach Gewerkschaftsangaben rund 2000 uniformierte Beamte zur Abschlusskundgebung zum Rathaus. "Die Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig – deshalb tragen wir unseren Frust auf die Straße", hatte der Hamburger DPolG-Landesvorsitzende, Joachim Lenders, zuvor erklärt.

Es gebe "existenzielle Probleme" bei der Polizei, sagte Gerhard Kirsch von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Konkret forderte er die Wiedereinführung der freien Heilfürsorge für die Ordnungshüter.

Bei der Teilnehmerzahl blieb die Demonstration der Polizei hinter den Erwartungen zurück. Ursprünglich war mit bis zu 5.000 Polizisten gerechnet worden. Insgesamt gibt es laut Kirsch rund 8.200 Polizeibeamte in Hamburg.