16.11.12

Hamburger City

Alsterschwäne ziehen wieder ins Winterquartier

Am kommenden Dienstag werden die 120 Tiere traditionell bei der Schleuse am Rathaus eingefangen. Dann geht es per Boot nach Eppendorf.

Foto: dpa/DPA
Alsterschwäne ziehen ins Winterquartier
Hamburgs "Schwanenvater" Olaf Nieß zieht in der Rathausschleuse einen Schwan in ein Boot

Hamburg. Das Spektakel lockt jedes Jahr zahlreiche Schaulustige an: Für die Hamburger Alsterschwäne geht es am kommenden Dienstag, 20. November, wieder in ihr Winterquartier. Beim alljährlichen Ritual des Hamburger Schwanenwesens, einer Abteilung des Hamburger Umweltdezernats, werden rund 120 Tiere ab 11 Uhr mit Booten zur kleinen Alster am Hamburger Rathaus getrieben und an der Rathausschleuse aus dem Wasser genommen. Die Schwäne kommen dann zum Eppendorfer Mühlenteich.

Hamburgs "Schwanenvater" Olaf Nieß fängt die Tiere Jahr für Jahr mit acht bis zehn Helfern ein, damit sie bis Ende März in Eppendorf überwintern können. "Würden wir die Schwäne nicht umquartieren, bestünde die Gefahr, dass sie auf dem Alstereis festfrieren oder keine Nahrung mehr finden", erklärt Nieß, der sich seit 26 Jahren um die Alsterschwäne kümmert. Auf dem Mühlenteich laufen Pumpen, die eine Eisbildung verhindern. Auch um ihre Nahrung brauchen sich die Schwäne in Eppendorf nicht zu sorgen.

Drei Tage lang werde es laut Nieß dauern, um alle Schwäne von der Alster ins Winterquartier zu bringen. "Wie schnell wir die Tiere zusammentreiben können, ist von der Witterung abhängig", sagt Nieß. Auch gelte es, Ruhe zu bewahren, um kleine Scharen von etwa 30 Tieren einzupferchen. Ein Tier nach dem anderen werde dann aus der Menge gegriffen. "Damit die Tiere nicht entkommen können, werden Füße und Flügel mit Klettband zusammengeklebt", erklärt Nieß. In mit Stroh ausgelegten Booten geht es dann nach Eppendorf.

Die Schwäne sind vielen Hamburgern heilig. Das Schwanenwesen existiert bereits seit dem 11. Jahrhundert. Seit 1674 gibt es auch die europaweit einzigartige Planstelle des ordentlich bestallten Schwanenvaters. "Eigentlich war das Halten der Tiere nur Fürsten und Königen vorbehalten", sagte Nieß einmal. Damit brachen die Hamburger Stadtväter. Als Freie und Hansestadt hielt die Stadt sich demonstrativ Schwäne. Seither geht die Legende, dass Hamburg diesen Status nur solange hält, wie es Schwäne auf der Alster gibt. Entsprechend werden die rund 120 Tiere von der Stadt umsorgt.

schrö/dpa
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Alsterschwäne im Winterquartier

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