Abendblatt-Aktion Wenn eine nackte Schönheit 10.000 Euro wert ist

Foto: Marcelo Hernandez

180 Leser nutzten die Möglichkeit, in der Axel-Springer-Passage mehr oder weniger wertvolle Gegenstände von Experten schätzen zu lassen.

Hamburg. Sie kamen mit ihren kleinen, großen oder vermeintlichen Schätzen in die Axel-Springer-Passage – eingewickelt in Leinen, Wolldecken, Samt oder einfach nur in einer Plastiktüte verpackt. 180 Leser nutzten am Sonnabend die "Lieblings-Aktion" des Hamburger Abendblatts, ihre Kunstwerke bewerten zu lassen. Alle einte der Traum von einer ganz besonderen Historie oder einem überraschend hohen Preis ihres Bildes. Drei Expertinnen standen bereit, die mehr oder weniger wertvollen Gemälde fachkundig und kostenlos unter die Lupe zu nehmen.

Dabei entpuppte sich der eine oder andere alte Schinken, der bisher achtlos im Keller oder auf dem Boden ruhte, als kostbares Kunststück. Andere wiederum waren schon mit einem guten Gefühl angekommen. Eine Dame aus dem Harz hörte entzückt, dass die einst von Ferdinand Max Bredt in Öl gemalte nackte Schönheit gut und gerne 10.000 Euro wert ist. Ein Herr aus Hamburg-Uhlenhorst dagegen vernahm, dass seine alte Hamburgensie mit dem Gängeviertel als Motiv nicht schätzbar ist – weil der Name des Malers nicht zu identifizieren war. Er könnte es entrahmen und dann neu taxieren lassen. Eigentlich, so befand er, sei das gute Stück ohnehin unbezahlbar. Es ist eben alles eine Frage der Perspektive.

Moderator Janis Zaurins trug mit seinen unterhaltenden Begleitworten zur guten, spannungsgeladenen Stimmung im Erdgeschoss des Verlagshauses bei. Nach mehr als sechs Stunden war die Arbeit getan – und manche Überraschung perfekt. Am kommenden Wochenende folgt Teil zwei der "Lieblings-Aktion". Dann bewerten Profis Antiquitäten. Erneut sind die 180 Termine bereits fest vergeben. Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht.