Deepwater Horizon

Öl-Katastrophe kostete BP bisher 450 Millionen Dollar

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Fast eine halbe Mililarde Dollar hat BP bislang wegen des Untergangs der Öl-Plattform "Deepwater Horizon" bezahlen müssen.

London. Die Öl-Katastrophe vor der US-Küste hat den Energieriesen BP mittlerweile 450 Millionen Dollar (353 Millionen Euro) gekostet. Bisher seien zudem 6700 Schadenersatzforderungen eingegangen, teilte das britische Unternehmen am Donnerstag in London mit. Davon seien 1000 bereits bezahlt worden. BP hatte erklärt, die Verantwortung für den Schaden an der gesunkenen Ölplattform im Golf von Mexiko zu übernehmen. Insgesamt seien 13.000 Menschen an der Reinigungsaktion und Schadensbegrenzung beteiligt. Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war vor rund drei Wochen gesunken und hatte eine Ölpest ausgelöst.

Unterdessen hat US-Präsident Barack Obama zur Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko vom Kongress die Freigabe von mindestens 129 Millionen Dollar (102 Millionen Euro) verlangt. „Ich werde keine Anstrengung auslassen, um jeden Schaden, der verursacht wurde, zu beseitigen“, schrieb Obama in einem Brief an die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zur Begründung seiner Forderung.

Von dem Geld sollen demnach mindestens 100 Millionen Dollar an die Küstenwache gehen, die sich seit der Explosion und dem Untergang der Ölplattform „Deepwater Horizon“ um die Eindämmung des Ölteppichs vor der Südküste der USA bemüht. Die Summe solle aus einem speziellen Fonds zur Bekämpfung von Ölkatastrophen genommen werden, schrieb der Präsident. Darüber hinaus solle das Innenministerium 29 Millionen Dollar erhalten, die für zusätzliche Inspektionen, Studien und andere Maßnahmen genutzt werden sollen, die nicht von den Verursachern der Ölpest oder dem Fonds zur Bekämpfung von Ölkatastrophen abgedeckt würden.

Die vom Ölkonzern BP betriebene Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert, dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. Zwei Tage später sank die Plattform, seither strömen täglich schätzungsweise 800.000 Liter Öl aus und bedrohen die Küstengebiete mehrerer südlicher US-Bundesstaaten. Nach erfolglosen Versuchen, den Ölfluss zu stoppen, versammelte die US-Regierung einige der besten Wissenschaftler des Landes, darunter Physiker, Ingenieure und Geologen. Sie sollten die bislang von BP unternommenen Versuche neu bewerten und mögliche Alternativen vorschlagen.