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Corona: Lauterbach bekräftigt geplante Herbst-Regeln

| Lesedauer: 22 Minuten
Das ist Superimmunität

Das ist Superimmunität

Die sogenannte Superimmunität ist laut Studien aktuell der beste Schutz gegen das Coronavirus. Damit sind Menschen gemeint, die sowohl geimpft als auch genesen sind.

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Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben über die geplanten Corona-Regeln für den Herbst beraten. Mehr im Blog.

  • Die Gesundheitsministerinnen und -minister haben über die geplanten Corona-Regeln beraten
  • Lauterbach steht wegen Äußerungen zur vierten Impfung in der Kritik
  • Labore: Die PCR-Tests sind weiter rückläufig
  • Das RKI meldet am Dienstag rund 80.000 neue Fälle – die Inzidenz sinkt leicht
  • Viele Tierheime in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes zurzeit überlastet
  • Biontech macht im ersten Halbjahr 2022 5,4 Milliarden Euro Gewinn

Berlin. Auch wenn die Zahlen derzeit rückläufig sind, ist die aktuelle Corona-Sommerwelle noch nicht vorbei. Die Werte liegen weiterhin auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt keine Entwarnung in der Pandemie. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.698 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 102.698) und 170 Todesfälle (Vorwoche: 171) innerhalb eines Tages.

Die Inzidenz sank laut RKI bis Dienstagmorgen auf 381,5. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 389,3 gelegen (Vorwoche: 516,1; Vormonat: 700,3). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Corona-News von Dienstag, 9. August: Länder sehen Nachbesserungsbedarf bei Infektionsschutzgesetz

22.26 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder sehen Nachbesserungsbedarf beim Entwurf des Bundes für das künftige Infektionsschutzgesetz. Die vorgesehenen Ausnahmen von der Maskenpflicht in Innenräumen für frisch Geimpfte und Genesene seien „in der praktischen Umsetzung nur schwer kontrollier- und umsetzbar“, hieß es in einer nach den Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Dienstag veröffentlichten Erklärung. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verwies darauf, dass die Maskenpflicht in Innenräumen bei einer angespannten Pandemielage die Regel sein solle.

Die Vorlage von Lauterbach und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sieht vor, dass die geplante Maskenpflicht bei Freizeit, Kultur oder Sport sowie in der Gastronomie entfällt, wenn ein negatives Testergebnis vorgelegt wird oder die letzte Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Lauterbach: Maskenpflicht soll bei angespannter Lage innen Regel sein

18.07 Uhr: Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Fall einer deutlich verschlechterten Corona-Lage im Herbst und Winter auf eine Maskenpflicht in Innenräumen einstellen. "Klargestellt ist, dass Maskenpflicht in Innenräumen bei einer angespannten Pandemielage die Regel sein soll", sagte Lauterbach nach einer Schaltkonferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Dienstag.

Mehrere Länder hatten im Vorfeld Kritik an geplanten Ausnahmen geübt. Hierbei geht es um den Plan, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate ist.

Lauterbach sagte: "Nur in Ausnahmefällen soll davon abgewichen werden können." Dadurch werde die Notfall-Regel noch sicherer. "Von einem frisch Geimpften geht selbst dann ein relativ geringes Infektionsrisiko aus, wenn er keine Maske trägt."

Die Länder hätten wichtige Anregungen zu dem Corona-Konzept gegeben, das er mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgeschlagen hatte. Den Wunsch nach einem bundeseinheitlichen Vorgehen begrüße er. Lauterbach rief die Länder auf, die Möglichkeiten des geplanten Infektionsschutzgesetzes zu nutzen.

Lauterbach wegen Äußerungen zu vierter Corona-Impfung erneut in der Kritik

15.23 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zieht mit seinen Äußerungen zur vierten Corona-Impfung erneut Kritik auf sich. "Es wäre besser, wenn Lauterbach seine Zunge etwas besser im Griff hätte", sagte Stiko-Mitglied Rüdiger von Kries am Dienstag im TV-Sender Welt. "Ich halte das Drängeln von Herrn Lauterbach hier für fehl am Platz", sagte auch der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann.

Eine zweite Auffrischungsimpfung gegen Corona - insgesamt dann die vierte Spritze im Impfschema - wird von der Ständigen Impfkommission (Stiko) derzeit für Menschen über 70, Vorerkrankte und Pflegepersonal empfohlen. Lauterbach hatte schon im Juli gesagt, dass vier Impfungen auch für jüngere Menschen in bestimmten Fällen sinnvoll sein könnten, insbesondere wenn sie "ganz viele Kontakte" hätten. Der 59-Jährige ist selbst viermal geimpft.

Labore: PCR-Tests weiter rückläufig

14.01 Uhr: Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 und der Anteil der positiven Ergebnisse sind einem Laborverband zufolge in der vergangenen Woche weiter zurückgegangen. So seien mit knapp über 580.900 PCR-Untersuchungen etwa 16 Prozent weniger durchgeführt worden als noch in der Vorwoche, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Die Positivrate von knapp 46 Prozent sei zwar niedriger als in der Vorwoche (knapp 51 Prozent), belege aber, dass das Infektionsgeschehen weiter dynamisch sei und tendenziell auf hohem Niveau bleibe, hieß es. Insgesamt fiel demnach die Zahl der positiven Tests auf etwa 266.900 und ging damit im Vergleich zur Vorwoche um 24 Prozent zurück.

Junge Menschen häufig wegen psychischer Erkrankungen im Krankenhaus

12.13 Uhr: Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen waren im Jahr 2020 die häufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von jungen Menschen in Deutschland. Von den insgesamt 829.400 Krankenhauspatientinnen und -patienten im Alter zwischen 15 und 24 Jahren waren 147.000 aus diesen Gründen stationär versorgt worden, das entspricht einem Anteil von knapp 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dahinter folgten Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (15 Prozent), Verletzungen und Vergiftungen (14 Prozent) sowie Krankheiten des Verdauungssystems (10 Prozent).

Laut den Angaben gingen die stationären Behandlungen aufgrund psychischer Krankheiten bei den 15- bis 24-Jährigen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 um 13 Prozent zurück. Somit sanken sie genauso stark wie die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt im Jahr 2020.

Langfristig nahmen die Fälle allerdings zu: So waren 15 Jahre zuvor (2005) rund 135 100 der junge Menschen wegen psychischer Krankheiten stationär behandelt worden (Anteil 12 Prozent). Diese waren damals noch der dritthäufigste Behandlungsgrund, an erster Stelle standen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (20 Prozent).

Haustiere aus Corona-Zeit füllen Tierheime

5.44 Uhr: Viele Tierheime in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes zurzeit überlastet. So nehmen unter anderem das Tierheim in Berlin und das in Nürnberg keine neuen Tiere mehr auf, weil sie schon zu viele Hunde, Katzen und Kleintiere betreuen. "Wir sind voll bis unters Dach", sagt die Nürnberger Tierheimleiterin Tanja Schnabel. Auffällig ist nach Angaben mehrerer Tierheime, dass besonders viele junge Hunde abgegeben werden, die schwierig im Umgang seien und viel Betreuung bräuchten.

"Da hatten sich die Leute vermutlich unbedarft im Zuge des Corona-Haustierbooms kleine Welpen ins Haus geholt, aber nicht die notwendige Erziehungsarbeit geleistet. Spätestens mit dem Beginn der Pubertät waren sie dann völlig überfordert mit dem Junghund", meint Beate Kaminski vom Berliner Tierheim.

Debatte um Infektionsschutzgesetz – Bayern fordert Nachschärfungen

5.17 Uhr: Vor Beratungen der Gesundheitsminister reißt die Debatte über den Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz nicht ab. Bayern forderte dringende Nachbesserungen. Der Ärzteverband Marburger Bund hingegen stellte sich hinter den Entwurf.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Dienstag virtuell über das vergangene Woche von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgestellte Schutzkonzept für den Herbst und Winter beraten. Einige Länder hatten Klärungsbedarf signalisiert. Aus Teilen der FDP und CDU gab es Kritik und Änderungswünsche.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Bundesländer ab Oktober wieder Maskenpflichten verhängen dürfen. Bundesweit soll weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben. Kritik hatte es an dem Plan gegeben, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate ist. Ausnahmen soll es auch für Getestete und frisch Genesene geben.

Corona-News von Montag, 8. August: Gesundheitsminister beraten über neues Infektionsschutzgesetz

21.02 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Dienstag in einer virtuellen Sondersitzung über das neue Infektionsschutzgesetz beraten. Es sei mit Blick auf den Herbst ein allgemeiner Austausch angedacht, um ein Länderbild zu bekommen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums von Sachsen-Anhalt vorab. Vergangene Woche hatten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) das neue Corona-Schutzkonzept für den Herbst vorgestellt. Einige Länder hatten signalisiert, dass es noch viel Klärungsbedarf gibt.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass bundesweit in Fernzügen und Flugzeugen weiterhin eine Maskenpflicht gilt, hinzu kommt die Pflicht zum Tragen einer Maske in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben. Kritik gibt es vor allem an dem Plan, auf die Maskenpflicht in Restaurants und bei Veranstaltungen zu verzichten, wenn die Corona-Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Infektionsschutzgesetz sorgt für Ärger in FDP

16.45 Uhr: Im Ringen um ein neues Infektionsschutzgesetz pochte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) auf Nachbesserungen. Der Vorschlag von Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bedürfe noch einiger Überarbeitungen, sagte er der "Welt". "Warum zum Beispiel eine Maskenpflicht im Freien verhängt werden kann, ist mir nicht klar." Auch der Abgeordnete Frank Schäffler verlangte "dringend" Nachbesserungen. Er halte etwa die Möglichkeit einer landesweiten Hotspot-Regelung für einen Rückschritt. Auch eine mögliche Maskenpflicht an Schulen sei ein Ärgernis.

Der FDP-Abgeordnete Christoph Hoffmann sagte: "Ich bin mir sicher, dass das Infektionsschutzgesetz in der jetzigen Form keine Mehrheit finden wird." Dagegen sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr der "Welt", die Maßnahmen seien ein guter Kompromiss. Die FDP habe erreicht, dass es keine tiefgreifenden Grundrechtseingriffe wie Lockdowns, Ausgangssperren, Schulschließungen oder Kontaktbeschränkungen mehr geben werde.

Der von Buschmann und Lauterbach nach langen Verhandlungen vorgestellte Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Bundesländer ab Oktober wieder Maskenpflichten verhängen dürfen. Bundesweit soll weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben.

Biontech macht im ersten Halbjahr 5,4 Milliarden Euro Gewinn

12.57 Uhr: Das Mainzer Unternehmen Biontech profitiert auch weiterhin kräftig von der großen Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff. Im ersten Halbjahr machte Biontech einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro und einen Gewinn von 5,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Im Gesamtjahr peilt Biontech einen Umsatz von 13 Milliarden Euro bis 17 Milliarden Euro an.

Die Vorbereitung für eine Markteinführung von zwei neuen, an neue Corona-Varianten angepassten Impfstoffen sei "in vollem Gange", teilte Biontech weiter mit. Die Auslieferung der Impfstoffe könne "vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen" ab Oktober beginnen. In der "Produktpipeline" befinden sich zudem Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, die auf einen längeren und breiteren Schutz gegen das Virus abzielen, wie Firmenchef und Gründer Ugur Sahin erklärte.

2021 hatte Biontech einen Umsatz von knapp 19 Milliarden Euro erzielt. Der Gewinn lag netto bei knapp 10,3 Milliarden Euro.

Lauterbach dringt auf Impfstoff gegen BA.5-Subtyp

11.59 Uhr: Der neue Corona-Impfstoff sollte nach Überzeugung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf dem aktuell dominanten Omikron-Subtyp BA.4/5 basieren – und nicht wie bislang vorgesehen auf der ursprünglichen Variante BA.1. "Wir gehen in Deutschland davon aus, dass BA.4/5 bei der aktuellen Variante die bessere Impfstoff-Zusammensetzung ist", sagte Lauterbach dem "Spiegel".

Die Hersteller Biontech und Moderna hatten den Angaben zufolge bereits im Frühjahr einen angepassten Omikron-Booster basierend auf der damals kursierenden Variante BA.1 entwickelt und auch reichlich Dosen vorproduziert. Es seien allein rund 100 Millionen Omikron-Impfdosen von Biontech vorrätig. Bislang steht dafür aber immer noch eine Zulassung aus, die in Europa für September erwartet wird.

Zwischenzeitlich habe die US-Zulassungsbehörde FDA den Impfstoff-Herstellern jedoch nahegelegt, nur noch einen angepassten Impfstoff basierend auf den aktuellen Subtypen BA.4/5 zu entwickeln. In der EU dagegen habe die EMA eine solche Richtungsentscheidung nicht vorgegeben. Lauterbach hat nach eigenen Angaben dafür gesorgt, "dass die Unternehmen jetzt auch für die EU sehr zügig BA.4/5 entwickeln, zur Zulassung und Auslieferung bringen", wie er dem "Spiegel" sagte.

FDP-Politiker unzufrieden mit Corona-Schutzkonzept der Regierung

5.43 Uhr: Das Corona-Schutzkonzept der Bundesregierung für den Herbst und Winter stößt bei einigen FDP-Abgeordneten im Bundestag auf Widerstand. So sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki der "Welt", der Vorschlag von Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bedürfe noch einiger Überarbeitungen. "Warum zum Beispiel eine Maskenpflicht im Freien verhängt werden kann, ist mir nicht klar."

Auch der Abgeordnete Frank Schäffler verlangte "dringend" Nachbesserungen am Entwurf für das Infektionsschutzgesetz. Er halte etwa die Möglichkeit einer landesweiten Hotspot-Regelung für einen Rückschritt. Und auch die Möglichkeit der Maskenpflicht an Schulen sei ein Ärgernis. Er werde seine Zustimmung von Veränderungen abhängig machen, sagte Schäffler. Sein Kollege Christoph Hoffmann äußerte sich ähnlich: "Ich bin mir sicher, dass das Infektionsschutzgesetz in der jetzigen Form keine Mehrheit finden wird."

Corona-News von Sonntag, 7. August: US-Präsident Biden beendet Isolation

  • US-Präsident Joe Biden hat am Sonntag seine Corona-Isolation beendet, nachdem er den zweiten Tag in Folge ein negatives Testergebnis erhalten hatte. "Ich fühle mich gut", sagte der Präsident lächelnd vor Reportern, als er vor dem Weißen Haus in einen Hubschrauber stieg, der ihn zu seinem Ferienhaus in Delaware fliegen sollte. Biden verließ erstmals seit dem 20. Juli wieder das Weiße Haus.
  • Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat nach der Einigung auf das neue Infektionsschutzgesetz die darin vorgesehene Option zu einer Rückkehr zur Maskenpflicht an mehr Orten als zuletzt verteidigt. Die Maske habe das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aller Maßnahmen, sagte Buschmann der "Bild am Sonntag". Er habe auch nie an deren Wirksamkeit gezweifelt, das sei ihm angedichtet worden.
  • Zehntausende Touristen sind wegen eines Corona-Ausbruchs im chinesischen Urlaubsparadies Sanya auf der Insel Hainan gestrandet, die als "Chinas Hawaii" bekannt ist. Flüge und Bahnverbindungen wurden gestoppt, nachdem einige hundert Infektionen auf der Insel entdeckt worden waren und sich das Virus offenbar weiter ausbreitet, wie Staatsmedien am Sonntag berichteten.

Corona-News von Samstag, 6. August: Vierte Impfung: Lauterbach verlangt Impfempfehlungen für alle Altersgruppen

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verlangt mit Blick auf die vierte Impfung klare Empfehlungen für sämtliche Altersgruppen: "Wir sollten nicht nur sagen, was die über 70-Jährigen machen sollen. Wir müssen auch eine Antwort für den 40-Jährigen haben", sagte der SPD-Politiker unserer Redaktion. Auch die Jüngeren wollten wissen, was sie machen sollen. "Wir brauchen jetzt klare Empfehlungen für alle Altersgruppen."
  • US-Präsident Joe Biden ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er bleibe aber vorerst in Isolation, bis es einen zweiten negativen Antigentest gebe, teilte sein Arzt Kevin O'Connor am Samstag laut einer Erklärung des Weißen Hauses mit.
  • Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat vor dem nächsten Corona-Herbst gefordert, dass die Offenhaltung von Schulen und Kitas diesmal "wirklich Priorität" hat. "Wir müssen in diesem Herbst das Versprechen einhalten, dass es keine Kita- und Schulschließungen mehr gibt", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Das muss wirklich Priorität haben."
  • Deutschlands Amtsärztinnen und Amtsärzte gehen davon aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen weitaus höher ist als offiziell angegeben. Er schätze die Corona-Dunkelziffer auf etwa zwei- bis dreimal so hoch wie die offiziellen Zahlen, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖDG), Johannes Nießen, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag.
  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich auf Twitter zu seiner Corona-Infektion geäußert. Der SPD-Politiker teilte mit, dass seine Symptome noch leicht seien. "Zur Vermeidung von Komplikationen nehme ich Paxlovid", so Lauterbach. Das Medikament soll einen schweren Krankheitsverlauf verhinden.
  • Wegen Todesdrohungen gegen den US-Virologen und Corona-Regierungsberater Anthony Fauci sowie andere Regierungsvertreter ist ein 57-Jähriger aus dem US-Bundesstaat West Virginia zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte sich schuldig bekannt, zwischen Dezember 2020 und Juli 2021 Droh-Mails verschickt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Corona-News von Freitag, 5. August – Corona-Experte Watzl: Mit der vierten Corona-Impfung jetzt noch warten

  • Der Corona-Experte und Immunologe Carsten Watzl rät älteren Menschen und Risikopatienten mit einer vierten Impfung noch zu warten, bis die an die Omikron-Variante angepassten Vakzine zugelassen sind: "Da die angepassten Impfstoffe hoffentlich nächsten Monat kommen, kann man jetzt auch warten, wenn man die vierte Impfung bisher noch nicht gemacht hat", sagte Watzl unserer Redaktion.
  • Nach dem Tod der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr ist am Freitag in Oberbayern die Wohnung eines Mannes durchsucht worden. Dem 59-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg werde Bedrohung und Nachstellung Kellermayrs vorgeworfen, berichtete die Generalstaatsanwaltschaft München anschließend.
  • Wegen der Ausstellung von Hunderten falschen Masken-Attesten ist eine Ärztin aus Oberbayern zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Aufgrund der mangelnden Schuldeinsicht der Angeklagten sei die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden, erläuterte Amtsgerichts-Direktorin Christine Schäfer am Freitag.
  • Jeder achte Corona-Infizierte leidet Wochen oder Monate nach der Infektion an mindestens einem Symptom von Long Covid. Das geht aus einer großangelegten Studie aus den Niederlanden hervor, die am Donnerstag in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde.
  • Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat die geplanten neuen Corona-Regelungen scharf kritisiert. "Ich finde nicht, dass das Infektionsschutzgesetz in dieser Form für mich zustimmungsfähig ist", sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitag) und stellte sich damit auch gegen seinen Parteifreund Marco Buschmann.
  • Nach dem Tod der von Corona-Impfgegnern bedrohten Ärztin Lisa-Maria Kellermayr haben auch die österreichischen Behörden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Die "inländische Gerichtsbarkeit" sei nach dem Suizid der 36-jährigen Hausärztin wieder gegeben, sagte der leitende Staatsanwalt Christian Hubmer am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten".
  • Der Städte- und Gemeindebund hält die im neuen Infektionsschutzgesetz geplanten Ausnahmen von der Maskenpflicht für nicht kontrollierbar. "Die Befreiung von der Maskenpflicht für Geimpfte oder Genesene ist im Alltag kaum wirksam zu kontrollieren und nur sehr schwer umzusetzen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den RND-Zeitungen vom Freitag.
  • In Nordkorea haben sich nach offiziellen Angaben alle Patienten erholt, die seit der Bestätigung der ersten Covid-19-Infektionen im Mai erkrankt waren. Am Freitag habe es am siebten Tag in Folge keine "Fieberfälle" gegeben, teilte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag mit. Nordkorea spricht in Fallberichten von "Fieber-Patienten", nicht von "Covid-Patienten", wohl aufgrund mangelnder Testkapazitäten.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 59-Jährige sei am Donnerstagabend positiv getestet worden, teilte sein Ministerium am frühen Freitagmorgen mit.

In Corona-News von Donnerstag, 4. August: RKI gibt keine Entwarnung in der Sommerwelle

  • In der Corona-Sommerwelle erkennt das Robert Koch-Institut einen sinkenden Trend, gibt aber weiter keine Entwarnung.
  • Noch immer sieht das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Corona-Pandemie bei Millionen Menschen weiteren Impfbedarf – obwohl im Juli wieder etwas mehr Impfungen als im Vormonat verabreicht worden sind.
  • Angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen sind Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden ab sofort wieder rein telefonisch und ohne Praxisbesuch möglich.
  • Trotz der für den Herbst erwarteten Zuspitzung der Coronalage soll das Münchner Oktoberfest wie geplant stattfinden.
  • Vertreterinnen und Vertreter von Ärzteverbänden sowie Patientenschützer haben Lob und Kritik an den Regierungsplänen zur Corona-Bekämpfung ab Herbst geäußert.
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fördert die Bundesregierung erstmals die Entwicklung eines nasalen Impfstoffs.
  • In der Debatte um ein mögliches Ende der Isolationspflicht für Corona-Infizierte will die Bundesregierung nach Angaben Bayerns keine Neubewertung der Lage durch das Robert Koch-Institut (RKI).
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 451,3 angegeben.

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(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.