UPDATE
Corona-Newsblog

Corona: Fast die Hälfte der Deutschen ist schon erstgeimpft

Lesedauer: 126 Minuten
Corona: Impfzentren sind teurer als Hausärzte

Corona: Impfzentren sind teurer als Hausärzte

Die Impfkampagne zur Eindämmung der Pandemie läuft weiter auf Hochtouren. Jedoch kosten die Impfungen in Impfzentren den Krankenversicherungen deutlich mehr als bei Hausärzten. Haus-und Kinderärzte fordern nun die Schließung.

Beschreibung anzeigen

Die Impfkampagne in Deutschland läuft auf Hochtouren. Fast jeder zweite Deutsche hat die Erstimpfung schon erhalten. Mehr im Newsblog.

  • Der Bund zahlt jetzt für Luftfilteranlagen in Schulen und Kitas
  • Laut Spahn wurden bis Dienstag bundesweit bereits fünf Millionen digitale Impfausweise beantragt
  • 22,3 Millionen Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft
  • Die Bundesländer wollen in der kommenden Woche ein bundeseinheitliches Vorgehen bei Großveranstaltungen vorschlagen
  • Laut einer Studie verhindert eine vollständige Impfung das Risiko von Krankenhausaufenthalten auch bei der Delta-Variante um 90 Prozent

Berlin. Das Abflauen der Corona-Krise ist in Deutschland immer deutlicher spürbar. Politikerinnen und Politiker diskutieren nun über Lockerungen oder gar ein Ende der Maskenpflicht. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich im Gespräch mit unserer Redaktion offen für ein schrittweises Aufheben der Pandemie-Maßnahme.

Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität: In Deutschland hat beinahe die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Wer vollständig geimpft ist, kann sich den Nachweis nun als digitalen Impfpass auf das Smartphone holen. Die Apotheken bieten den Service seit Montag an.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Dieses Blog ist geschlossen. Wir halten Sie aber natürlich weiter auf dem Laufenden: Hier geht es zum neuen Corona-Newsblog.

Corona-News von Dienstag, 15. Juni: Sorge vor Ausbreitung der Delta-Variante in Frankreich

14.06 Uhr: In Frankreich wächst die Sorge vor einer Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. Derzeit werde bei zwei bis vier Prozent der positiven Corona-Tests, die auf Varianten untersucht werden, die zunächst in Indien entdeckte Variante festgestellt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag in Paris. Das klinge zwar nach wenig, sei aber vergleichbar mit der Lage in Großbritannien vor einigen Wochen. Die Delta-Variante hat die Corona-Zahlen in Großbritannien wieder ansteigen lassen. Die geplante Aufhebung aller Restriktionen wurde deshalb am Montag um vier Wochen verschoben.

Hamburg schafft die Maskenpflicht im Freien weitgehend ab

14.02 Uhr: Nach der Abschwächung des Corona-Infektionsgeschehens lockert der Hamburger Senat die Maskenpflicht. Im Freien muss ein Mund-Nasen-Schutz ab dem Wochenende nur noch an Orten getragen werden, wo es besonders eng ist, wie Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag bekannt gab. Auf Wochenmärkten und in Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen bleibt die Maskenpflicht vorerst bestehen.

Corona-Pandemie: Verfassungsschutz warnt vor radikalen Querdenkern

13.58 Uhr: Die Pandemie setzt die Sicherheitsbehörden unter Druck. Extremisten und Terroristen würden nicht in den Corona-Lockdown gehen, sagt der Verfassungsschutz-Chef Thomas Haldenwang. Sie würden stattdessen die Pandemie und die Maßnahmen der Regierungen zum Schutz der Bevölkerung für ihre Propaganda nutzen. Lesen Sie hier: Verfassungsschutz warnt vor "Hetze aus dem Homeoffice"

Emirates macht wegen Corona-Krise Milliarden-Verluste

13.11 Uhr: Die Fluggesellschaft Emirates hat wegen der Corona-Krise erstmals in mehr als 30 Jahren Verluste gemacht. Die staatliche Airline aus dem Emirat Dubai schloss das vergangene Jahr mit einem Minus von 5,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Mrd Euro) ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz ging um 66 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar zurück. Das Passagier- und Frachtaufkommen sei um 58 Prozent geschrumpft. Emirates führt den Einbruch allein auf den vorübergehenden Stopp des Flugverkehrs im vergangenen Frühjahr und die weltweiten Reisebeschränkungen zurück.

Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatte den Flugverkehr im März vergangenen Jahres wegen der Ausbreitung des Coronavirus für acht Wochen weitgehend eingestellt. Emirates kündigte damals vorübergehende Gehaltskürzungen an. Die Airline reduzierte auch die Zahl ihrer Flugzeuge. Das Unternehmen flog bis dahin 145 Ziele weltweit an. Es beschäftigt etwa 60.000 Mitarbeiter und ist die größte Fluggesellschaft im arabischen Raum.

Berlin lockert die Maskenpflicht

12.30 Uhr: Berlin hebt die Maskenpflicht nicht auf, aber es gibt zumindest Lockerungen. Auf den Bürgersteigen von Einkaufsstraßen und auf sehr belebten Plätzen, für die das bisher vorgeschrieben war, müssen keine Masken mehr getragen werden - bis auf Stellen, an denen kein Mindestabstand möglich ist. Auch im Zoo und im Tierpark fällt im Freien die Maskenpflicht weg. Das hat der Berliner Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag beschlossen. Die geltende Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

Dagegen gibt es keine Änderung bei der Maskenpflicht für Busse und Bahnen. Im ÖPNV müssen weiterhin FFP2-Masken getragen werden. Details zur Maskenpflicht will der Senat nach seiner Sitzung bei einer Pressekonferenz mitteilen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte am Montag für Lockerungen bei der Maskenpflicht im Freien plädiert, gleichzeitig aber davor gewarnt, dabei unbedacht vorzugehen.

Bund zahlt jetzt für Luftfilteranlagen an Schulen und Kitas

12.22 Uhr: Schulen und Kitas können nun beim Bund Fördermittel für den Einbau von festen Luftfilteranlagen beantragen. Seit Freitag können entsprechende Anträge gestellt werden, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mitteilte. Die Förderung ist allerdings begrenzt auf Räume und Einrichtungen für Kinder bis 12 Jahren, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen ist.

Anträge können direkt online beim Bafa gestellt werden, entweder durch die Träger der Einrichtungen oder durch Schulen, Kitas und Horte selbst. Es gibt maximal 500.000 Euro. Nicht gefördert werden mobile Luftfilter, Umbauten an Fenstern oder sogenannte Klappenlüftungen. Außerdem gibt es nur dann Geld, wenn nicht bereits Fördergelder von anderen Stellen, wie dem Land oder der EU fließen. Das Programm ist bis Ende des Jahres befristet.

Deutlich weniger Arbeitsunfälle gemeldet

12.03 Uhr: Die zeitweilige Schließung von Betrieben und Geschäften hat im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitsunfälle deutlich sinken lassen. Sie ging um 13 Prozent auf gut 760.000 zurück, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung am Dienstag in Berlin mitteilte. Es gab auch weniger Unfälle auf dem Weg zur Arbeit sowie zur Schule. 2019 waren noch knapp 1,2 Millionen Unfälle in Schulen gemeldet worden, 2020 war es knapp eine halbe Million weniger.

"Homeoffice, Homeschooling, eingeschränkte Mobilität - die Kennzahlen 2020 der gesetzlichen Unfallversicherung sind ein Abbild des Alltags während der Pandemie", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy. Ein Drittel häufiger wurden dagegen Berufskrankheiten angezeigt, rund 106.500 mal. Gut 30.000 davon standen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, die etwa bei Krankenhauspersonal als Berufskrankheit anerkannt werden kann.

"Epidemische Lage" in NRW wird nicht verlängert

12.00 Uhr: Der nordrhein-westfälische Landtag will die "epidemische Lage von landesweiter Tragweite" nicht noch einmal verlängern. Darauf haben sich nach dpa-Informationen am Dienstag die Regierungsfraktionen von CDU und FDP verständigt. Damit entfallen ab dem 19. Juni besondere Befugnisse der Regierung, wie die mögliche Beschlagnahme medizinischen Materials.

Digitaler Corona-Impfpass: Das kostet der Nachweis

11.56 Uhr: Seit Montag können digitale Impfzertifikate beantragt werden: Apotheken stellen elektronische Impfnachweise über einen vollen Corona-Impfschutz aus. Mit welchen Kosten die Geimpften rechnen müssen, lesen Sie hier: Impfpass in der App: Ist die digitale Version kostenlos?

Spahn: Schon fünf Millionen digitale Impfnachweise in Deutschland

11.40 Uhr: Nach dem Andrang auf das digitale Corona-Impfzertifikat wird nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn bereits an diesem Dienstag die Marke von fünf Millionen Exemplaren geknackt. Diese Zahl nannte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg, bei dem das europäische Zertifikat Thema sein sollte.

"Gerade jetzt auch zu Beginn des Sommers, der Reisezeit, (ist es) für viele Bürgerinnen und Bürger sehr, sehr wichtig, dass wir eine Einheitlichkeit haben, dass ein digitaler Impfpass, der in Deutschland oder Spanien oder Finnland ausgestellt wird, eben auch dann in allen europäischen Ländern genutzt werden kann und gültig ist", sagte Spahn.

Corona: Bund zahlt jetzt für Luftfilteranlagen an Schulen und Kitas

11.30 Uhr: Schulen und Kitas können nun beim Bund Fördermittel für den Einbau von festen Luftfilteranlagen beantragen. Seit Freitag können entsprechende Anträge gestellt werden, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mitteilte. Die Förderung ist allerdings begrenzt auf Räume und Einrichtungen für Kinder bis 12 Jahren, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen ist.

Anträge können direkt online beim Bafa gestellt werden, entweder durch die Träger der Einrichtungen oder durch Schulen, Kitas und Horte selbst. Es gibt maximal 500 000 Euro. Nicht gefördert werden mobile Luftfilter, Umbauten an Fenstern oder sogenannte Klappenlüftungen. Außerdem gibt es nur dann Geld, wenn nicht bereits Fördergelder von anderen Stellen, wie dem Land oder der EU fließen. Das Programm ist bis Ende des Jahres befristet.

Ab Mittwoch in Griechenland Impfung für alle ab 18

11.20 Uhr: Von Mittwoch an können sich in Griechenland alle Erwachsenen im Alter ab 18 Jahren impfen lassen. Die Impfpriorisierung nach Altersgruppen wird damit aufgehoben, wie das griechische Impfkomitee am Montagabend mitteilte. Zudem wurde der Einsatz des Impfstoffs Astrazeneca erneut eingeschränkt - er soll künftig nur noch Menschen über 60 verabreicht werden. Begründet wird die Entscheidung mit den niedrigen Fallzahlen in Griechenland. Den Impfexperten zufolge ist es für jüngere Menschen derzeit unwahrscheinlicher, sich mit Corona zu infizieren, als durch Astrazeneca ein lebensgefährliches Blutgerinnsel zu entwickeln.

22,3 Millionen Menschen mit vollem Impfschutz

10.53 Uhr: Immer mehr Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 22,3 Millionen Menschen haben den vollständigen Impfschutz, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Das sind 26,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 40,5 Millionen Menschen (48,7 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn veröffentlichte die neuen Daten auf Twitter.

Am Montag wurden 590.529 Millionen Impfdosen verabreicht. 407.728 davon führten zur vollständigen Impfung.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 54,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Auch das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die 50-Prozent-Marke geschafft, Mecklenburg-Vorpommern steht kurz davor. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,5 Prozent. Das Saarland zählt mit 31,9 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern mit vollständigem Impfschutz. Hessen ist hier mit 24,5 Prozent am Ende der Rangliste.

Tausende Studenten ohne Corona-Schutzmaßnahmen bei Absolventenfeier in Wuhan

10.22 Uhr: Masken runter und Doktorhüte auf: Anderthalb Jahre nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie in der chinesischen Stadt Wuhan haben mehr als 11.000 Studenten an einer riesigen Abschlussfeier teilgenommen. Die Absolventen saßen bei der Veranstaltung am Sonntag in marineblauen Roben dicht gedrängt nebeneinander, ohne Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Über ihnen hing ein Schild mit der Aufschrift "Wir wünschen euch allen eine großartige Zukunft".

China hat die Corona-Infektionen im Land weitgehend eingedämmt, dennoch gelten weiterhin zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, darunter strenge Grenzkontrollen und Vorschriften für Inlandsreisen. Am Dienstag registrierten die Gesundheitsbehörden 20 neue Corona-Fälle.

Länder wollen bundeseinheitliches Vorgehen bei Großveranstaltungen vorschlagen

10.10 Uhr: Angesichts sinkender Corona-Inzidenzen streben die Länder offenbar ein bundeseinheitliches Vorgehen bei Großveranstaltungen an. In der kommenden Woche solle es einen Vorschlag für eine gemeinsame Regelung geben, kündigte die niedersächsische Staatskanzlei am Dienstag in Hannover an. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich bereits in der vergangenen Woche für einheitliche Corona-Regeln bei Großveranstaltungen ausgesprochen.

Oft gehe es um ähnliche Veranstaltungen im gleichen Format, etwa bei der Fußballbundesliga oder Konzerttourneen, erklärte der Ministerpräsident. Er forderte unter anderem klare Hygienekonzepte "insbesondere mit der Gewährleistung von Abstand". Dann könne man sich auch wieder an größere Veranstaltungsformate herantasten.

Datenanalyse: Impfung verhindert Klinikaufenthalt bei Delta-Variante

9.57 Uhr: Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Dosen der Mittel von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca verhindert einer britischen Datenanalyse zufolge sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante des Coronavirus. Die Effektivität sei in etwa so hoch wie bei der zuvor dominierenden Alpha-Variante, teilte die Behörde Public Health England (PHE) mit.

Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung wurde bei den vollständig Geimpften jeweils um mehr als 90 Prozent verglichen mit dem von Ungeimpften verringert. Die Untersuchung bestätige, wie wichtig es sei, die zweite Impfung zu erhalten, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Vor allem beim Astrazeneca-Impfstoff fiel die Schutzwirkung nach der ersten Dosis der Auswertung zufolge noch merklich geringer aus.

Für die PHE-Studie wurden zwischen dem 12. April und dem 4. Juni insgesamt symptomatische 14.019 Infektionen mit der Delta-Variante in England berücksichtigt, von denen 166 in Krankenhäusern behandelt wurden. Zuvor hatte bereits eine im Fachjournal "Nature" veröffentlichte Studie ergeben, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2) gut schützt.

H&M steigert Umsatz deutlich - Corona-Belastungen lassen nach

9.47 Uhr: Die Geschäfte des Moderiesen Hennes & Mauritz (H&M) erholen sich dank immer weniger pandemiebedingter Einschränkungen und mehr geöffneter Geschäfte. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 46,5 Milliarden Kronen (4,6 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte. Die belastenden Effekte der starken schwedischen Krone herausgerechnet, betrug das Plus sogar 75 Prozent.

Die Umsatzentwicklung sei im Zeitraum März bis Mai aber weiter von der anhaltenden Pandemie beeinflusst worden, hieß es. Zu Beginn des zweiten Geschäftsquartals seien rund 1300 Filialen vorübergehend geschlossen gewesen. In Frankreich und Deutschland, die zu den größten Märkten des Bekleidungskonzerns gehören, seien die Filialen fast das ganze Quartal über zu gewesen. In den geöffneten Geschäften habe es Einschränkungen wie etwa bei den Öffnungszeiten, der Anzahl der Kunden und der Ladenfläche gegeben.

London: Neue Verschiebung von Corona-Öffnung nur im Ausnahmefall

9.27 Uhr: Die britische Regierung will das Ende aller Corona-Maßnahmen nur im Ausnahmefall erneut verschieben. "Es müsste eine beispiellose und bemerkenswerte Veränderung in der Entwicklung der Krankheit geben", sagte Staatsminister Michael Gove am Dienstag dem Sender Sky News.

Am Vorabend hatte Premierminister Boris Johnson angekündigt, die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Restriktionen wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante um vier Wochen bis zum 19. Juli zu verschieben.

Die Regierung will die kommenden Wochen nutzen, um noch mehr Tempo beim Impfprogramm zu machen. So sollen alle über 40-Jährigen spätestens in der Woche ab 19. Juli ihre für den vollen Schutz nötige zweite Dosis erhalten, alle über 18-Jährigen ihre erste. Seit Dienstag können sich 23- und 24-Jährige für eine Impfung anmelden.

Wissenschaftler haben die Verschiebung begrüßt. Viele konservative Politiker aus Johnsons Regierungspartei hingegen murren und drängen darauf, dass der 19. Juli wirklich der "Tag der Freiheit" sein müsse.

Anstieg der Geburtenrate steht im Zusammenhang mit Ende des ersten Lockdowns

8.54 Uhr: Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im März 2021 so hoch gewesen wie seit über 20 Jahren in diesem Monat nicht mehr. Insgesamt kamen 65.903 Kinder zur Welt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Mehr als 65.000 Geburten in einem März gab es demnach zuletzt 1998.

Im Vergleich zum März 2020 stieg die Zahl der Geburten 2021 um rund zehn Prozent. Bereits im Februar 2021 hatte sich eine Zunahme angedeutet. Diese verstärkte sich im März.

Laut den Statistikern steht der Anstieg in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Ende des ersten Lockdowns und dem Abflachen der ersten Welle ab Anfang Mai 2020. Während des ersten Lockdowns wurden demnach nicht mehr Kinder gezeugt als sonst. Im Januar 2021 lagen die Zahlen noch etwa auf Vorjahresniveau.

Auch in den meisten anderen europäischen Ländern zeigt der Geburtentrend im März 2021 nach oben. In besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern wie Spanien, Frankreich oder Belgien haben sich die zunächst deutlich rückläufigen Geburtenzahlen wieder stabilisiert.

Israel hebt Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf

8.29 Uhr: Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfizierten die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf. Ab Dienstag müssen etwa nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Masken tragen. Hintergrund ist das erhöhte Risiko der Patienten und Senioren, krank zu werden. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarantäne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen müssen weiter Masken tragen. Dies teilte das Gesundheitsministerium mit.

Umfrage: Mehrheit für Aufhebung der Maskenpflicht in Schulräumen

8.25 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Aufhebung der Maskenpflicht in Unterrichtsräumen an Schulen. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 59 Prozent dafür aus. 31 Prozent lehnen dies ab. 10 Prozent machten keine Angaben. Frauen befürworten eine Aufhebung mit 62 Prozent etwas stärker als Männer mit 56 Prozent.

Infektiologe: Keine Maskenpflicht draußen und für kleinere Kinder

7.50 Uhr: Die Maskenpflicht kann nach Ansicht des Bonner Infektiologen Peter Walger im Freien überall entfallen. Dagegen müsse es für Innenräume eine differenzierte Diskussion geben, etwa die Abhängigkeit von der Personenzahl, sagte der Experte von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Maske sei eine der effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen.

Mit Blick auf die Schulen hält Walger eine sofortige Beendigung der Maskenpflicht bei allen Kindern unter zehn Jahren für machbar. Bei älteren Kindern müsse man differenzierter schauen. Daten belegten, dass die Dominanz der Übertragung des Coronavirus auf Kinder eindeutig von Erwachsenen ausgehe. "Die Schule ist insgesamt ein relativ sicherer Ort für Kinder, sicherer als das private Milieu. Und dem sollten wir endlich Rechnung tragen", sagte der Infektiologe.

Generell müsse man aber wachsam bleiben, mahnte Walger. Den Sommer sollte man nutzen, die Erfahrungen der dritten Infektionswelle zu analysieren. Der Experte verwies auf die sich in Großbritannien ausbreitende Delta-Variante des Virus. Dort sei der Fehler gemacht worden, möglichst früh vielen Menschen eine Erstimpfung zu geben und die Zweitimpfung weit rauszuschieben. Das habe eine Lücke im Impfschutz verursacht. Diesen Fehler habe man im Deutschland aber nicht gemacht.

Forscherin von Virus-Labor in Wuhan weist Theorie über Laborunfall zurück

7.41 Uhr: Die renommierte Wissenschaftlerin vom Virus-Forschungslabor in Wuhan, Shi Zhengli, hat die Theorie eines Corona-Ausbruchs durch einen Laborunfall zurückgewiesen. "Wie um alles in der Welt kann ich Beweise für etwas vorlegen, für das es keine Beweise gibt?", sagte die chinesische Forscherin der "New York Times". Es sei ihr ein Rätsel, "wie die Welt so weit gekommen ist, einen unschuldigen Wissenschaftler ständig mit Dreck zu bewerfen".

Schon früh nach Beginn der Pandemie war die Theorie aufgetaucht, das Coronavirus könnte aus dem Labor in Wuhan entwichen sein, obwohl es dafür bisher keine Belege gibt. Der frühere US-Präsident Donald Trump und seine Anhänger bauschten dies zu einem Vorwurf gegen China auf, manche meinten sogar, das Virus sei womöglich absichtlich freigesetzt worden.

Trumps Nachfolger Joe Biden ordnete im Mai eine Untersuchung durch den US-Geheimdienst an. Die angekündigten Ermittlungen sowie Berichte, wonach drei Forscher des Instituts im Jahr 2019 nach dem Besuch einer Fledermaus-Höhle krank geworden seien, verschafften der Theorie neuen Aufwind.

Shi gilt als Expertin für Coronaviren bei Fledermäusen. Einige Wissenschaftler halten es für möglich, dass das Team in Wuhan bei Experimenten die Stärke eines solchen Virus künstlich erhöht haben könnte, um seine Auswirkungen auf Wirte besser zu untersuchen. Solche Versuche werden als Gain-of-Function-Experimente bezeichnet.

Laut "New York Times" veröffentlichten Shi und ihre Kollegen im Jahr 2017 einen Forschungsbericht, bei dem sie neue Fledermaus-Coronaviren schufen, indem sie Teile mehrerer Coronaviren zusammenbauten und aneinander anpassten - darunter mindestens eines, "das fast auf den Menschen übertragbar war".

In einer E-Mail an die Zeitung erklärte Shi jedoch, dass es sich bei ihren Experimenten nicht um Gain-of-Function-Versuche handle. Es sei nicht darum gegangen, ein Virus gefährlicher zu machen.

Hamburger Dom als erstes großes Volksfest wieder zugelassen

7.32 Uhr: Oktoberfest, Cannstatter Wasen, Düsseldorfer Rheinkirmes, Cranger Kirmes - auch 2021 wurden die meisten großen Volksfeste coronabedingt abgesagt. Anders der berühmte Hamburger Dom. Nach viermaliger Absage steht der Neustart mit dem Sommerdom 2021 im Juli und August an. Die Schausteller sind sehr erleichtert: "Da fällt ein Riesenstein vom Herzen, da geht die Sonne auf", sagte Sascha Belli vom Landesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg der Deutschen Presse-Agentur.

Vor wenigen Tagen hatte die zuständige Wirtschaftsbehörde offiziell grünes Licht gegeben. Belli zufolge ist es das erste große Volksfest, das in Deutschland offiziell zugelassen ist und aufgebaut wird. "Das ist auch ein Signal für andere Kommunen. Nach dem Motto: Wenn Hamburg sich das traut, dann machen wir das auch." Das sei besonders nach der Absage des Münchner Oktoberfestes ein starkes Zeichen der Hansestadt.

Nicht alle Schausteller, die wollen, werden einen Stellplatz für ihr Geschäft bekommen, denn coronabedingt werden nur 200 Geschäfte zugelassen - vor allem die beliebten Klassiker. Auf dem Sommerdom stehen sonst etwa 240 Betriebe.

In besten Zeiten hatten den Sommerdom Belli zufolge fast vier Millionen Menschen besucht. 2021 werden es deutlich weniger sein. Nur 10.000 genesene, geimpfte oder getestete Besucher dürfen mit vorab gebuchtem Zeitfenster gleichzeitig das Gelände betreten.

Pandemieforscher erwarten mäßiges Infektionsgeschehen im Sommer

6.13 Uhr: Für die kommenden Monate ist laut Pandemieforschern eine entspanntere Corona-Lage zu erwarten. "Für den aktuellen Sommer rechnen wir nach den aktuellen Daten ähnlich wie im letzten Jahr mit einem mäßigen Infektionsgeschehen", erklärte Jan Fuhrmann vom Forschungszentrum Jülich, der mögliche Pandemieverläufe berechnet. "Einerseits sind die mittlerweile vorherrschenden Virusvarianten ansteckender als im vergangenen Sommer, andererseits ist ein zunehmender Anteil potenziell infizierbarer Personen durch Impfung geschützt."

Kassenärzte fordern mehr Impfstoff

5.33 Uhr: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert von Bund und Ländern Schritte für steigendes Tempo beim Impfen und für eine Rückkehr zu mehr Freiheiten. Er erwarte entsprechende "klare Signale" von der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Mittwoch, sagte Gassen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Es müssen mehr Impfstoffe in die Praxen", sagte Gassen. "Solange Impfstoffe leider immer noch knapp sind, appelliere ich an die Patientinnen und Patienten, Geduld zu haben." Jeder werde geimpft werden, der geimpft werden möchte - aber nicht sofort und gleich alle auf einmal.

"Trotzdem ist schon jetzt klar: Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte machen aus dem Impffortschritt erst einen Impfturbo". sagte Gassen. In diesem Zusammenhang sei auch zu klären, wie lange es Sinn mache, die teuren Impfzentren noch aufrecht zu erhalten. "Die nächsten Wochen sollten wir zwar noch an allen Fronten impfen, aber es ist klar, dass wir die Impfzentren dauerhaft nicht brauchen werden."

Pflegebevollmächtigter warnt vor rascher Lockerung der Maskenpflicht in Pflegeheimen

4.17 Uhr: In der Debatte um eine Ende der Maskenpflicht warnt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, vor einer übereilten Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen in Betreuungseinrichtungen. "Wenn wir jetzt die Bremse ganz loslassen, kann es sein, dass wir wieder von der Straße in Richtung Normalität abkommen", sagte Westerfellhaus unserer Redaktion.

Westerfellhaus sagte zur Begründung, nicht alle Pflegekräfte, Bewohner und Besucher seien geimpft, "Lockerungen in Pflegeeinrichtungen wie etwa die Aufhebung der Maskenpflicht müssen daher mit Augenmaß erfolgen". Mit Blick auf die aktuelle Diskussionen über eine weitreichende Aufhebung der Corona-Auflagen erklärte er, trotz sinkender Fallzahlen "sollte der besonderen Situation in Pflegeeinrichtungen weiterhin unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit gelten".

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte anhaltende Vorsichtsmaßnahmen und zugleich bessere Bedingungen für Pflegebedürftige in den Einrichtungen. "Klar ist, dass der Infektionsschutz und die Freiheitsrechte von Heimbewohnern im Einklang miteinander stehen müssen", sagte Brysch unserer Redaktion. Er betonte: "Besuche, Zusammenkünfte und Feste für vollständig Geimpfte oder Getestete müssen bedingungslos möglich sein". Um den Schutz der Hochrisikogruppe weiter sicherzustellen, bleibe aber eine Testpflicht für ungeimpfte Mitarbeiter und Besucher unerlässlich, sagte Brysch.

Der Vizepräsident des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Stefan Werner, sagte, trotz rückläufiger Inzidenzen sei in den Pflegeeinrichtungen noch keine Rückkehr zum Normalzustand möglich. Die Einrichtungen sorgten aber dafür, dass Isolationen von Betreuten "so weit als möglich" vermieden und beispielsweise Mahlzeiten in den meisten Einrichtungen wieder gemeinsam eingenommen werden könnten.

1.01 Uhr: Rekordminus in gesetzlicher Krankenversicherung: Sozialverband fordert "Systemwechsel"

Angesichts des drohenden Rekord-Minus‘ in der gesetzlichen Krankenversicherung hat der Sozialverband VdK Deutschland einen "Systemwechsel" gefordert. "Die Studien-Ergebnisse sind ein Warnsignal, das die Politik endlich ernst nehmen muss", sagte VdK-Präsidenten Verena Bentele unserer Redaktion: "Wir brauchen jetzt einen Systemwechsel hin zu einer solidarischen Krankenversicherung, in die alle einzahlen. Nur so lässt sich auf Dauer ein weiterer Anstieg der Beitragssätze verhindern." Es sei geradezu "widersinnig, dass sich einem Solidarsystem ausgerechnet die Besserverdiener durch Wechsel zur privaten Krankenversicherung entziehen" könnten: "Damit überlassen sie es den Normal- und Geringverdienern, die gesetzliche Krankenversicherung zu tragen und die Strukturen der Gesundheitsversorgung von Krankenhäusern und Arztpraxen zu finanzieren."

Einer Untersuchung des Iges Instituts im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit zufolge droht der gesetzlichen Krankenversicherung bis 2025 ein Defizit von 27,3 Milliarden Euro. Für Versicherte könnte dies mittelfristig eine deutliche Beitragssteigerung bedeuten. Gründe für das drohende Milliarden-Defizit sind laut DAK die Bekämpfung der Corona-Pandemie, die Gesetzgebung der Bundesregierung, höhere Kosten aufgrund des medizinisch-technischen Fortschritts und die demografische Entwicklung.

Corona-News von Montag, 14. Juni: Großbritannien erlaubt trotz Variante 40.000 Zuschauer bei EM-Finale

22.53 Uhr: Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren großen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.

Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15 000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden. Die Großevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Großveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will.

WHO kritisiert Impfstoff-Spende der G7 als unzureichend

21.38 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zusagen der G7-Staaten für eine Verteilung von Corona-Impfstoffen an ärmere Länder als unzureichend kritisiert. Er befürworte die angekündigte Bereitstellung von einer Milliarde Impfdosen durch die G7, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Das ist eine große Hilfe, aber wir brauchen mehr und wir brauchen sie schneller." Derzeit komme das Virus "schneller voran als die weltweite Verteilung der Impfstoffe".

"Jeden Tag sterben mehr als 10.000 Menschen sterben", sagte der WHO-Chef. Die Menschen seien auf Impfstoffe angewiesen, "und sie brauchen sie jetzt und nicht nächstes Jahr". Während die Industriestaaten dank großangelegter Impfkampagnen allmählich wieder zur Normalität zurückkehren, sind die Vakzine in ärmeren Weltregionen noch Mangelware.

Indiens größte Touristenattraktion Taj Mahal öffnet am Mittwoch wieder

20.49 Uhr: Angesichts zurückgehender Corona-Infektionszahlen öffnet Indien die größte Touristen-Attraktion des Landes wieder: Das Taj Mahal, das zu den sieben Weltwundern gerechnet wird, soll ab Mittwoch wieder zugänglich sein, wie die Regierung am Montag mitteilte. Vor zwei Monaten war das Mausoleum wegen der Corona-Pandemie zum wiederholten Male geschlossen worden.

Die Zahl der Corona-Infektionen und -Todesfälle unter den rund 1,3 Milliarden Indern hatte im April und Mai Höchststände erreicht, die Regierung verhängte Ausgangssperren und andere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. In den vergangenen Wochen ging die Zahl der Infektionen spürbar zurück, so dass die Einschränkungen, auch in der Hauptstadt Neu Delhi, gelockert wurden.

Boris Johnson verlängert Corona-Maßnahmen für weitere vier Wochen

19.35 Uhr: Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden. Der britische Premierminister Boris Johnson verlängerte am Montag die noch geltenden Corona-Maßnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.

Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" soll damit um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden. Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet.

Nun werden lediglich die Regeln für Hochzeiten zu diesem Datum gelockert - dort sind nun auch wieder mehr als 30 Gäste erlaubt. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden. Sollte sich die Lage in England schnell verbessern, könnten Johnson zufolge nach zwei Wochen Änderungen erfolgen.

EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Corona-Reisebedingungen

19.14 Uhr: Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, Reisebeschränkungen koordiniert und schrittweise zu lockern. "Mit Beginn des Sommers wird den Bürgerinnen und Bürgern das Reisen erleichtert - mit nur begrenzten und verhältnismäßigen Reisebeschränkungen, wenn überhaupt", teilte EU-Justizkommissar Didier Reynders am Montag mit. So sei vorgesehen, dass vollständig Geimpfte und Genesene keinen Reisebeschränkungen unterliegen sollen. Zudem sei vorgesehen, dass Menschen aus Regionen mit wenigen Infektionen ebenfalls ohne Beschränkungen reisen können.

Derzeit ist nur Mecklenburg-Vorpommern als einziges Bundesland ein grünes Gebiet nach den Maßstäben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Von Reisenden aus orangen Gebieten könne ein Test verlangt werden, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Wer aus einem roten Gebiet kommt, für den könne Quarantänepflicht gelten. Die ECDC-Einteilung der Gebiete in die Farben Grün, Orange, Rot und Dunkelrot erfolgt anhand der Fallzahlen und der Positivrate von Tests.

Virologin Brinkmann: Nur draußen können wir auf die Masken verzichten

18.01 Uhr: Die Virologin Melanie Brinkmann hält angesichts des niedrigen Infektionsgeschehens ein Ende der Maskenpflicht im Freien für vertretbar. "Da die Verbreitung der Erreger über Aerosole draußen kaum ein Thema ist, könnten wir im Freien gut auf Masken verzichten", sagte die Forscherin des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung unserer Zeitung. Die Diskussion um ein generelles Aufheben der Maskenpflicht hält die Virologin allerdings für verfrüht. In Innenräumen, wo Abstände nicht eingehalten werden können, sei das Masketragen nach wie vor sinnvoll.

Kritik äußerte die Forscherin daran, dass in niedersächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt, Schüler im Unterricht keine Masken mehr tragen müssen. "Hier verstehe ich das Vorgehen Niedersachsens nicht. Es ist ein Stück zu früh", sagte Brinkmann. "Wir haben doch bald Sommerferien. Die paar Wochen hätten wir doch noch warten können."

Neue Studie zu Delta-Infektionen

17.45 Uhr: Eine Corona-Infektion mit der Delta-Variante verdoppelt im Vergleich zu Alpha das Risiko, ins Krankenhaus eingewiesen werden zu müssen. Das hat eine Studie schottischer Forscher herausgefunden, die am Montag im Fachblatt "The Lancet" veröffentlicht wurde.

Außerdem sollen die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech/Pfizer gegen Delta weniger wirksam sein. In Großbritannien breitet sich die Delta-Variante derzeit so aus, dass geplante Lockerungen wohl nicht umgesetzt werden können.

Rentnerin von falschen Medizinern um 10.000 Euro betrogen

16.54 Uhr: Eine 83 Jahre alte Frau aus Halstenbek im Kreis Pinneberg ist von Unbekannten um mehr als 10.000 Euro betrogen worden. Die Täter hätten sich am Telefon als Krankenhausmitarbeiter ausgegeben und behauptet, Sohn und Schwiegertochter der Rentnerin seien schwer an Corona erkrankt, teilte die Polizei am Montag mit. Für eine angeblich anstehende Behandlung müssten Medikamente für mehr als 30.000 Euro aus dem Ausland bestellt werden, behaupteten die Anrufer nach Polizeiangaben.

Die falschen Mediziner brachten die Rentnerin am Freitag dazu, mehr als 10.000 Euro von ihrem Bankkonto abzuheben und einem angeblichen Geldboten zu übergeben. Bei dem handelte es sich um einen zwischen 1,80 und 1,90 Meter großen Mann mit schwarzen gekräuselten Haaren. Der Mann sei mit einer schwarzen langen Hose und einer schwarzen Jacke bekleidet gewesen und habe akzentfreies Deutsch gesprochen, sagte ein Polizeisprecher.

Bundesregierung macht zusätzliche Millionen für Corona-Arzneien locker

15.19 Uhr: Das Förderprogramm der Bundesregierung für die Forschung an Medikamenten gegen das Coronavirus wird deutlich aufgestockt. Die Fördersumme von bislang bis zu 50 Millionen Euro wird um 40 Millionen Euro erhöht, damit weitere Vorhaben unterstützt werden können, wie das Bundesforschungsministerium am Montag mitteilte. Ziel sei es, dass "viele neu entwickelte und wirksame Arzneimittel gegen Covid-19 so schnell wie möglich bei den Patientinnen und Patienten zur Behandlung eingesetzt werden können", erklärte Ministerin Anja Karliczek (CDU).

Neben der Verfügbarkeit von Impfstoffen sei die erfolgreiche Entwicklung wirksamer Therapeutika "entscheidend, um die Corona-Pandemie langfristig bewältigen zu können", fügte Karliczek hinzu. "Selbst bei einer hohen Impfrate müssen wir leider damit rechnen, dass Menschen weiter an Covid-19 erkranken." Daher seien spezifische Medikamente nötig, "um Covid-19-Patientinnen und -Patienten bestmöglich behandeln zu können".

Söder fordert Aufklärung über Impfungen für italienische Hotel-Crew - und kritisiert Diskussion über Maskenpflicht

14.35 Uhr: Die Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland wirft weiter Fragen auf. Nun hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gegen "Impftourismus" ausgesprochen und Aufklärung verlangt. "Ich habe da große Bauchschmerzen, wenn so was stattfindet", sagte Söder am Montag in München.

100 Hotel-Mitarbeiter waren im Mai von Sardinien nach Bayern geflogen. Medienberichten zufolge wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage am Münchner Flughafen geimpft. Die Gruppe soll nach einem kurzen Aufenthalt wieder zurückgeflogen sein. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein. Woher die Impfdosen stammen, ist unklar.

Solche Fälle dürften sich nicht häufen, sagte Söder. "Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland." Genug Menschen warteten noch immer auf eine Impfung warten. "Das muss geklärt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert", sagte der Ministerpräsident.

Außerdem kritisierte Söder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD), die eine Debatte zur Aufhebung der Maskenpflicht in Gang gesetzt haben: "Ich wundere mich ein bisschen über die Bundesregierung", sagte er. Er könne nur zur Zurückhaltung raten. "Die Wahrheit ist: Neben dem Impfstoff ist die Maske das einzig bislang sehr wirksame Instrument."

Novavax-Impfstoff laut Studie 90 Prozent wirksam

13.50 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Novavax ist laut einer Studie 90 Prozent wirksam. Dies gab das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung bekannt. An der Studie waren demnach 29.960 Probandinnen und Probanden aus USA und Mexiko beteiligt. Das Unternehmen will nun unter anderem eine Zulassung in USA und Europa beantragen.

Bei dem Vakzin handelt es sich laut "Ärzteblatt" um einen proteinbasierten Impfstoff. Er beinhaltet das Spikeprotein, dessen Antigene zu einer Immunantwort führen sollen. Transport und Lagerung sind nicht so schwierig wie bei mRNA-Impfstoffen. Aus diesem Grund könnte das Mittel gut in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen.

Seehofer reist nicht zu Olympischen Spielen nach Japan

13.29 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) reist nicht zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Ein Sprecher seines Ministeriums begründete das am Montag in Berlin mit der Corona-Pandemie, in der die Reise ein "vermeidbares Risiko" sei. Der auch für den Sport zuständige Ressortchef Seehofer war mit einer Covid-19-Infektion für vier Wochen in häuslicher Quarantäne und ist nach Angaben seines Ministeriums seit Anfang vergangener Woche wieder in seinem Büro in Berlin. "Ihm geht's gut", sagte der Sprecher.

Die Infektionsschutz-Vorkehrungen der japanischen Behörden lobte der Sprecher. "Man versucht also wirklich, alles zu tun, damit es dort nicht zu einem Infektionsausbruch kommt." Dem Sportministerium sei wichtig gewesen, dass die Athletinnen und Athleten und ihre Teams frühzeitig vor den Spielen geimpft worden seien. Bestätigungen dafür lässt das Ministerium sich nicht vorlegen. "Wir gehen davon aus, dass das umgesetzt wird", betonte der Sprecher.

Corona-Lockerungen in Island – Maske nur noch bei Sitzveranstaltungen

13.20 Uhr: Die Menschen auf der Nordatlantik-Insel Island können sich auf weitere gelockerte Corona-Maßnahmen und eine weniger strikte Maskenpflicht einstellen. Ab Dienstag sind nach Angaben der Regierung in Reykjavik wieder Zusammenkünfte mit bis zu 300 Menschen erlaubt, Restaurants und Kneipen dürfen bis Mitternacht offen bleiben. Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Isländerinnen und Isländer dann nur noch bei Veranstaltungen tragen, bei denen sie sitzen, also zum Beispiel im Theater, bei Gottesdiensten und Sportveranstaltungen. Die Abstandsregel wird von zwei auf einen Meter verringert.

Handel: Maskenpflicht nicht zu früh abschaffen

13.11 Uhr: Der Handel hat zurückhaltend auf Forderungen nach einem Ende der Maskenpflicht reagiert. "Wir müssen jetzt alles vermeiden, was die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie gefährdet und möglicherweise in einen nächsten Lockdown führt", teilte der Handelsverband Deutschland am Montag mit. Lockerungen der vergangenen Wochen dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden, warnte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Kunden und Händler hätten sich an die Maskenpflicht gewöhnt. "Sie sollte erst abgeschafft werden, wenn die Experten aus Medizin und Politik das für verantwortbar halten."

Lauterbach über eigenen Urlaub: Wenn Familie vollständig geimpft ist

12.59 Uhr: Für SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kommt ein eigener Urlaub mit der Familie erst dann in Frage, wenn alle Beteiligten doppelt geimpft sind. "Bei uns wird es so sein, dass zu dem Zeitpunkt, wo wir fahren, die gesamte Familie vollständig geimpft ist", sagte Lauterbach dem Nachrichtensender Welt. "Wenn man vollständig geimpft in eine Region fährt, wo darüber hinaus die Inzidenz niedrig ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich selbst infiziert und dann die Infektion mit zurückbringt, sehr niedrig." Das sei vertretbar und das empfehle er auch anderen.

Seehofer nach Corona-Infektion wieder fit und im Büro

12.52 Uhr: Nach seiner Corona-Infektion und einer vierwöchigen häuslichen Quarantäne arbeitet Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wieder in Berlin. Seit der vergangenen Woche sei Seehofer wieder im Büro tätig, sagte sein Sprecher Steve Alter am Montag. "Ihm geht es gut", fasste er den Gesundheitszustand des Ministers zusammen. Nach Angaben seines Arztes habe Seehofer die Infektion überstanden. Alter hatte Seehofers Corona-Infektion am 10. Mai öffentlich gemacht. Der 71-Jährige selbst hatte im April mitgeteilt, dass er seine erste Impfung erhalten habe.

Umfrage: Mittelstand bereitet sich auf Post-Corona-Boom vor

12.46 Uhr: Deutschlands Mittelständler schütteln die Corona-Krise zunehmend ab und wollen neue Jobs schaffen. Die Firmen zeigten sich sogar offener für Neueinstellungen als vor der Pandemie, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Umfrage der DZ Bank und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unter 1000 Mittelständlern. Demnach plant inzwischen mehr als jedes vierte Unternehmen (knapp 27 Prozent), in den nächsten sechs Monaten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Im Herbst 2020 hatten lediglich 17 Prozent der Firmen solche Pläne. Nur noch 9 Prozent wollen etwa ein Jahr nach Beginn der Pandemie Jobs abbauen.

Der Mittelstand mache sich bereit für einen "Post-Corona-Boom", hieß es in der Studie. "Wir beobachten derzeit einen regelrechten Nachfrage-Boom aus dem In- und Ausland, der das Geschäft unserer Firmenkunden ankurbelt", erläuterte Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank. "Mit zusätzlichem Personal und erhöhten Investitionen stellen die Unternehmen jetzt die Weichen, um langfristig vom Aufschwung zu profitieren." 77 Prozent der Befragten wollen demnach in den nächsten sechs Monaten Geld für Zukunftsprojekte in die Hand nehmen. Das sei mehr als das Vorkrisenniveau.

Bundesregierung mahnt zu Vorsicht beim Lockern der Maskenpflicht

12.41 Uhr: In der Debatte um Lockerungen der Maskenpflicht angesichts sinkender Corona-Zahlen mahnt die Bundesregierung zur Vorsicht. Man sollte sie nicht zu schnell lockern, vor allem in Innenräumen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin. "Wir haben alle mehr davon, wenn wir uns noch ein wenig disziplinieren und vorsichtig sind." Es gelte im Blick zu behalten, dass es neue Virusvarianten gebe, die gefährlich werden könnten. Generell sei es zu begrüßen, dass die Neuinfektionen zurückgingen. Natürlich müssten "peu à peu" dann auch Schutzmaßnahmen aufgehoben werden, machte Fietz deutlich.

Online-Portal für Apothekensuche für digitalen Impfpass überlastet

12.16 Uhr: Die Online-Suche nach Apotheken, die den digitalen Impfnachweis ausstellen, war am Montagvormittag zeitweise nicht erreichbar. Das liege am großen Andrang auf "mein-apothekenmanager.de", sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Es werde sich aber kurzfristig einpendeln. Grundsätzlich sei das System erfolgreich gestartet. "Bereits in den ersten Morgenstunden wurden etliche tausend Zertifikate ausgestellt", so der Sprecher. Seit Montag können sich alle Menschen mit vollständigem Impfschutz ihren digitalen Impfnachweis in Apotheken abholen.

Laut ABDA sind bereits mehr als 13.000 der insgesamt knapp 19.000 Apotheken in Deutschland dafür gelistet. Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Experten warnen vor Abschaffung der Maskenpflicht

12.01 Uhr: Die generelle Aufhebung der Maskenpflicht in Deutschland wird heiß diskutiert - doch sie könnte nach Ansicht von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Wiederaufflammen der Pandemie nach sich ziehen. Sie mahnen zur Vorsicht.

"Wenn wir nach dem Wegfall der Testpflicht in vielen Situation nun auch noch die Maskenpflicht fallen lassen, sind wir im Grunde in einem ungestörten Leben wie vor der Pandemie", sagte Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Allerdings sei das Virus noch da, durch Mutationen zudem wesentlich infektiöser. "Warum soll die Pandemie dann nicht wiederkommen?"

Eva Grill, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, hält es vorerst für wichtig, zumindest drinnen weiterhin Maske zu tragen. "Masken sind ein einfacher und wirksamer Schutz, vor allem in Innenräumen", erklärt die Epidemiologin von der Ludwig-Maximilians-Universität in München. "Es geht hier auch um den Schutz vor ansteckenderen neuen Varianten des Virus."

Voller Impfschutz bei der Hälfte der Ü-60-Jährigen in Deutschland

11.48 Uhr: Bei ungefähr der Hälfte der Menschen über 60 Jahren liegt laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der volle Impfschutz gegen das Coronavirus vor. Über 80 Prozent dieser Gruppe hat mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, gab Spahn am Montag via Twitter bekannt.

Fast die Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung hat inzwischen die Erstimpdunf hinter sich:48,4 Prozent (40,2 Millionen Menschen) haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10.20 Uhr) hervorgeht. Vollständigen Impfschutz haben nun 26,2 Prozent (21,8 Millionen Menschen). Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,7 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht. Am Wochenende kamen über 622.000 hinzu. Am Samstag waren es 391.072 Dosen, am Sonntag 231.211.

Kassenärzte: Spahn verlangt "Unmögliches"

11.33 Uhr: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für schärfere Kontrollen von Coronatest-Anbietern abgelehnt. Ein entsprechender Referentenentwurf verlange von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) "Unmögliches", so eine KBV-Stellungnahme, auf die die KBV am Montag auf Twitter hinwies. Es sei unmöglich, die Abrechnungen tausender Teststellen rasch zu überprüfen und die Gelder zeitnah auszuzahlen. Der Entwurf für eine geänderte Testverordnung war vergangene Woche in die Abstimmung zwischen den Bundesministerien gegangen. Er sieht vor, dass die KVen "die Rechtmäßigkeit und Plausibilität der Abrechnungen" prüfen sollen.

Die KBV stört sich vor allem an der vorgesehenen Prüfung auf Rechtmäßigkeit. "Hiermit würde sich der Vorstand einer jeden Kassenärztlichen Vereinigung einem erheblichen Haftungsrisiko aussetzen." Er könnte im Fall rechtswidriger Auszahlungen haftbar gemacht werden. Eine Bestätigung der Rechtmäßigkeit würde sehr lange dauern - die zeitnahe Auszahlung von Geldern "wird daher mit der neuen Testverordnung nicht fortgeführt werden können". Mit der neuen Verordnung sollen Betreiber von Teststellen zudem weniger für die Tests abrechnen können. Geändert werden soll die Testverordnung wegen Verdachts auf Betrug von Testbetreibern.

Mutter soll Sohn im Lockdown misshandelt haben

11.01 Uhr: Eine Mutter soll ihren kleinen Sohn im Corona-Lockdown so schwer misshandelt haben, dass Lebensgefahr für den Siebenjährigen drohte: Seit Montag muss sich die 60-Jährige vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Nach Verlesung der Anklage führte die Strafkammer auf Anregung der Verteidigung zunächst ein Rechtsgespräch. Der Frau wird Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Hintergrund sollen Überforderung und Ärger gewesen sein

Polizisten entdeckten den abgemagerten Jungen im Juni 2020 versteckt in der Wohnung der Alleinerziehenden in Sarstedt (Niedersachsen), nachdem sie ihn am ersten Schultag nach dem Lockdown krankgemeldet hatte. Der Erstklässler wog nur noch 13,8 Kilogramm. Sie soll ihn auch mit einer Thermoskanne mehrfach auf den Kopf geschlagen haben. Die Familie war zuvor schon vom Jugendamt betreut worden. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass die Angeklagte ihren heute erwachsenen älteren Sohn zwischen 2004 und 2007 ebenfalls misshandelt haben soll.

Während der Verlesung der Anklage verbarg die schlanke Frau ihre Augen hinter ihrer linken Hand und schüttelte manchmal den gesenkten Kopf. Die gebürtige Hannoveranerin bezieht nach eigener Aussage derzeit Hartz IV und hat einige Nebenjobs im Haushalt.

Corona-Zahlen in Indien gehen weiter zurück

10.56 Uhr: In Indien gehen die Corona-Zahlen weiter zurück. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem südasiatischen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern etwa 70.000 neue Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet, die niedrigste Zahl seit Anfang April. Wie das Gesundheitsministerium am Montag in der Hauptstadt Neu Delhi weiter mitteilte, wurden zudem 3921 neue Todesfälle registriert.

Apothekerverband bittet um Geduld bei Ausstellung des digitalen Impfnachweises

10.45 Uhr: Zum Start der Ausstellung von digitalen Corona-Impfausweisen in den Apotheken bittet Verbandschef Thomas Dittrich die Bürgerinnen und Bürger um etwas Geduld. "Die Apotheken müssen sich an diesen neuen Ablauf gewöhnen, die müssen diese Sachen umsetzen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Dittrich, am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Insofern ist es wirklich hilfreich, wenn nicht alle sofort heute oder morgen kommen, sondern über die Zeit verteilt."

"Es werden alle, die einen digitalen Impfnachweis haben wollen, diesen auch bekommen", versicherte Dittrich zugleich. Die Apotheken hätten zwar "relativ wenig Zeit" für die Umsetzung gehabt, "wir haben es aber geschafft". Am Sonntagabend seien noch letzte Tests vorgenommen worden - "das Ganze funktioniert".

Kubicki sieht keine gesetzliche Grundlage mehr für Maskenpflicht

10.29 Uhr: FDP-Vize Wolfgang Kubicki sieht angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Infektionswerte keine juristischen Voraussetzungen mehr für eine Maskenpflicht. "Wer die längerfristige Aufrechterhaltung der allgemeinen Maskenpflicht möchte - egal, ob in Innenräumen oder im Freien - muss dafür die gesetzliche Grundlage schaffen. Die gibt es bei einer dauerhaften Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 nicht", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Kritik des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, der Hinweis auf die geltende Rechtslage sei Wahlkampf mit der Gesundheit der Bürger, wies Kubicki als "wirklich sehr traurig" zurück. Lauterbach habe das Infektionsschutzgesetz, das er selbst mit auf den Weg gebracht habe, nicht verstanden. "Wir leben in einem Rechtsstaat. Auch Karl Lauterbach muss das akzeptieren. Sein Wille ist nicht Gesetz."

Weil mahnt zur Vorsicht in Lockerungsdebatte um Maskenpflicht

10.11 Uhr: In der Debatte um ein mögliches Ende der Maskenpflicht hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zur Vorsicht gemahnt. "Wir sollten nicht den Eindruck vermitteln, die Pandemie sei vorbei", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeine Zeitung". Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie hatte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht am Sonntag die Länder aufgefordert, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen.

Weil zeigte sich offen für Lockerungen im Freien. "Gleichzeitig müssen wir vorsichtig bleiben, das Virus ist weiterhin auch in Deutschland präsent und wir wissen nicht, was in den nächsten Wochen noch für Herausforderungen auf uns zukommen", sagte der Regierungschef dem Blatt. Skeptischer sieht Weil Lockerungen in geschlossenen Räumen und vor allem im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). "Dort dürfte eine Aufhebung der Maskenpflicht als letztes in Betracht kommen", betonte Weil "NDR Niedersachsen".

Til Schweiger: "Querdenken"-Journalist ist "mein Held"

10 Uhr: Im März 2020 regte sich Til Schweiger noch in einem darüber auf, dass die Menschen im Park nicht auf den Mindestabstand achten würden. Jetz hat der Schauspiel offenbar einen neuen Freund: Boris Reitschuster, Journalist aus dem "Querdenken"-Umfeld. Dafür erntet der Filmstar viel Spott. Lesen Sie dazu: "Mein Held": Til Schweiger posiert mit "Querdenken"-Autor

Lehrerverband gegen Ende der Maskenpflicht an Schulen

9.44 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin, er rate insbesondere während des Unterrichts zu "größtmöglicher Vorsicht". "Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden." Maskenpflicht und auch regelmäßige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben. Wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen wird in Deutschland verstärkt über die Maskenpflicht diskutiert, insbesondere auch an Schulen.

Meidinger sagte, alle freuten sich sehr über die fallenden Inzidenzen und die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Es gebe aber noch immer erhöhte Infektionszahlen in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen, die bisher kaum geimpft seien. "Auch rund 50 Prozent aller Lehrkräfte verfügen noch nicht über einen vollständigen Impfschutz." Zudem sei die Gefahr einer vierten Welle wegen der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus auch für Deutschland nicht völlig auszuschließen. "Es ist zwar richtig, dass Masken eine Belastung für die Betroffenen sind, sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler, aber in der Gesamtabwägung warnen wir vor einer vorschnellen Abschaffung", sagte der Präsident des Lehrerverbands.

Berichte: London will Corona-Maßnahmen wegen Variante verlängern

9.24 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Maßnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern. Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet. Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

Impftourismus am Münchner Flughafen: War Bundesregierung involviert?

8.30 Uhr: Schwere Vorwürfe gegen die deutsche Bundesregierung: Der Arzt Udo Beckenbauer, der Angestellte eines sardischen Luxusresorts am Flughafen München impfte, behauptet, die Anweisung von der deutschen Regierung erhalten zu haben. Im TV-Interview mit dem italienischen Fernsehsender Rai sagt er: "Die Sache mit dem Forte Village kommt von der Regierung. die deutsche Regierung hat versucht, denen zu helfen. [...] Weil sie dort Urlaub machen." Auf "Spiegel"-Anfrage äußerten sich weder Beckenbauer noch dessen Anwälte weiter zu der Impfaktion.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums teilte dem Berichterstatter auf Anfrage mit: "Nach der Rechtslage können nur Personen entweder mit Wohnsitz oder mit Arbeitsstätte in Deutschland geimpft werden. Beides trifft auf die Beschäftigten eines italienischen Hotels nicht zu. Damit verstößt diese Aktion gegen geltendes Recht und muss von den zuständigen Behörden vor Ort aufgeklärt werden. Insbesondere, woher der Impfstoff stammt, ist zu klären." In München erklärte das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege dem italienischen Sender: "Das Gesundheitsministerium hat dafür keine Genehmigung erteilt."

Ausbreitung des Coronavirus: St. Petersburg beschränkt Massenevents

8.15 Uhr: Die örtlichen Behörden in St. Petersburg haben aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie Massenevents mit über 3000 Menschen verboten. Dies teilte die Stadtverwaltung am Montag nach dem ersten Wochenende der Fußball-EM mit. In der nördlichsten Millionenstadt der Welt war am Wochenende an der Blutskirche das große Public Viewing gestartet, wo tausende Menschen das Russland-Spiel gegen Belgien verfolgten. Zu große Ansammlungen sollen nun zunächst ausbleiben. Ab Donnerstag soll in den öffentlichen Fanzonen zudem kein Catering oder Essensverkauf mehr stattfinden, Ausnahme sind Getränke.

Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies: Juristische Aufarbeitung läuft

7.35 Uhr: Ein Jahr nach dem massenhaften Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück ist die juristische Aufarbeitung noch nicht abgeschlossen. Ob das Tönnies-Management sich strafrechtlich verantworten muss, prüft derzeit noch die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Nach Angaben eines Sprechers sind die Ermittlung noch nicht abgeschlossen. Im Raum steht der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

Ob die wochenlange Schließung des Werks rechtlich zulässig war, soll das Verwaltungsgericht Minden klären. Zuletzt hatte Tönnies dort nach Angaben einer Sprecherin weitere Akteneinsicht in Verwaltungsvorgänge gefordert, um die Klage begründen zu können. Zahlreiche Firmen streiten sich mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium. Das hatte angeordnet, dass die Erstattung von Verdienstausfall bei Werkschließungen wegen Corona abgelehnt wird. Laut Infektionsschutzgesetz können Betriebe Entschädigungen beantragen, wenn die Unternehmen durch die Behörden geschlossen wurden. Daraufhin ist in den vergangenen Wochen bei den Verwaltungsgerichten eine Klagewelle angekommen.

Studie: Viele Kunden wollen Artikel im Laden begutachten

6.35 Uhr: Für eine Mehrzahl der Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es gute Gründe, mit dem Abflauen der Corona-Pandemie wieder im Ladengeschäft einzukaufen und nicht nur online. Das zeigt eine internationale Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov, die am Montag in Köln veröffentlicht wurde. Demnach gaben 62 Prozent aller Befragten an, dass die tatsächliche Begutachtung von Produkten ein wichtiger Grund für den Einkauf in einem Laden sei. In Deutschland sagten dies 63 Prozent. Yougov hatte mehr als 19.000 Personen in 17 Ländern Europas, Asiens und Amerikas im Januar und Februar dieses Jahres befragt.

US-Richterin schmettert Klage von Krankenhauspersonal gegen Arbeitgeber ab

6.20 Uhr: Eine US-Richterin hat eine Klage von mehr als hundert Angestellten eines der größten Krankenhäuser des Bundesstaates Texas gegen eine faktische Impfpflicht an ihrem Arbeitsplatz abgeschmettert. "Eine Covid-19-Impfung ist keine illegale Handlung und wird nicht strafrechtlich geahndet", erklärte Bundesrichterin Lynn Hughes am Samstag (Ortszeit). Hughes rügte zudem die Initiatorin des Protests, die Pflegerin Jennifer Bridges, für die Aussage, dass die Drohung mit Entlassung bei einer Impfverweigerung wie "medizinische Zwangsexperimente während des Holocausts" sei."Die Gleichsetzung der Impfpflicht mit medizinischen Experimenten in Konzentrationslagern ist verwerflich," erklärte die Richterin.

Ein Jahr Corona-Warn-App: Vertrauen der Bevölkerung steigt

6.15 Uhr: Ein Jahr nach der Vorstellung der offiziellen Corona-Warn-App können sich immer mehr Menschen in Deutschland vorstellen, der Anwendung auch ein positives Testergebnis anzuvertrauen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 72 Prozent derjenigen, die die App installiert haben oder dies planen, würden ein positives Ergebnis in der App teilen. Im Januar 2021 waren es nur 62 Prozent. 33 Prozent hatten zum Jahresbeginn eingeräumt, andere App-Anwender im Falle einer eigenen Infektion trotz der durch die App gesicherten Anonymität nicht warnen zu wollen. Dieser Anteil sank nun auf nur noch 22 Prozent.

Eine Mehrheit derjenigen, die ein positives Ergebnis nicht teilen würden, sorgt sich, dass die eigenen Daten nicht anonym sind (79 Prozent). 35 Prozent aus dieser Gruppe wollen grundsätzlich keine Gesundheitsdaten teilen. Fünf Prozent sehen sich technisch außerstande.

Berater: Corona für Nachwuchs und deutschen Fußball "große Gefahr"

6.10 Uhr: Der Spielerberater Dirk Hebel hat vor gravierenden Folgen der Corona-Pandemie für kommende Fußballer-Generationen gewarnt. "Dieses Problem ist in Deutschland größer als in anderen europäischen Ländern, in denen der Nachwuchs weniger eingeschränkt wurde, während bei uns die Junioren-Bundesliga seit der Pandemie quasi ruht und auch der Trainingsbetrieb eingestellt wurde"2, sagte der 48-Jährige dem "Kicker" (Montag). "Die Kinder und Jugendlichen sind die ganz großen Verlierer der Pandemie", sagte er.

Die Generationen der U18 und U19 seien nicht so stark wie frühere Jahrgänge im Nachwuchsfußball. "Die Spieler, die danach kommen, werden, wie gesagt, vernachlässigt. Wenn wir nicht handeln, kommt da auch nichts. Und was machen wir dann? Das ist für den deutschen Fußball eine richtig große Gefahr", sagte Hebel

Debatte über Erhalt der Impfzentren

6.00 Uhr: Vor den Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch rückt die Debatte über die Zukunft der Impfzentren in den Fokus. "Impfzentren sind sehr teuer", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Eine Impfung dort sei siebenmal teurer als beim Hausarzt. Die Impfzentren seien geschaffen worden, um die Hausärzte von der Bürokratie - etwa der Priorisierung - zu entlasten und eine gerechte Verteilung des knappen Impfstoffs zu gewährleisten, sagte Montgomery. Wenn es genug Impfstoff gebe und die Bürokratie wegfalle, könnten in den meisten Regionen die niedergelassenen Haus- und Fachärzte die Impfungen "hervorragend übernehmen". Alles stehe und falle mit ausreichenden Impfstoffmengen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach widersprach in derselben Zeitung. Deutschland könne sehr schnell wieder auf die Einrichtungen angewiesen sein. "Impfzentren sind auch eine Anlaufstelle für alle, die keinen Hausarzt haben", argumentierte Lauterbach. Und sie seien eine sehr wichtige Säule, um eventuelle Nachimpfungen im Herbst zu bewältigen. Für den längerfristigen Betrieb der Impfzentren hatte am Wochenende auch der Deutsche Städtetag geworben. Laut Robert Koch-Institut wurden bisher etwa zwei Drittel aller Impfungen in den Zentren vorgenommen, ein Drittel in Arztpraxen.

Gesundheitsminister Spahn für Ende der Maskenpflicht

1.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Ende der Maskenpflicht ausgesprochen: "Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: in einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen entfallen", sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. "In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote nach und nach auch drinnen." Das Tragen von Masken sei aber auch ohne Pflicht weiter zu empfehlen, so Spahn, etwa bei Reisen oder Treffen in Innenräumen. Mehr Sicherheit gebe es nur, wenn alle Anwesenden geimpft oder regelmäßig getestet seien.

Von diesem Montag an fällt in Dänemark die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen weg. Auch in Deutschland mehren sich die Stimmen, die Lockerungen in diesem Bereich verlangen.

Corona-News von Sonntag, 13. Juni: Mehrere Politiker für Lockerungen oder Ende der Maskenpflicht

  • In der aufflammenden Diskussion über ein Ende der Maskenpflicht hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zur Vorsicht gemahnt. Richtig sei, dass die Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen immer wieder überprüft werden müsse, sagte Dobrindt am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Hier müsse man auch zwischen drinnen und draußen unterscheiden.
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung. Dies geschehe bis Juni 2022 sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das internationale Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens im englischen Carbis Bay.
  • Die großen Industrienationen (G7) wollen bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus nicht locker lassen. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels im englischen Carbis Bay wurde am Sonntag eine "zeitnahe, transparente, von Experten geführte und wissenschaftlich basierte Studie" gefordert. Die Ermittlungen sollen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zweite Phase der ersten Ermittlungen im Januar und Februar in China organisiert werden.
  • In die Debatte um die Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht in Deutschland angesichts sinkender Corona-Zahlen hat sich jetzt auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eingeschaltet. Er warnte auf Twitter davor, mit dem Thema Wahlkampf zu betreiben. "Ein kompletter Verzicht auf die Maskenpflicht kurz vor der Impfung von Millionen ist nur eines: Wahlkampf mit der Gesundheit der Bürger."
  • Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, hat einen Corona-Ausgleich für jüngere Menschen empfohlen. Sie sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass sich die junge Generation lange solidarisch verhalten habe.
  • Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt.
  • Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß.
  • Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die Länder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen.
  • Auf Mallorca und den andern Balearen-Inseln sollen Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale gegen Mitte Juli wieder öffnen.

Corona-News von Samstag, 12. Juni: Verdacht auf Impfpass-Fälschung – Ermittlungen gegen Ärztin in Berlin

  • Die Berliner Polizei ermittelt wegen Betrugsverdachts gegen eine Ärztin des Impfzentrums in Treptow. Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums soll die 43-Jährige am Mittwoch dabei beobachtet haben, wie diese mutmaßlich Blanko-Impfausweise fälschte, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Die Ärztin wurde demnach in dem Zentrum in der Arena angetroffen und befragt. Das Landeskriminalamt ermittelt.
  • Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen.
  • Frankreich hat am Samstag die symbolisch bedeutsame Schwelle von 30 Millionen Menschen mit mindestens einer Corona-Impfung überschritten. "Ziel erreicht! Danke an alle, die für die Impfungen mobil machen", erklärte Premierminister Jean Castex im Onlinedienst Twitter.
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel ärmeren Ländern bis Ende nächsten Jahres mit 2,3 Milliarden Impfdosen helfen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay.
  • Wegen des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen hat Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin eine arbeitsfreie Woche angeordnet. In der vergangenen Woche habe sich die Corona-Lage "deutlich verschlechtert", teilte Sobjanin am Samstag auf seiner Website mit. Binnen 24 Stunden verzeichneten die Behörden in der russischen Hauptstadt 6701 Neuinfektionen, das ist der höchste Stand seit Dezember.
  • Nach einer Panne in einem Impfstoff-Werk in den USA muss Deutschland auf einen Großteil der vom Hersteller Johnson & Johnson zugesagten Lieferungen vorerst verzichten. Das Pharmaunternehmen werde im zweiten Quartal nach neuestem Stand etwa 6,5 Millionen Impfdosen weniger liefern als geplant, teilte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums am Samstag auf AFP-Anfrage mit.
  • In mehreren Berliner Parks haben große Partys in der Nacht zum Samstag die Polizei auf den Plan gerufen. Anwohner waren gegen Mitternacht vom Lärm genervt. Auch wegen Verstößen gegen die Hygieneauflagen in der Pandemie räumte die Polizei einige Grünanlagen, teilte die Behörde am Samstag mit. Dabei kam es mitunter zu Randale.
  • Die Zahl der Corona-Infektionen in Afrika hat am Samstag die Schwelle von fünf Millionen überschritten. Bis zum frühen Nachmittag wurden laut einer auf Angaben staatlicher Stellen in 54 Ländern beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP 5.008.656 Ansteckungen registriert.
  • Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der für den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen in England erkennen lassen. Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News: "Ja, das ist sicherlich angemessen." Die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter übertragen.
  • Endlich wieder zusammen feiern: Mit dem Pilotprojekt "Open Air" soll an diesem Sonntag im Berliner Club Revier Südost getestet werden, wie in der Corona-Pandemie sicher unter freiem Himmel getanzt werden kann.
  • Mit einem "offenen Impftag" für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert.
  • In zahlreichen Corona-Impfstellen in Thüringen ist am Samstag eine Sonderimpfaktion mit dem Wirkstoff von Astrazeneca angelaufen. Wegen der hohen Nachfrage seien zusätzlich zu den zunächst rund 6000 Impfterminen noch weitere freigeschaltet worden, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs bei der Kassenärztlichen Vereinigung, am Samstag.
  • Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192 000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602 550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794 550 Dosen zusammenkommen.
  • Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. "Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl", sagte Kubicki auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt. "Das war die Ankündigung eines Untersuchungsausschusses", erklärte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage.
  • An einer Kunsthochschule in Straßburg sind mehrere Fälle der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante Delta entdeckt worden. Die regionale Gesundheitsbehörde erließ am Samstag eine Reihe von Notfallmaßnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute école des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zunächst in Indien bekannt wurde.
  • Mit einer ersten Arbeitssitzung sind die G7-Staats- und Regierungschefs in den zweiten Tag ihres Gipfeltreffens in England gestartet. Am Samstag geht es unter anderem um Widerstandsfähigkeit - Resilienz - gegen Krisen wie Pandemien oder den Klimawandel.
  • Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut (RKI) gaben die Impfquote am Samstag mit 25,7 Prozent an. Dabei sind alle Impfungen bis einschließlich Freitag berücksichtigt.
  • Eine Open-Air-Party in Köln mit rund 1000 Teilnehmern ist in der Nacht zu Samstag aufgelöst worden. Dabei sind zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt worden, alle drei seien jedoch dienstfähig geblieben, berichtete ein Polizeisprecher. Mehr dazu lesen Sie .
  • Die Corona-Impfzentren sollten aus Sicht des Deutschen Städtetags längerfristig weiter betrieben werden. "Bei dem zu erwartenden Andrang sind die Impfzentren mit ihren großen Kapazitäten, etwa in Messehallen, zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Passauer Neuen Presse" mit Blick auf steigende Impfstofflieferungen.
  • Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko für ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal "Nature Medicine" vorgestellt werden. Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-Jährige positiv auf Corona getestet - im Mittel halbierte sich der Anteil positiv Getesteter in der noch ungeimpften Bevölkerung mit jedem Anstieg um 20 Prozentpunkte beim Anteil Geimpfter.
  • Der Hamburger Flughafen erwartet für den Sommer 60 bis 70 Prozent des Reiseverkehrs im Vergleich zu 2019. Die Fluggesellschaften reagierten sehr kurzfristig auf das Buchungsverhalten, sagte eine Sprecherin des Helmut-Schmidt-Flughafens. Als zu Ostern Mallorca wieder Tourismus erlaubt habe, hätten die Menschen sofort Flüge gebucht.
  • Fußballspiele in der Ersten Bundesliga mit Zuschauern im Stadion haben laut einer Studie zu nachweislich höheren Corona-Infektionszahlen geführt. Nach den ersten beiden Spieltagen der Saison im September und Oktober 2020 seien die Ansteckungszahlen statistisch signifikant angestiegen, zitiert die "Rheinische Post" aus einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung.
  • Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Eine Empfehlung an Parteifreunde, dies ebenso zu tun, will der 59-Jährige aber nicht aussprechen. Er habe sich "nach reiflicher Abwägung" entschlossen, sich mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen zu lassen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Seine erste Impfung liege noch nicht lange zurück.
  • Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vor einem weltweiten Anstieg der Ausbeutung von Kindern gewarnt. "Die steigenden Zahlen bei der Kinderarbeit sind alarmierend. Wir können es nicht einfach so hinnehmen, dass 160 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten müssen", sagte der Minister unserer Redaktion.
  • Nach den Worten von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer müssen die Kunden zurzeit länger als zwei Monate auf einen Handwerker warten. "Im Bau und Ausbau sind es durchschnittlich 8,8 Wochen", sagte er unserer Redaktion. Als einen Grund nannte er die Unterbrechung der Lieferketten in der Pandemie. "Baumaterialien sind knapp und die Materialpreise haben sich exorbitant erhöht", sagte Wollseifer. "Es fehlt an Holz, Metall, Kunststoff, Chips - praktisch an allem, was man für den Hausbau braucht."

Corona-News von Freitag, 11. Juni: Heil wirft Teilen der Union im Maskenstreit Ablenkungsmanöver vor

  • Im Koalitionsstreit um möglicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Teilen der Union ein Ablenkungsmanöver vorgeworfen. "Man muss aufpassen, dass eine Sachdebatte nicht vernebelt wird. Und ich erlebe schon, dass einige auf Unionsseite versuchen, das Ganze zu einer rein parteipolitischen Auseinandersetzung zu erklären, um nicht über die Sache sprechen zu müssen", sagte Heil dem "Spiegel".
  • UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Ankündigung von Impfspenden der G7 begrüßt, aber deutlich mehr Einsatz angemahnt. Die Gruppe sieben wirtschaftsstarker Demokratien hatte angekündigt, mindestens eine Milliarde Dosen zu spenden. "Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das", sagte Guterres am Freitag am Rande des G7-Gipfels vor Journalisten.
  • Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den in einer umstrittenen Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zunächst nur teilweise freigegeben. Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA am Freitag mit.
  • Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin hat sich wegen der vielen Corona-Infektionsfälle in seiner Stadt besorgt gezeigt. "Ziemlich viele Moskauer befinden sich auf Intensivstationen und werden künstlich beatmet", sagte Sobjanin am Freitag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. "Die Gefahr ist real", betonte er.
  • EU-Vertreter haben zum Auftakt des G7-Gipfels betont, dass sich die Europäer im Gegensatz zu anderen G7-Staaten bereits seit Monaten stark für Corona-Impfstofflieferungen in ärmere Länder engagieren. Die EU sei die "Apotheke der Welt" und werde bis Jahresende mindestens 100 Millionen Impfstoff-Dosen spenden, hieß es am Freitagnachmittag nach einem Koordinierungstreffen der europäischen Gipfelteilnehmer von Diplomaten. Der Impfinitiative Covax stelle man 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung.
  • Italien lockert in vielen Landesteilen weiter die Corona-Beschränkungen. Ab kommender Woche sollen weitere Regionen in die sogenannte Weiße Zone mit den lockersten Corona-Regeln fallen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom sagte. Dazu gehören ihm zufolge unter anderem die norditalienischen Regionen Emilia-Romagna und Piemont, die Lombardei mit der Metropole Mailand, die Autonome Provinz Trient, Latium mit der Hauptstadt Rom und Apulien.
  • Rund ein Viertel der 20,75 Millionen vom Bund gelieferten Corona-Masken ist durch die Qualitätsprüfung in Hessen gefallen. Das teilte das Innenministerium in Wiesbaden am Freitag auf Anfrage mit. Das entspricht rund 5 Millionen Masken. Knapp 8,9 Millionen Masken hätten den Test bestanden, rund 7 Millionen Masken seien noch ungeprüft. Die Zahlen umfassen sowohl Mund-Nasen-Schutzmasken als auch medizinische Atemschutzmasken.
  • Die Internationale Handelskammer (ICC) hat die bisherigen Impstoffspendenpläne der G7-Länder als unzureichend kritisiert und vor Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt. Wenn die G7 bei den Impfstoffspenden nicht deutlich zulegten, setzten sie ihre eigenen Bürger Gefahren aus, etwa, weil sich neue, gefährlichere Virusvarianten entwickeln und neue Corona-Ausbrüche die Lieferketten unterbrechen könnten, teilte der Verband mit Sitz in Paris am Freitag mit. Er vertritt 45 Millionen Unternehmen weltweit.
  • Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Zahl der freien Intensivbetten sei während der Corona-Pandemie falsch angegeben worden. "Krankenhäuser haben die Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert, diesen Verdacht äußert auch der Bundesrechnungshof nicht. Intensivbettenzahlen zu manipulieren ist auch gar nicht möglich, da die Ausgleichszahlungen an Bedingungen geknüpft sind, die die Krankenhäuser nicht beeinflussen können", sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post"(Samstag).
  • Zum Auftakt des G7-Gipfels hat der britische Premierminister Boris Johnson die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen. "Dieses Treffen muss unbedingt stattfinden", sagte Johnson vor Beginn der ersten Arbeitsgespräche im südwestenglischen Badeort Carbis Bay. Die Staats- und Regierungschefs müssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder ansprängen, sagte der Regierungschef.
  • Der Bundestag hat die wegen der Corona-Pandemie verhängte epidemische Notlage um weitere drei Monate bis zum 30. September verlängert. Die derzeitige Regelung wäre ohne Verlängerung am 30. Juni ausgelaufen. Während die epidemische Notlage verlängert wird, soll die im April eingeführte so genannte Bundesnotbremse am 30. Juni auslaufen.
  • Abgeordnete der Koalition haben für eine Verlängerung der Pandemie-Notlage nationaler Tragweite in Deutschland geworben. Abgeordneten von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich am Freitag im Bundestag gegen eine Verlängerung. Die Grünen wollten trotz Kritik zustimmen. Die Abgeordneten stimmten am Nachmittag namentlich ab.
  • Wer trotz Corona-Krise seinen Urlaub in diesem Sommer außerhalb Deutschlands verbringen will, hat ab Juli wieder viel Auswahl. Allein in Europa werden dann wieder 217 Orte in 38 Ländern angeflogen, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag mitteilte.
  • Kurz vor Beginn der ersten Auszahlungen des Corona-Wiederaufbaufonds der EU ist EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn zuversichtlich, dass die verfügbaren 800 Milliarden Euro zielgerichtet ausgegeben werden.
  • Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt. Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.
  • Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Das hat der Bundestag am Freitag beschlossen. Der sogenannte Freizeitbonus ist Teil des "Corona-Aufholprogramms", mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen der langen Einschränkungen im Bildungs- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche abmildern wollen.
  • Spieler der spanischen Fußball-Nationalmannschaft sind drei Tage vor ihrem ersten EM-Spiel am Montagabend gegen Schweden gegen das Coronavirus geimpft worden.
  • Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. "Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag zu diesem Schritt.
  • Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden können. Das teilten die Betreiber der App in Berlin mit. Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone präsentieren zu können.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 15. Juli von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Der Besuch der Kanzlerin werde "die engen bilateralen Verbindungen" zwischen Deutschland und den USA stärken, teilte das Weiße Haus am Freitag mit.
  • Die Ständige Impfkommission behält sich vor, ihre Empfehlung vom Donnerstag zur Corona-Impfung für Jugendliche jederzeit anzupassen. "Stiko-Empfehlungen sind ja nicht in Stein geschlagen", sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp, ehemaliger Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, am Freitag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Science Media Centers.
  • Die Bundesländer haben Medienberichten zufolge Millionen minderwertige Masken aus dem Verkehr gezogen, die ihnen der Bund im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Der NDR berichtete am Freitag nach einer Umfrage in den Ländern, dass zum Beispiel allein Schleswig-Holstein vier Millionen Schutzmasken zurückgeschickt habe, die der Bund von Mai bis August 2020 geliefert habe. Sie hätten die FFP2-Norm nicht erfüllt, habe das Sozialministerium in Kiel auf Anfrage des Senders mitgeteilt.
  • Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit. Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.
  • Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit.
  • Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban will jede Art von Migration für zwei Jahre verbieten. "Migranten-Armeen trommeln an alle Türen Europas", sagte der rechtsnationale Politiker am Freitag im staatlichen Rundfunk. Die Migration sei aber in Zeiten der Corona-Pandemie besonders gefährlich, weswegen er vorschlage, "dass man zwei Jahre lang keinerlei Migration erlaubt", fügte er hinzu.
  • Auch die russische Fußball-Nationalmannschaft beklagt unmittelbar vor ihrem Start in die EM einen Coronafall. Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi (23) von Zenit St. Petersburg sei positiv getestet worden, teilten die Russen am Freitag mit, einen Tag vor dem Duell mit Belgien am Samstag. Mostowoi wird das Turnier somit verpassen, er wurde umgehend aus dem Kader gestrichen.
  • Die Co-Vorsitzende des Covax-Programms, mit dem ärmeren Ländern Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglicht werden soll, hat sich hoffnungsvoll zu den Gesprächen beim G7-Gipfel in Cornwall geäußert. Insgesamt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte für den von Freitag bis Samstag andauernden Gipfel zum Ziel gesetzt, Zusagen von einer Milliarde Dosen zu machen.
  • In München ist ein Fall von Impftourismus bekannt geworden. Ein Luxusresort aus Sardinien ließ seine Mitarbeiter am Münchner Flughafen gegen Corona impfen. Was bekannt ist, lesen Sie hier: Hotel fliegt Angestellte zur Corona-Impfung nach München
  • Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor.
  • In Deutschland ist nahezu jeder vierte Mensch vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.10 Uhr) sind 24,8 Prozent der Gesamtbevölkerung (20,6 Millionen Menschen) bereits vollständig geimpft, 47,5 Prozent (39,5 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfung erhalten.
  • In der Corona-Pandemie haben einer Umfrage zufolge 38 Prozent der Technologie-Start-ups in Deutschland Hilfen erhalten. Weitere 4 Prozent warten noch auf beantragte finanzielle Unterstützung, bei noch einmal 4 Prozent wurden die Anträge abgelehnt, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag berichtete.
  • Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal "Nature".
  • Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel beim G7-Gipfel in Cornwall hat sich ein Sicherheitsmann der deutschen Vorausdelegation von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorsorglich in Quarantäne begeben. Das teilte ein Regierungssprecher am Freitag in Berlin mit.
  • Bund und Länder berieten über Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie. Die Kanzlerin mahnte – zeigte sich aber optimistisch. Lesen Sie dazu: Corona-Pandemie: Trotz Erfolgen – Kanzlerin Merkel in Sorge
  • Nach der zweiten coronabedingten Absage des "Fusion"-Festivals in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) wollen die Veranstalter nun im Spätsommer rund 30.000 Gäste auf das ehemalige Flugplatzgelände locken.
  • Trotz der deutlich sinkenden Inzidenzen in Brandenburg bleiben Schnelltests aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weiterhin ein wichtiges Instrument gegen die Pandemie. "Es wäre jetzt fatal, die Tests flächendeckend mehr oder weniger abzuschaffen", sagte Woidke am Freitagmorgen im RBB-Inforadio.
  • Die EU-Antibetrugsbehörde OLAF kämpft gegen Corona-Betrüger – und steht vor einer großen Herausforderung. Lesen Sie dazu: Betrug bei Corona-Hilfen: Das sind die schlimmsten Fälle
  • Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien wirft Grünen-Chefin Annalena Baerbock Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, zu wenig für die Versorgung armer Länder mit Corona-Impfstoffen zu tun. "Es ist Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland, weltweit mehr Solidarität zu zeigen, vor allen Dingen für die Schwächsten dieser Welt, die bisher noch gar kein Impfangebot bekommen haben", sagte sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.
  • Trotz der Corona-Fälle bei Spanien und Schweden vor Turnierbeginn rechnet DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit einer regulären Fußball-EM. "Wenn man die Nachrichten aus Spanien oder Schweden hört, dann hat man natürlich immer Sorgen. Das führt natürlich auch bei uns immer wieder dazu, dass wir unsere Hygienemaßnahmen ganz strikt einhalten und durchziehen", sagte der 53-Jährige in den ARD-"Tagesthemen" auf die Frage zur Sorge, ob die EM bis zum 11. Juli wie geplant beendet werden kann.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant laut eines Medienberichts den Corona-Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac nicht mehr für die laufende Impfkampagne ein. Das habe Spahn den Gesundheitsministern der Länder während der vergangenen Ministerkonferenz gesagt, berichtete der "Mannheimer Morgen" unter Verweis auf Regierungskreise.
  • Auf dem ersten Kreuzfahrtschiff, das seit Beginn der Corona-Pandemie von Nordamerika aus in See gestochen ist, hat es zwei Ansteckungen mit dem Coronavirus gegeben. "Zwei Gäste, die sich eine Kabine an Bord der Celebrity Millennium teilten, wurden positiv auf COVID-19 getestet", erklärte der Veranstalter Royal Caribbean am Donnerstag. Beide Infizierten zeigen demnach keine Krankheitssymptome und befinden sich in Quarantäne.
  • Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz kritisiert: "Die Runde heute war eher ein Bremsklotz auf dem Weg in die Normalität", sagte er dieser Redaktion. "Für die Veranstaltungsbranche zum Beispiel ist es eine große Enttäuschung. Die Menschen brauchen Fahrplan und Perspektive über den Sommer hinaus." Lesen Sie hier: Corona-Pandemie: Trotz Erfolgen – Kanzlerin Merkel in Sorge
  • Der Präsident des deutschen Landkreistages hat Erwartungen an baldige Großveranstaltungen gedämpft: In der jetzigen Situation Musikfestivals wie Rock am Ring, Southside oder Rock im Park mit jeweils über 60.000 Besuchern zu ermöglichen, "können wir uns jedenfalls in nächster Zeit nicht vorstellen", sagte Reinhard Sager dieser Redaktion.

Corona-News von Donnerstag, 10. Juni: Stiko empfiehlt Impfung nur für Kinder mit Vorerkrankungen

  • Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat vor einem verlorenen Sommer für die Corona-Bekämpfung gewarnt. Die Pandemie sei "noch nicht vorbei", sagte sie dieser Redaktion."Für die Verantwortlichen in Bund und Ländern ist deshalb jetzt die Zeit, den Herbst vorzubereiten.
  • Nach Betrugsfällen in Testzentren sollen die Kontrollen verschärft und die staatliche Kostenerstattung verringert werden: Private Betreiber von Teststellen sollen vom 1. Juli an nicht mehr 18 Euro sondern nur noch bis zu 12,50 Euro pro Schnelltest abrechnen können.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Immunschutz aufgebaut haben: Es gebe mehrere Studien, die zeigten, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirke wie bei anderen, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens unserer Redaktion.
  • Antigen-Selbsttest für zu Hause sind zum Ladenhüter geworden - und werden nun zum Schnäppchenpreis verramscht. Die dm-Drogeriemarktkette markiert laut "Lebensmittelzeitung” mit 0,95 Euro pro Laientest einen neuen Tiefstpreis.
  • Die USA wollen eine halbe Milliarde Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt verteilen. Nach Angaben des Weißen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union gespendet werden.
  • Im April 2020 war der bayerische Landkreis Tirschenreuth mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 571 noch der Corona-Hotspot Deutschlands. Mehr als ein Jahr später nun die Kehrtwende: Die Inzidenz in Tirschenreuth liegt aktuell bei 0.
  • In Leipzig ist in dieser Woche ein Mann an den Folgen einer Hirnvenenthrombose gestorben. Wie eine Sprecherin des des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) bestätigte, könnte der Fall aufgrund der zeitlichen Nähe mit einer Astrazeneca-Impfung zusammenhängen.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Einzelheiten zur Einführung des digitalen Impfnachweises "CovPass" vorgestellt. Nachdem die Feldtests erfolgreich verlaufen seien, könne man in dieser Woche mit dem Rollout des Systems beginnen, sagte der sichtlich zufriedene Spahn.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat trotz "erfreulichen Entwicklungen" beim Rückgang der Corona-Zahlen auf weiter bestehende Risiken hingewiesen. "Das Virus ergreift jede noch so kleine Chance – die sollten wir ihm nicht geben", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin.
  • Die Menschen in Deutschland sind wieder so mobil wie vor der Corona-Krise. Darauf deutet eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamts hin.
  • Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit Großveranstaltungen in der Corona-Lage ist zunächst vertagt. Die Ministerpräsidenten einigten sich darauf, dass sich eine Arbeitsgruppe über die Frage des Umgangs mit Großveranstaltungen verständigen solle.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen.
  • Der US-Hersteller Moderna hat nun auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. "Das, was uns Sorge macht ist die sogenannte Delta-Variante, die sich in Großbritannien wieder sehr stark ausbreitet."
  • Der britische Premierminister Boris Johnson hat die G7-Staaten unmittelbar vor deren Gipfeltreffen zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer aufgefordert.

Corona-News von Mittwoch, 9. Juni: Illegales Corona-Impfzentrum in Panama aufgeflogen

  • In Panama ist ein unerlaubtes Corona-Impfzentrum entdeckt worden. In einem Büro- und Wohngebäude in Panama-Stadt wurden angeblich die Impfstoffe von Pfizer und Biontech sowie von Astrazeneca verabreicht, wie der Gesundheitsminister des mittelamerikanischen Landes, Luis Sucre, am Mittwoch im TV-Sender Telemetro sagte.
  • Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Seine Frau war zuvor positiv auf das Virus getestet worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit Verweis auf sein Amt berichtete. Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren.
  • Die US-Regierung hat einen milliardenschweren Vorvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. (MSD) zum Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments abgeschlossen. Sollte die von MSD gegen Covid-19-Erkrankungen entwickelte Pille Molnupiravir eine notfallmäßige oder vollständige Zulassung durch die US-Behörden erhalten, würden die USA 1,7 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bestellen, verkündete das Gesundheitsministerium.
  • Während viele Eltern bereits geimpft sind, haben ihre Kinder noch keinen Impfschutz. Müssen die Kleinen bei Reisen getestet werden? Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass die Regelungen sehr unterschiedlich sind und sich nach dem aktuellen Inzidenzwert der jeweiligen Region richten.
  • Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai.
  • Das traditionsreiche Volksfest auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart wird auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Anstelle des Festes im Herbst werden sich Schausteller und Marktkaufleute von Juli bis September mit Ständen und Fahrgeschäften in der Stuttgarter Innenstadt präsentieren, teilte die Stadtverwaltung mit.
  • Die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus ist einem britischen Epidemiologen zufolge um rund 60 Prozent ansteckender als die zuvor in Großbritannien vorherrschende Alpha-Variante. Dabei handele es sich um die "wahrscheinlich beste Schätzung", sagt der Experte Neil Ferguson vom Londoner Imperial College.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter.
  • Vollständig geimpfte Menschen sollen in Kürze ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.
  • Forscher der Berliner Charité haben eine Erklärung dafür gefunden, warum es trotz zweifacher Impfungen immer noch Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gibt. Das Immunsystem von alten Menschen reagiere weniger effizient auf die Impfung als das von jüngeren, teilte die Charité am Mittwoch nach zwei im Fachblatt "Emerging Infectious Diseases" veröffentlichten Studien mit.
  • Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen. Außerdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Krankenhäuser für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.
  • Das Pharmaunternehmen Curevac hofft auf genügend Daten für eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs bis Ende Juni. Das berichtete die "Augsburger Allgemeine" am Mittwoch unter Berufung auf eine Firmensprecherin. Demnach verzögert sich der Zeitpunkt, weil sich im Rahmen der entscheidenden klinischen Zulassungsstudie bisher noch nicht genügend Teilnehmer mit dem Coronavirus infizierten.
  • Die Bundesregierung verlängert staatliche Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise. Wie Finanz- und Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilten, wird die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als "Überbrückungshilfe III Plus" fortgeführt.
  • Kneipen, Kinos, Fitnessstudios: Belgien hat dank abnehmender Infektionszahlen am Mittwoch die Corona-Regeln deutlich gelockert. So sind in dem von der Pandemie zeitweise hart getroffenen Land ab sofort neben Terrassen auch die Innenräume von Restaurants geöffnet, aber nur an Vierertischen und mit Hygieneauflagen. Zuhause darf man ebenfalls vier Personen empfangen.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt vor einer heftigen vierten Welle der Corona-Pandemie in Deutschland. "Im Herbst werden die Infektionszahlen steigen", sagte Streeck im Videocast "19 - die Chefvisite". Niemand könne vorhersagen, wie sehr, aber: "Wir sollten uns auf einen starken Anstieg vorbereiten."
  • Olympia-Gastgeber Japan will die Zahl der Teilnehmer keine zwei Monate vor dem Beginn der Spiele weiter reduzieren. Das sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga am Mittwoch im Parlament und bekräftigte seinen Entschluss, die Spiele trotz breiter Ablehnung in der eigenen Bevölkerung wie geplant durchzuziehen.
  • Die Niederlande nehmen die Einstufung Deutschlands als Corona-Hochrisikogebiet zurück. Damit entfällt von Donnerstag (10. Juni) an für Einreisende aus Deutschland mit einem Aufenthalt von mehr als zwölf Stunden die Pflicht eines negativen PCR-Testes. Das teilte das NRW-Europaministerium am Mittwoch mit.
  • Vietnam möchte die für Ende des Jahres geplanten Südostasienspiele in der Hauptstadt Hanoi wegen der angespannten Corona-Lage im Land auf Mitte 2022 verschieben. Das Olympische Komitee des Landes habe einen entsprechenden Brief an die Teilnehmerländer geschrieben, berichtete die Nachrichtenseite Phap Luat Online am Mittwoch.
  • Wegen der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen. "Die Maskenpflicht ist ein großer Eingriff in die Freiheit und wir müssen immer wieder kritisch hinterfragen, ob sie noch verhältnismäßig ist", sagte der Freie-Wähler-Politiker am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.
  • Die Grünen im Bundestag fordern im Fall möglicherweise minderwertiger Schutzmasken aus China ein Recht für die Fraktionen des Bundestags, die entsprechenden Akten der Regierung einzusehen. Berichte aus den Ländern über fehlerhafte Masken aus Beständen des Bundes legten nahe, "dass mit diesen Masken etwas nicht stimmt", sagte die Grünen-Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
  • Der europäische Markt für illegale Drogen hat sich als widerstandsfähig gegen Störungen durch die Corona-Pandemie erwiesen. Die Risiken für die öffentliche Gesundheit nahmen sogar eher noch zu, da mehr Stoffe mit teils sehr hoher Wirksamkeit und Reinheit registriert wurden, wie die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) in ihrem am Mittwoch in Lissabon vorgestellten Europäischen Drogenbericht 2021 betonte.
  • Ryanair hat vor dem EU-Gericht einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für die deutsche Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe. Die Entscheidung der Brüsseler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg.
  • Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber hat seine Regierung davor gewarnt, die geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen aufzuschieben. "Wir werden sagen: "Kommt zum Theater und nehmt uns fest", sagte der 73-Jährige dem "Telegraph" auf die Frage, was er tun werde, wenn die Lockerungen verschoben würden und er seine Theater nicht wieder bei voller Auslastung öffnen dürfe.
  • Im Streit um die geplante Verteilung angeblich minderwertiger Corona-Schutzmasken an obdachlose und behinderte Menschen hat der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz an Vizekanzler Olaf Scholz und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) appelliert, sich bei Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu entschuldigen.
  • Aufruhr um Impfkampagne der Bundesregierung. In einem Video tritt Arzt auf, der auf Facebook israelfeindliche Posts teilt. Lesen Sie dazu: Arzt unterstützt Hamas: Regierung löscht sein Impf-Video
  • Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögere. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni.
  • Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.
  • Das Covid-19-Zertifikat für einfacheres Reisen in der EU rückt näher. Die Abgeordneten des Europaparlaments billigten die Details für das EU-weite Zertifikat, wie das Parlamentspräsidium am Mittwoch in Straßburg mitteilte.
  • Im Nordwesten Englands ist gegen die weitere Ausbreitung der in Indien entdeckten Delta-Variante des Coronavirus eine Offensive mit Massentests und Impfungen gestartet worden.
  • Weil er hunderte Corona-Impfdosen des Herstellers Moderna zerstört hatte, ist ein Apotheker in den USA zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, muss der Mann zudem Schadenersatz in Höhe von umgerechnet rund 69.000 Euro an das Krankenhaus im Bundesstaat Wisconsin bezahlen, in dem er arbeitete.
  • Nach zwei Corona-Fällen in der unmittelbaren Vorbereitung verschärft Schweden die Maßnahmen um die Nationalmannschaft mit RB Leipzigs Mittelfeldstar Emil Forsberg. Täglich sollen Schnelltests bei den Spielern durchgeführt und die Anzahl von PCR-Tests soll erhöht werden.
  • Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor einer Doppelbelastung vieler Frauen im Homeoffice gewarnt. "Das ist in den Familien ganz deutlich zu spüren gewesen, dass die Frauen viel mehr die Verantwortung übernommen haben für Homeschooling, wenn die Kinder zu Hause waren", sagte sie am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.
  • Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sein Handeln verteidigt und Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert.
  • Welche Auswirkungen hatten die Corona-Maßnahmen auf Bewohner von Altenheimen? Wissenschaftler der Charité haben Heimleiter befragt. Lesen Sie dazu: Report: So haben Heimbewohner in der Pandemie gelitten
  • Die wegen der Corona-Pandemie vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit sollen über Ende Juni hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legt dazu an diesem Mittwoch dem Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung vor.
  • Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen.
  • In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms. Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition.
  • Nach Kapitän Sergio Busquets ist in der spanischen Fußball-Nationalmannschaft auch Diego Llorente positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verband in der Nacht zum Mittwoch mitteilte, werde der 27-Jährige von Leeds United das EM-Quartier des dreimaligen Europameisters in Las Rozas de Madrid verlassen.
  • In Texas wehren sich rund hundert Angestellte eines der größten Krankenhäuser des US-Bundesstaates gegen eine faktische Impfpflicht an ihrem Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter des Houston Methodist Hospital in der texanischen Hauptstadt organisierten am Dienstagabend eine Protestveranstaltung an einem der Standorte des Krankenhauses.
  • Nach einem deutlichen Absinken der Corona-Infektionszahlen in Frankreich lockert das Land seine Auflagen am Mittwoch weiter: Erstmals seit sieben Monaten dürfen Cafés und Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test wird von den Gästen nicht verlangt. Ähnliches gilt ab Mittwoch auch in Belgien.
  • Das Gericht der EU (EuG) in Luxemburg entscheidet heute über eine Klage von Ryanair wegen Corona-Beihilfen Deutschlands für die Charterfluggesellschaft Condor. Ryanair klagt konkret gegen die Entscheidung der EU-Kommission, ein Darlehen von 550 Millionen Euro zu erlauben.
  • Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, drängt die Bundesregierung, für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen. "Der Bedarf übersteigt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich. Wenn wir Termine verschieben müssen, weil Lieferungen ausbleiben, führt das zu Frust bei den Patienten. Und diesen Frust bekommt als erstes das Praxispersonal zu spüren.
  • Die USA haben ihre Corona-bedingten Reisewarnungen für zahlreiche Länder gelockert. Unter anderem für Deutschland gilt die höchste Warnstufe nicht mehr, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Auflistung des US-Außenministeriums hervorgeht. Auch die Reiseempfehlungen für Frankreich, Griechenland, Mexiko, Kanada und das Olympia-Gastgeberland Japan wurden angepasst.

Dienstag, 8. Juni: Ab Montag gibt es den digitalen Impfpass in Apotheken

  • Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab dem kommenden Montag soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin mit.
  • Das US-Pharmaunternehmen Pfizer weitet die Tests seines Corona-Impfstoffs mit dem Unternehmen Biontech auf Kinder unter zwölf Jahren aus.
  • In der neuen Folge des NDR-Podcasts hat der Berliner Virologe Christian Drosten seine Vermutungen über die Herkunft des Coronavirus erläutert und bekräftigt. Drosten hält es für wahrscheinlich, dass Maderhunde oder andere Felltiere, die in China für die Pelzindustrie gezüchtet werden, als Zwischenwirte bei der Übertragung von Sars-CoV-2 dienten. Lesen Sie hier den Hintergrundbericht: Drosten fordert weitere Untersuchungen zur Corona-Herkunft
  • Nach einem deutlichen Absinken der Corona-Infektionszahlen in Frankreich lockert das Land seine Auflagen am Mittwoch weiter: Erstmals seit sieben Monaten dürfen Cafés und Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test wird von den Gästen nicht verlangt. Ähnliches gilt ab Mittwoch auch in Belgien.
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögere.
  • Mit einem Auftritt der Foo Fighters am 20. Juni ist in New York erstmals seit Beginn der Corona-Einschränkungen im März 2020 wieder ein Hallenkonzert ohne Kapazitätseinschränkungen angesetzt. "Die Foo Fighters bringen den Rock & Roll zurück in den (Madison Square) Garden", schrieben die Veranstalter am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter.
  • Die Biontech-Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci arbeiten an einem Buch über die Entwicklung ihres Corona-Impfstoffs mit. Ihr mit dem "Financial Times"-Journalisten Joe Miller verfasstes Buch "The Vaccine" (Der Impfstoff) soll am 2. November in englischer Sprache erscheinen. Das kündigte der Verlag St. Martin's Publishing Group an.
  • Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken gegen scharfe Attacken des Koalitionspartners SPD verteidigt.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium nennt laut dem als vertraulich gekennzeichneten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag, rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit anzunehmendem erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf einhergingen. Lesen Sie auch: Darf man nach einer Corona-Impfung noch Blut spenden?
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird.
  • Sachsen lockert mit seiner Corona-Schutzverordnung die Testpflicht. Bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 sei in fast allen Bereichen kein Test mehr nötig, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden.
  • In der Debatte um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken denkt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich nicht an eine Entschuldigung an den Gesundheitsminister. "Herr Spahn sollte nicht nach einer Entschuldigung rufen, sondern an der Aufklärung mitwirken, was wir jetzt auch in den Ausschüssen tun werden", sagte Mützenich am Dienstag in Berlin.
  • Mecklenburg-Vorpommerns Schüler müssen keine Masken mehr im Unterricht tragen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung mit. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigste Corona-Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer, sie lag zu Wochenbeginn bei 8,7.
  • Die Lockerung der Corona-Beschränkungen macht sich auf Deutschlands Autobahnen gleich bemerkbar: Am vergangenen langen Wochenende gab es zum Ende der Pfingstferien nach Schätzung des ADAC sogar mehr Staus als vor der Krise 2019.
  • Das Bundesland Bremen hat nach Angaben des Senats als erstes Bundesland mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft. Mit den Impfungen am Dienstag sei die Marke von 50 Prozent überschritten worden, teilte das Gesundheitsressort mit.
  • Die niedersächsischen Landkreise Friesland und Goslar kommen derzeit bundesweit am besten durch die Corona-Pandemie: Die Sieben-Tage-Inzidenz in den beiden Landkreisen ist nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag auf Null gesunken.
  • Psychische Probleme haben in der Corona-Krise in vielen Industrieländern massiv zugenommen. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die am Dienstag in Paris veröffentlicht wurde.
  • China hat als erstes Land Corona-Impfungen für kleine Kinder zugelassen. Der chinesische Hersteller Sinovac bestätigte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, dass sein Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung für Kinder ab drei Jahren erhalten habe.
  • Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien haben Unicef-Botschafter und andere Prominente die reichen Länder aufgefordert, verfügbare Impfdosen an ärmere Staaten zu spenden. Es müsse eine gerechtere Impfstoffversorgung für Länder mit niedrigeren und mittleren Einkommen sichergestellt werden, hieß es am Dienstag in einem offenen Brief, der in der "Financial Times" veröffentlicht wurde.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) wird einem Bericht zufolge definitiv keine generelle Corona-Impfempfehlung für alle Kinder aussprechen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf die ihr vorliegende interne Beschlussvorlage des unabhängigen Expertengremiums berichtete, hält die Stiko lediglich eine Impfung für Kinder und Jugendliche mit bestimmten schweren Vorerkrankungen für medizinisch angebracht.
  • Die Corona-Pandemie hat im deutschen Amateurfußball zu einem Rückgang von Mitgliederzahlen, Vereinen und Mannschaften im Spielbetrieb geführt. Dies zeigt die am Dienstag veröffentlichte Mitgliederstatistik des Deutschen Fußball-Bundes. Allerdings seien die negativen Folgen in einigen Bereichen weniger gravierend ausgefallen als zum Teil befürchtet, hieß es.
  • Etwa 27.000 britische Urlauber haben Portugal am Wochenende und am Montag angesichts einer neuen zehntägigen Pflicht zur Corona-Quarantäne in der Heimat verlassen. Das berichtete die Zeitung "Público" am Dienstag unter Berufung auf den Präsidenten des Tourismusverbandes der Region Algarve im Süden des Landes. Viele hätten geklagt, dass sie ihre Ferien abkürzen und teure Ersatzflüge buchen mussten, berichtete die BBC.
  • Mehr als eine Million Bürger in der Europäischen Union verfügen bereits über ein digitales EU-Impfzertifikat. Dies sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders während der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am Dienstag. Der Impfpass werde "es den EU-Bürgern leichter machen, ihr Grundrecht auf Freizügigkeit wahrzunehmen" und sei ein "praktisches Instrument", um sicheres Reisen im Sommer zu ermöglichen.
  • Die Eurozone ist im Herbst und Winter zwar in die Rezession gerutscht, doch fiel der Rückschlag nicht ganz so schlimm aus wie zunächst befürchtet. Im ersten Quartal des laufenden Jahres sei die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent geschrumpft, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit.
  • In Deutschland sind inzwischen 46 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Dienstag bei Twitter, bei den Über-60-Jährigen seien über 80 Prozent und bei den 18- bis 59-Jährigen 40 Prozent mindestens einmal geimpft.
  • Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament Peter Liese (CDU) zeigt sich selbstkritisch hinsichtlich des Umgangs Deutschlands mit der Corona-Pandemie. Im phoenix-Interview sagt Liese: "Wir haben sicherlich viele Lehren aus der Krise zu ziehen. Eine Lehre ist auch, dass es mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen und insgesamt schneller und besser werden muss."
  • Erstmals seit mehr als zwei Monaten (63 Tage) sind in Indien weniger als 100.000 Tagesneuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Konkret wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 86.000 Fälle registriert, wie Zahlen aus dem indischen Gesundheitsministerium am Dienstag zeigten.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach der Aufhebung der Impfpriorisierung um Geduld gebeten. Es sei unmöglich, "alle sofort zu impfen", sagte Spahn am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Wir können auch in dieser Phase nur um Geduld bitten." Noch im Laufe des Juli sollten nach Angaben des Gesundheitsministers jedoch alle Impfwilligen zumindest eine Erstimpfung erhalten haben. Dies gelte, "wenn die Impfungen kommen, wie sie sollen", sagte Spahn weiter.
  • Die deutsche Impfkampagne erhält prominente Unterstützung. Im Rahmen der Aktion #ÄrmelHoch haben schon einige bekannte Gesichter zum Impfen aufgerufen. Neuerdings spricht sich auch US-Megastar David Hasselhoff für die Corona-Schutzimpfungen aus. Der Schauspieler kooperiert mit dem Bundesgesundheitsministerium und legt Zuschauern in zwei Videos nahe, sich impfen zu lassen. Lesen Sie dazu: Corona: David Hasselhoff unterstützt deutsche Impfkampagne
  • Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Koalitionspartner erneut kritisiert. "Das ist unter Partnern jedenfalls - und das sind ja Koalitionspartner - schon ein schwieriger Umgang", sagte Spahn am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".
  • Fast die gesamte EM-Delegation der Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo ist gegen das Coronavirus geimpft. Dies teilte der nationale Fußball-Verband FPF mit. Die Aktion sei in enger Abstimmung mit der Task Force zur Impfung gegen Covid-19 durchgeführt worden. Wer genau geimpft wurde, wurde nicht mitgeteilt.
  • Japans Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa hält eine nochmalige Verschiebung der Sommerspiele in Tokio für schwierig.
  • Führende Krankenhaushygieniker haben die sofortige Vernichtung der von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestellten umstrittenen Import-Masken gefordert. "Die schnell geprüften FFP2-Masken sollten schnellstmöglich entsorgt werden. Sie gehören auch nicht in die Notfallreserve des Bundes", sagte Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
  • Die deutschen Unternehmen erholen sich nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie.
  • Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien haben regierungsunabhängige Organisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, im Kampf gegen die Pandemie die Patente für Impfstoffe freizugeben. Auch müsse Technologie in ärmere Länder transferiert werden, um dort eine Produktion aufzubauen.
  • Der US-Technologiekonzern Apple stößt mit seinen Plänen für eine schrittweise Rückkehr der Mitarbeiter in die Büros offenbar auf Widerstand innerhalb der Belegschaft. Mindestens 80 Angestellte verlangten in einem Brief an die Konzernführung mehr Flexibilität, wie das US-Technikportal "The Verge" berichtete.
  • In der Debatte um die Verteilung von angeblich minderwertigen Corona-Schutzmasken fordert die FDP den Einsatz eines Sonderermittlers. FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Die Faktenlage deutet auf eine lange Fehlerkette von Minister Spahn hin. Wir haben den Eindruck, bei den jetzt bekanntgewordenen Vorgängen um die Bestellung der Masken handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs."

Montag, 7. Juni: New York plant Riesenkonzert zur "Feier der Wiedergeburt"

  • Die Stadt New York plant nach der Corona-Krise einen Großkonzert im Central Park. Das Event soll Teil einer einwöchigen "Feier zur Wiedergeburt New York Citys" sein, sagte Bürgermeister Bill De Blasio am Montag bei der Ankündigung des Projekts.
  • Ab dem 21. Juni können wieder Touristen aus allen EU-Staaten und Serbien die tschechischen Grenzen passieren. Das kündigte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag an
  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat bei niedrigen Infektionszahlen eine Lockerung der Testpflicht in zahlreichen Bereichen in Aussicht gestellt. Bei einer Inzidenz unter 35 sei die Testpflicht zum Großteil nicht mehr notwendig.
  • Erneut hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die reichen Länder aufgerufen, umgehend dringend benötigte Impfstoffdosen in ärmere Teile der Welt zu schicken. Die G7-Staaten hätten bei ihrem Treffen im englischen St. Ives die Macht, zusätzliche 100 Millionen Dosen allein im Juni und Juli zur Verfügung zu stellen, um die weltweiten Impfziele zu erreichen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wenige Tage vor dem Beginn des G7-Gipfels.
  • Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause ist das Europaparlament zurück in Straßburg: Seit Montag findet das Juniplenum in der Elsassmetropole statt – und wird nicht wie zuletzt vom Sitz in Brüssel aus gehalten.
  • Als zweites EU-Land nach Ungarn verimpft die Slowakei seit Montag den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das Präparat wird zunächst nur in der Hauptstadt Bratislava und in der Stadt Zilina im Norden des Landes verabreicht. Bisher haben sich allerdings erst 5000 Impfwillige für eine Sputnik V-Spritze angemeldet. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat Sputnik V bisher noch nicht zugelassen.
  • Zum ersten Mal seit mehr als zehn Monaten hat Malta am Montag keinen einzigen neuen Corona-Fall registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in dem Inselstaat im Mittelmeer derzeit insgesamt auch nur 72 Infizierte.
  • Der Berlin-Marathon könnte am 26. September als Pilotprojekt mit bis zu 35.000 Läuferinnen und Läufern starten. Entsprechende Planungen in Abstimmung mit dem Berliner Senat stellte Veranstalter SCC-Events am Montag bei einer Pressekonferenz in Berlin vor.
  • Im Rahmen der Impfkampagne im vom Coronavirus gebeutelten Indien ist die vermutlich älteste Frau der Welt entdeckt worden. Rehtee Begum soll 124 Jahre alt und somit sogar die älteste Frau der gesamten Menschheitsgeschichte sein.
  • Angesichts des Streits in der Bundesregierung um den Umgang mit angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken hat die Linke eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt. "Statt in der Krise Sicherheit zu geben, veranstaltet die Koalition ein unwürdiges Theater und schiebt die Verantwortung hin und her", sagte Linke-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte am Montag der Deutschen Presse-Agentur.
  • Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner eines Hochhauses in Dresden unter Quarantäne. Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin am Montag auf Anfrage.
  • Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in der EU beantragt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Bei einem positiven Votum der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wäre der Moderna-Impfstoff das zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Vakzin nach dem von Biontech/Pfizer.
  • Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Vorwürfe um die Verteilung von angeblich minderwertigen Corona-Masken an Menschen mit Behinderung und Obdachlose verteidigt.

Alle bisherigen Corona-News

Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)