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RKI meldet Zahlen - Studie: mRNA-Vakzin könnte lange wirken

Lesedauer: 89 Minuten
Schönheits-Operationen in Corona-Zeiten im Trend

Schönheits-Operationen liegen in Corona-Zeiten im Trend.

Die Pandemie hat einiges Verändert: Unter anderem den Ansturm auf Schönheits-Operationen. Welche Eingriffe dabei besonders beliebt sind, sehen Sie im Video.

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Laut RKI sinken die Corona-Fallzahlen weiter. Eine Studie macht Hoffnung auf längere Wirkung von mRNA-Impfstoffen. Mehr News im Blog.

  • Das Robert Koch-Institut meldet erneut weniger Corona-Fälle als noch vor einer Woche
  • Portugal und Russland sind seit Dienstag als Virusvariantengebiete eingestuft
  • Biontech und Moderna könnten laut einer Studie jahrelangen Schutz vor Corona bieten
  • Die Kommunen fordern eine zügige Umrüstung von Schulen
  • Laut RKI-Chef Wieler liegt der Anteil der Delta-Variante bereits bei 36 Prozent
  • Dieses Blog ist geschlossen. Wir halten Sie aber natürlich weiter auf dem Laufenden: Hier geht es zum neuen Corona-Newsblog.

Berlin. Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich immer weiter aus - auch in Deutschland. Wie Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, am Montag bekannt gab, habe der Anteil der hochinfektiösen Mutation in der dritten Juniwoche bereits bei 36 Prozent gelegen. Damit hat sich der Anteil laut der Auswertung der Sequenzierungen in der 24. Kalenderwoche (bis 20. Juni) gegenüber der Vorwoche mehr als verdoppelt. In Portugal und Großbritannien dominiert Delta bereits, auch Südafrika hat die Mutation im Griff.

Die Verbreitung der Variante sorgt besonders in der Urlaubssaison für Debatten. Bund und Länder legten am Montag fest, dass es vorerst keine schärferen Corona-Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland geben soll. Im Vorfeld hatten mehrere Ministerpräsidenten schärfere Bestimmungen gefordert, um eine erneute Verschärfung der Corona-Lage zu verhindern.

Andere Länder ziehen hingegen die Notbremse. Spanien und Portugal führten die bereits außer Kraft gesetzte Testpflicht für britische Touristen wieder ein. Die Balearen-Insel Mallorca verschärft die Einreiseregeln für Gruppen nach einem Corona-Massenausbruch nach einer Abschlussfahrt spanischer Schüler.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz bleibt einstellig

Nach den jüngsten Angaben des RKI wurden binnen eines Tages 404 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie 57 Todesfälle registriert. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 455 Neuansteckungen sowie 77 Todesfälle verzeichnet worden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut zurückgegangen und liegt nun bei 5,4 (Vortag: 5,6). Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Dienstag, 29. Juni: Braun offen für weitergehende Testpflicht für Reiserückkehrer

9.52 Uhr: In der Debatte um schärfere Corona-Reiseregeln hat Kanzleramtschef Helge Braun sich offen für eine weitergehende Testpflicht für Rückkehrer gezeigt. Ungeimpfte sollten sich derzeit ohnehin zwei mal pro Woche testen lassen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das gilt natürlich ganz besonders für Reiserückkehrer aus aller Welt." Er sei zudem offen für „zusätzliche Tests, möglicherweise auch verbindlich“. Auch die Einreiseanmeldung von Reisenden aus Risikogebieten solle intensiver kontrolliert werden. Mit Blick auf die gefährlichere Delta-Variante des Virus sagte der Kanzleramtschef: „Wir müssen Delta zurückdrängen.“

Bund und Länder hatten sich am Montag nicht auf schärfere Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland einigen können, obwohl mehrere Ministerpräsidenten dies gefordert hatten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte diese Entscheidung bei NDR Info. "Mittlerweile haben wir sehr niedrigschwellig Millionen von Tests", sagte Spahn. Dies sei vor einem Jahr anders gewesen. Zudem herrschten schon relativ strenge Einreiseregeln. "Jeder muss beim Flug aus dem Ausland ein negatives Testergebnis vor dem Boarding vorzeigen. Jeder Einreisende aus einem Risikogebiet muss in die Quarantäne für mindestens 10 Tage." Ein Freitesten ist jedoch möglich.

Delta-Variante: In Russland sind die Corona-Maßnahmen halbherzig

7.48 Uhr: Die Delta-Mutation breitet sich rasant aus - doch in Russland feiern die Menschen lieber als sich impfen zu lassen. Lesen Sie dazu: Russland: Die Menschen feiern Partys - trotz Pandemie

Rund zehn Millionen Australier im Corona-Lockdown

7.30 Uhr: Mit Brisbane und Perth gelten in Australien ab Dienstag nun in vier Metropolen wieder Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus. "Das sind harte Entscheidungen", sagte die Regierungschefin des Bundesstaats Queensland, Annastacia Palaszczuk. Damit sind nun insgesamt rund zehn Millionen Menschen in Australien und damit mehr als ein Drittel der Bevölkerung von den weitreichenden Maßnahmen betroffen.

Die Beschränkungen sollen in Brisbane zunächst drei Tage lang gelten, in Perth vier Tage. "Wir haben Lockdowns in Großstädten, weil Einreisende aus Übersee das Virus hierher bringen", sagte Palaszczuk. Brisbane ist die Hauptstadt des in Nordostaustralien gelegenen Bundesstaats Queensland, Perth liegt an der Westküste. Zuvor waren Lockdowns bereits in den Metropolen Sydney und Darwin verhängt worden.

Portugal und Russland sind Virusvariantengebiete

7.11 Uhr: Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind Portugal und Russland seit Dienstag um Mitternacht als Virusvariantengebiete eingestuft. Damit gilt ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine strikte 14-tägige Quarantänepflicht, die nicht durch einen Test verkürzt werden kann und auch für vollständig Geimpfte und Genesene gilt.

Mit Portugal wird erstmals seit Wochen wieder ein EU-Land in die höchste Risikokategorie eingestuft. Die Entscheidung trifft auch deutsche Touristen. Die besonders beliebte Küstenregion Algarve war bisher noch nicht einmal in die niedrigste Risikokategorie eingestuft. Mit der Einstufung Portugals und Russlands steigt die Zahl der Virusvariantengebiete von 14 auf 16. In Europa ist sonst nur noch Großbritannien betroffen. Die anderen Virusvariantengebiete liegen in Asien, Afrika, und Lateinamerika.

Corona: Kinderärzte widersprechen Lauterbach bei Kinder-Impfung

7.09 Uhr: Kinder- und Jugendärzte haben sich in der Debatte um Risiken durch die Delta-Variante für Kinder hinter die Beurteilung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gestellt. "Diese hat prinzipiell die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren nur bei bestimmten Vorerkrankungen empfohlen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Daran ändert nach aktuellem Wissensstand auch die Delta-Variante nichts", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln der Zeitung. Es bestehe allerdings jederzeit die Möglichkeit für die Familien, gemeinsam mit ihrem Kinderarzt individuell zu einer Entscheidung für oder gegen die Impfung zu kommen, sagte Dötsch.

"Ich schätze die Gesundheitsrisiken durch eine Corona-Infektion für Kinder und Jugendliche derzeit als so gering ein, dass auch Abwarten auf neue Erkenntnisse zur Impfung eine Option für zögerliche Menschen sein kann", sagte er. Die Sterblichkeitsrate und Erkrankungsschwere von Kindern und Jugendlichen nach einer Corona-Infektion seien ähnlich niedrig wie bei der saisonalen Grippe. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Delta-Variante das ändere.

So leiden Kinder unter Querdenker-Eltern

6.58 Uhr: In der Corona-Pandemie sind viele Menschen zu Querdenkern geworden. Besonders bitter für junge Menschen: wenn es die Eltern trifft. Lesen Sie dazu: Eltern als Impfgegner: Hilfe, meine Mama ist Querdenkerin

Homeoffice-Pflicht endet: Wirtschaft froh, DGB fordert Regeln

6.56 Uhr: Die Wirtschaft hat das Auslaufen der coronabedingten Homeofficepflicht an diesem Mittwoch begrüßt. Dieser "bürokratische Aktionismus" sei ein überflüssiges Einmischen der Politik gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Monaten eigenverantwortlich, freiwillig und sehr zuverlässig in allen Branchen Homeoffice ermöglicht. "Wir Arbeitgeber haben beim Homeoffice geliefert und das werden wir auch weiterhin tun, da wo es interne wie externe Betriebsprozesse zulassen. Dafür brauchen wir keine Verordnung."

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, forderte eine dauerhafte Regulierung in diesem Bereich. Auch von der nächsten Bundesregierung erwarte man hier ein Gesetzespaket, sagte er der dpa. Viele Beschäftigte wünschten sich für die Zukunft einen gesunden Mix aus Präsenzarbeit und der Möglichkeit, mobil arbeiten zu können. "Zu diesem gesunden Mix gehören aber klare Spielregeln, denn spätestens die Pandemie hat die schwerwiegenden Probleme im Homeoffice sichtbar gemacht: Überlange Arbeitszeiten und unbezahlte Mehrarbeit, permanente Verfügbarkeitserwartungen, eine wackelige Ausstattung oder digitale Überwachung." Hoffmann forderte einen Rechtsanspruch auf Homeoffice oder mobiles Arbeiten, einen angemessenen Arbeitsschutz, "eine ordentliche Ausstattung" und weitere Schritte hin zu mehr Mitbestimmung. "Klar muss auch sein, dass Homeoffice nicht vom Arbeitgeber verordnet werden darf."

Gesundheitsexperte: EM-Sorglosigkeit macht bei Corona "alles kaputt"

6.54 Uhr: Vor dem Achtelfinale der deutschen Nationalmannschaft im Wembley-Stadion in London fordert der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen mehr Corona-Vorsicht bei der Europameisterschaft. "Es besorgt mich als Gesundheitspolitiker und Arzt gleichermaßen, wenn trotz des rasanten Anstiegs gefährlicher Virusvarianten an den dicht-gedrängten Fußballstadien, oftmals ohne ausreichenden Abstand und Maske, festgehalten wird", sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Bei dem Achtelfinale gegen England erlaubt die britische Regierung erstmals während der Europameisterschaft 45.000 Zuschauer in Wembley. Wegen der Corona-Reiserestriktionen aufgrund der Delta-Variante werden nur wenige deutsche Fans erwartet. Großbritannien ist als Virusvariantengebiet eingestuft. Dahmen wandte sich generell gegen den derzeitige Corona-Kurs der EM-Verantwortlichen. "Inzwischen sind ja sogar Nationalspieler mehrerer Mannschaften infiziert", sagte er. "Wir machen so alles kaputt, was wir uns an niedrigen Fallzahlen aufgebaut haben." Der Politiker und Arzt forderte: "Fußball sollte Vorbild sein und nicht in trügerischer Sorglosigkeit selbst zum Pandemietreiber werden."

Basketballer Saibou distanziert sich von Verschwörungstheorien

6.53 Uhr: Kurz vor dem Start ins olympische Qualifikationsturnier hat sich der umstrittene Basketballer Joshiko Saibou von Verschwörungstheorien distanziert. "Ich habe zu keinem einzigen Zeitpunkt auch nur eine Verschwörungstheorie verbreitet. Weder persönlich noch auf Social Media", äußerte der 31 Jahre alte Saibou in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist schade, sich für etwas rechtfertigen zu müssen, das man absolut nicht getan hat", sagte Saibou. "Deshalb kann ich nur Folgendes sagen: Ich glaube an keine Verschwörungstheorien und das habe ich auch nie."

Saibou hatte im vergangenen Jahr an Demonstrationen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilgenommen. Bei den Veranstaltungen waren Anhänger von Verschwörungstheorien und rechte Gruppierungen dabei gewesen. Dass er sich von diesen nicht schon früher distanziert habe, sei ein Fehler gewesen, räumte Saibou ein.

Söder mahnt wegen Corona: "Möchte nicht, dass es uns einholt"

6.50 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen der Corona-Krise weiter Vorsicht bei der Fußball-Europameisterschaft angemahnt. Am Spielort München und in Deutschland allgemein sei es bislang "gut gelaufen", sagte Söder der "Bild". Man habe sich "ganz bewusst dafür entschieden, so lange abzuwarten, bis klar war, wie sich die Inzidenzen bei uns entwickeln", sagte er mit Blick auf eine Zulassung von Zuschauern im Stadion und betonte: "Ich möchte halt nicht, dass es uns einholt." Dass in Budapest mehr als 55.000 Zuschauer in das Stadion durften, hält Söder für einen Fehler. "Ich hätte das in Ungarn so nicht gemacht, hätte das nicht verantworten wollen. Ausgangspunkt für ein Superspreader-Event zu sein, das ist der Fußball in dem Verhältnis nicht wert. Genießen ja, aber genießen mit Verstand", sagte Söder.

Dessen Vorgänger und jetzige Innenminister Horst Seehofer (CSU) übte mit Blick auf die Delta-Variante Kritik an der Zuschauer-Regelung. Vor allem in Großbritannien seien Zehntausende Fans im Stadion "unverantwortlich", sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung". Er appellierte an die Europäische Fußball-Union Uefa und die britische Regierung, Zuschauerzahlen "deutlich nach unten zu korrigieren". Die Auslastung von 20 Prozent der Plätze in München sei "ein Maßstab, der auch für die anderen Austragungsorte gelten könnte, denn man muss in den Konzepten auch die An- und Abreise berücksichtigen", sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen" und nannte es "unverantwortlich, wenn in Ländern, die als Virusvariantengebiet der hoch ansteckenden Delta-Mutation gelten, zigtausende Menschen auf engem Raum zusammenkommen". Das sei auch die Auffassung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der er sich dazu abgestimmt habe.

EU-Länder im Zeitplan für gemeinsames Impfzertifikat

6.49 Uhr: Der Sommerurlaub steht bevor und rechtzeitig sind alle EU-Länder an die notwendige Technik für das EU-Impfzertifikat angeschlossen. Damit haben laut EU-Kommission alle Länder die Möglichkeit, einen in Deutschland ausgestellten Nachweis über eine Impfung, einen frischen Test oder überstandene Infektion auszulesen. Die offiziellen EU-Impfzertifikate sind auch für die Nicht-EU-Länder Norwegen und Island vorgesehen. An welchen Stellen ein Nachweis Urlaube, Shoppingausflüge oder Wochenendtrips erleichtern, legt jedes Land selbst fest, aber entsprechende Vorgaben gibt es viele.

Das EU-Covid-Zertifikat startet formell am 1. Juli, viele Länder geben sie aber bereits seit Wochen aus. Aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge sind allein in Deutschland bereits 37,3 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden. In einem für die EU ungewöhnlich schnellem Tempo von wenigen Monaten wurde sich auf die Ausgestaltung der Nachweise geeinigt. Nur in einer Handvoll Staaten werden sie noch nicht ausgegeben. Darunter sind etwa Schweden, Malta und Irland. Für die Ausgabe der Zertifikate ist noch eine Übergangsfrist von sechs Wochen vorgesehen.

Ministerpräsident Kretschmann: Volle EM-Stadien "falsches Signal"

6.44 Uhr: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Zuschauer-Aufstockung für das Wembley-Stadion in London und die bisherigen Bilder von vollen Stadien bei der Fußball-Europameisterschaft scharf kritisiert. "Die UEFA und der DFB müssen dringend dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren", sagte der 73-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Grünen-Politiker warnte eindringlich vor einer weiteren Lockerung der Corona-Regeln für das Turnier.

Schon einige der bisherigen Bilder vermittelten den Eindruck, dass die Pandemie vorbei sei. "Das ist ein absolut falsches Signal", sagte Kretschmann. Bei den Spielen in Ungarn oder Dänemark seien die Stadien "knallvoll" gewesen, die Zuschauer hätten weder Abstand zueinander gehalten noch Masken getragen. Dies sei "verantwortungslos". Jedes dieser Spiele könne zum Superspreader-Event werden. „Dieser Leichtsinn macht mich fassungslos“, sagte Kretschmann dem RND. Dass die Halbfinals und das Endspiel im von der Delta-Variante des Coronavirus' besonders betroffenen Großbritannien ausgetragen werden sollen, bezeichnete er als "eigentlich nicht zu verantworten". Dies ginge "nur mit harter Einhaltung der Regeln und der Abstände".

Kommunen dringen auf schnelle Umrüstung der Schulen

2.22 Uhr: Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante dringt der Städte- und Gemeindebund auf eine schnelle Umrüstung der Schulen. "Mit Blick auf die Zeit nach den Sommerferien müssen in den Schulen schnellstmöglich die notwendigen organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine erneute Schließung zu verhindern", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dieser Redaktion.

"Dies ist umso dringlicher, als dass der überwiegende Teil der Kinder nicht unter die Impfempfehlung der Stiko fällt." Eine Empfehlung der Stiko würde das Problem auch nur teilweise lösen, da für Schülerinnen und Schüler unter zwölf Jahren und auch für Kita-Kinder noch kein Impfstoff zugelassen worden sei, fügte er hinzu.

Um die Hygienemaßnahmen an den Schulen effektiv umzusetzen, brauchten die Kommunen als Schulträger eine Finanzierungszusage durch Bund und Länder, forderte Landsberg. Dabei solle auf zeitintensive Förderprogramme verzichtet werden. "Wir müssen uns immer wieder klar machen, dass wir uns nach wie vor in einem Wettlauf mit dem Virus befinden und dementsprechend keine Zeit zu verlieren haben."

Corona-News von Montag, 28. Juni: Studie: Biontech und Moderna könnten jahrelangen Schutz bieten

  • Je mehr Menschen in Deutschland ihre zweite Impfdosis erhalten haben, desto mehr stellt sich die Frage, wann die Impfung wieder aufgefrischt werden muss. Eine neue Studie der Washington University School of Medicine in St. Louis legt nun Nahe, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna sogar über Jahre schützen könnten. Die beteiligten Forscher untersuchten dafür die Lymphknoten von 41 geimpften Studienteilnehmern. Dort findet nach der Impfung in Keimzentren die Bildung der Immunzellen statt.
  • Angesichts der Corona-Lage hat EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas die Uefa zu Vorsicht gemahnt. Der Verband müsse eine Entscheidung über ein EM-Halbfinale und EM-Finale in einem stark gefüllten Stadion in Wembley sorgfältig abwägen, sagte er am Montag. Er erinnerte daran, dass Großbritannien die Reisemöglichkeiten seiner Bürger einschränke und es einer "gewisse Symmetrie" und Verhältnismäßigkeit bei diesen Entscheidungen brauche.
  • Der Vorstandsvorsitzende des Tübinger Impfstoffentwicklers Curevac, Franz-Werner Haas, rechnet sehr bald mit finalen Ergebnissen der zulassungsrelevanten Studienphase. "Es wird nicht länger als eine Woche oder zehn Tage dauern. Wir rechnen kurzfristig mit den Ergebnissen", sagte Haas am Montagabend in Tübingen bei einer Pressekonferenz mit Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (beide CDU), der Wahlkreisabgeordneten für Tübingen-Hechingen.
  • Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen im Herbst den Betrieb der Impfzentren zurückfahren. Auch über den 30. September hinaus setze man bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf staatliche oder kommunale Impfangebote. Der Schwerpunkt dabei solle zunehmend aber auf mobilen Impfteams liegen, heißt es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montagabend.
  • Nach der Ansteckung von rund tausend Schülern mit dem Coronavirus bei Abiturfahrten auf Mallorca hat die Regionalregierung der Balearen eine Verschärfung der Einreiseregeln für große Gruppen beschlossen. Die Teilnehmer von organisierten Gruppenreisen müssen künftig einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen, wie die Regierung der spanischen Mittelmeer-Region am Montag in Palma mitteilte. Das werde künftig für Gruppen ab 20 Personen gelten, die Mallorca, Ibiza, Menorca oder Formentera besuchen, hieß es.
  • Die EU-Kommission hat am Montag insgesamt 800 Millionen Euro an Corona-Hilfen nach Deutschland und in 15 weitere Staaten überwiesen. Das Geld sei ein Teilbetrag der ersten 20 Milliarden Euro, die jüngst am Kapitalmarkt aufgenommen worden seien, teilte die Brüsseler Behörde mit. Es solle unter anderem Investitionen für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglichen.
  • Die britische Regierung hat für England trotz massiv steigender Corona-Zahlen für Mitte Juli weitreichende Lockerungen in Aussicht gestellt. "Der 19. Juli bleibt unser Zieldatum", sagte der neue britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montag im Londoner Unterhaus. Derzeit sehe man keine Gründe dafür, die Lockerungen erneut zu verschieben, wie es Mitte Juni wegen der sich ausbreitenden Delta-Variante geschehen war.
  • Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist für Kontrollen von Reiserückkehrern an den Grenzen, will dabei aber Chaos vermeiden. Für stationäre Grenzkontrollen sehe er derzeit keinen Anlass. "Wir müssen schauen, dass wir uns nicht ein Infektionsgeschehen zusätzlich ins Land holen", sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag).
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) geht von einer weiteren deutlichen Steigerung des Anteils der Delta-Variante an den Corona-Neuinfektionen in Deutschland aus. Der Anteil der hochinfektiösen Variante habe in der dritten Juniwoche bereits bei 36 Prozent gelegen, sagte RKI-Chef Lothar Wieler nach Informationen unserer Redaktion bei der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder am Montag. Damit hat sich der Anteil laut der Auswertung der Sequenzierungen in der 24. Kalenderwoche (bis 20. Juni) gegenüber der Vorwoche mehr als verdoppelt. In der 23. Kalenderwoche hatte der Wert laut RKI bei rund 15 Prozent gelegen.
  • Wessen Flug in der Corona-Pandemie annulliert wurde, soll nach Ansicht der EU-Kommission deutlich leichter an sein Geld kommen als bisher. Die Brüsseler Behörde veröffentlichte am Montag eine Liste mit entsprechenden Forderungen an die Fluggesellschaften. Darin werden die Airlines unter anderem aufgefordert, Rückerstattungen in Form eines Gutscheins nicht als einzige Wahl anzupreisen und Verzögerungen bei der Rückzahlung zu vermeiden. Außerdem erwäge man neue Regeln mit Blick auf kommenden Krisen, sagte Verkehrskommissarin Adina Valean.
  • Auf Reisende kommen vorerst keine schärferen Corona-Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland zu. Das ist das Ergebnis von Beratungen von Bund und Ländern vom Montag, wie die Deutsche Presse-Agentur in Berlin erfuhr. Demnach soll die geltende Einreiseverordnung nicht kurzfristig geändert werden. Mehrere Ministerpräsidenten hatten schärfere Bestimmungen gefordert, um eine erneute Verschärfung der Corona-Lage zu verhindern.
  • Angesichts des Anstiegs von Corona-Infektionen der Delta-Variante wird es von Dienstag an Sonderkontrollen der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen von Reisenden aus Portugal geben. "Morgen erwarten wir acht Flüge aus Portugal, die wir aufgrund des Schengenstatus mit Sonderkontrollen am Gate oder am Flugzeug direkt abdecken werden", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Portugal und Russland stehen von Mitternacht an auf der Liste der dann 15 Staaten, die als Virusvariantengebiete gelten.
  • Nach der Einstufung Portugals als Corona-Virusvariantengebiet haben mehrere Reiseveranstalter inzwischen Touren in das Land abgesagt. Bei der Tui Deutschland gilt dies für Buchungen mit geplanter Anreise bis einschließlich 31. Juli.
  • Trotz der Ausbreitung der Delta-Variante lehnt die Bundesregierung Grenzkontrollen zum jetzigen Zeitpunkt aber strikt ab. Grenzkontrollen, wie sie im vergangenen Jahr zeitweilig eingeführt worden waren, seien "etwas sehr Hartes", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag. Sie sei der Meinung, "dass sich so etwas nicht wiederholen sollte".
  • Angesichts der rapiden Ausbreitung der Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien haben Spanien und Portugal die Einreisebestimmungen für Reisende aus dem Königreich verschärft. Wie das spanische Außenministerium am Montag mitteilte, müssen alle Briten künftig bei der Einreise nach Spanien wieder einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie nicht vollständig geimpft sind.
  • Angesichts einer sinkenden Zahl von Corona-Neuinfektionen mit dem Coronavirus lockert Schweden eine Reihe von Beschränkungen. "Von Donnerstag an kann das Leben wieder etwas mehr vor sich gehen wie vor der Pandemie", sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Montag in Stockholm. Bei Veranstaltungen und Demonstrationen sind wieder mehr Teilnehmer erlaubt. Restaurants und Bars dürfen länger geöffnet bleiben. Außerdem dürfen mehr Gäste zusammen an einem Tisch sitzen. Die Empfehlung, in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz zu tragen, wurde zurückgezogen.
  • Auf dem Weg aus der Corona-Krise hat die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Allzeithoch erreicht. Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) habe 107,4 Punkte und damit den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2008 erreicht, teilte das Institut am Montag in Nürnberg mit. Am Mittwoch will die Bundesagentur für Arbeit ihre Monatsstatistik für den Juni bekanntgeben.
  • Wegen der in einigen Bundesländern jetzt anstehenden Sommerferien fordert Bayern vom Bund klare Vorgaben und Regeln für Reiserückkehrer. "Es war letztes Jahr schon das Problem, dass dies sehr spät gemacht wurde, als der Urlaub in den meisten Bundesländern vorbei war", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München.
  • Wegen der massiven Ausbreitung der Delta-Variante dürfen Flüge aus Großbritannien von Donnerstag an nicht mehr in Hongkong landen. Das Vereinigte Königreich werde als "extremes Hochrisikoland" eingestuft, teilte die Regierung in Hongkong am Montag mit. Das hat zur Folge, dass Flugzeuge nicht mehr den Flughafen der ehemaligen britischen Kronkolonie in Chinas Süden anfliegen dürfen. Auch Transitreisen soll ein Riegel vorgeschoben werden.
  • Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat in der Debatte um strengere Regeln für Reiserückkehrer davor gewarnt, Urlauber zu verunsichern. Bareiß sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Es gelten bereits höchste Sicherheitsvorschriften für solche Gebiete, aus denen aufgrund der Delta-Variante eine Gefahr ausgeht. Dabei sollte es bleiben. Die aktuelle Diskussion um erneute Änderungen verunsichert die Menschen unnötig und kostet Vertrauen."
  • Im russischen EM-Spielort St. Petersburg ist am Montag ein Höchststand bei den Corona-Todeszahlen gemeldet worden. Die Behörden sprachen von 110 Toten innerhalb eines Tages - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. Zudem gab es bei der Zahl der Neuinfektionen einen leichten Anstieg gegenüber dem Vortag: 1335 neue Fälle binnen eines Tages.
  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Bundesregierung zur sorgfältigen Kontrolle von Urlaubsrückkehrern aufgefordert. "Das Entscheidende ist, dass wir Corona jetzt nicht einschleppen aus dem Ausland", sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion. „Wir sehen gerade, was in Portugal passiert und in Großbritannien.“ Die Bundesregierung habe in dieser Lage "eine enorme Verantwortung". Flugreisende aus Virusvariantengebieten müssen "mit einer hohen Präzision" kontrolliert werden.
  • In Griechenland erhalten junge Leute künftig eine Bezahlkarte im Wert von 150 Euro, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Dies kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Montag in Athen an. Das Angebot richtet sich an 940.000 junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Insgesamt sind dafür bis zu 141 Millionen Euro eingeplant. Ziel ist, dass in dem 11-Millionen-Einwohner-Land bis Ende Juli knapp 60 Prozent der Bevölkerung voll geimpft sind.
  • Der Städte- und Gemeindebund hat sich gegen strengere Regeln für Reiserückkehrer ausgesprochen. "Wichtiger als eine Anpassung der Einreiseverordnung ist die Kontrolle der bestehenden Regelungen zur Einreiseanmeldung und Quarantäne", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg unserer Redaktion. "Dabei müssen die Kommunen weiterhin auf die Unterstützung von Landes- und Bundesbehörden zählen können."
  • Die Länder wollen sich an diesem Montag ab 13 Uhr über den weiteren Umgang mit Reiserückkehrern verständigen: Bei einer Schaltkonferenz der Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien gehe es um mögliche Verschärfungen der Corona-Einreiseverordnung, wie unsere Redaktion aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Aus Sorge vor einer Einschleppung der hochinfektiösen Delta-Variante des Coronavirus hatte es aus dem Kreis der Ministerpräsidenten zuletzt Forderungen gegeben, bei der Testpflicht und bei den Quarantäneregeln nachzuschärfen.
  • Die britischen Streitkräfte werden wegen eines Corona-Falls in der obersten Leitungsebene in den kommenden Tagen aus der Distanz geführt. Die gesamte Spitze samt Verteidigungsminister Ben Wallace ist für zehn Tage in häuslicher Quarantäne, wie das Verteidigungsministerium in London in der Nacht zum Montag bestätigte.
  • Der Ruf nach strengeren Corona-Kontrollen für Urlaubsrückkehrer wird lauter. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte: "Ich unterstütze ausdrücklich die Forderung nach Kontrollen an den Grenzen, ob aktuelle Negativ-Tests vorliegen. Genau daran hat es bislang gemangelt."
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, Großbritannien wegen der Ausbreitung der Delta-Variante als Corona-Risikogebiet einzustufen. Der Vorschlag werde derzeit im Krisenreaktionskomitee der Europäischen Union diskutiert, berichtet "The Times". Griechenland, Spanien, Zypern, Malta und Portugal hätten sich bereits dagegen ausgesprochen.
  • Mit Blick auf die rasche Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante auch in Deutschland dringen immer mehr Länder-Regierungschefs darauf, Test- und Quarantäneregeln bei der Einreise aus dem Ausland zu verschärfen. "Diese Stichproben reichen nicht, die im Moment von der Bundespolizei umgesetzt werden", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im ZDF.
  • Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern zu überdenken. "In Großbritannien sind bereits viele Kinder mit Covid in der Klinik. Die Ständige Impfkommission argumentiert, dass Covid für Kinder harmlos sei. Für die Delta-Variante gilt dies meiner Ansicht nach aber nicht", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Montag).
  • Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, hat vor einem erneuten Anstieg der Corona-Inzidenzen gewarnt. "Es ist erfreulich, dass die Inzidenzen rapide sinken. Für den Sommer sind wir optimistisch", sagte Dedy der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Allerdings sei klar, dass die Pandemie nicht vorbei sei. Sollten die Inzidenzen wegen neuer Virus-Varianten wieder ansteigen, müsse der Bund die zum Monatsende auslaufende Bundesnotbremse "rechtzeitig wieder in Kraft setzen".
  • Angesichts des dramatischen Anstiegs der Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus treten in der russischen Hauptstadt Moskau am Montag verschärfte Pandemie-Bestimmungen in Kraft. Unternehmen müssen die Anzahl ihrer Mitarbeiter im Büro um 30 Prozent reduzieren. Geimpfte Mitarbeiter sind davon ausgenommen. Zudem müssen alle Arbeitnehmer über 65 Jahre sowie diejenigen mit Vorerkrankungen von zu Hause aus arbeiten.

Corona-News von Sonntag, 27. Juni: Südafrika setzt Corona-Alarmstufe herauf

  • Nach einem ungewöhnlich starken Anstieg der Infektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Beschränkungen deutlich. Präsident Cyril Ramaphosa setzte die Alarmstufe am Sonntagabend in einer TV-Rede auf die zweithöchste Stufe herauf. Am Vortag war bekanntgeworden, dass die hochansteckende Delta-Variante den Kap-Staat im Griff hat.
  • TV-Star Günther Jauch ist eines der Gesichter der Corona-Impfkampagne der Bundesregierung - nun hat ein Tweet des Gesundheitsministeriums dazu kurzzeitig für Wirbel im Netz gesorgt. Am Sonntag twitterte das Ressort von Minister Jens Spahn ein Foto von Jauch aus der Kampagne und schrieb dazu, der Moderator habe sich impfen lassen. Doch: Jauch war im Frühjahr an Covid-19 erkrankt und konnte sich daher noch gar nicht impfen lassen - dies hatte er damals auch öffentlich gemacht, mehrere seiner TV-Shows mussten ausfallen.
  • Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel ist nach dem EU-Gipfel in Brüssel positiv auf Corona getestet worden. Dies teilte die luxemburgische Regierung am Sonntagabend mit. Der 48-Jährige habe milde Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen, werde seine Arbeit aber von zuhause aus fortsetzen.
  • Mehr als 800 Schüler und Schülerinnen aus mehreren Teilen Spaniens haben sich auf Abschlussfahrten nach Mallorca Mitte Juni mit dem Coronavirus infiziert. Nach jüngsten Angaben der verschiedenen Regionalregierungen erhöhte sich die Zahl der infizierten Teenager am Sonntag auf mindestens 848.
  • Astrazeneca und die Universität Oxford haben mit neuen Studien zur Wirksamkeit ihres abgewandelten Impfstoffs gegen die Beta-Variante des Coronavirus begonnen. Es sei wichtig, sich auf Veränderungen beim Coronavirus vorzubereiten und somit der Pandemie „einen Schritt voraus zu sein“, erklärte der Direktor der Oxford Vaccine Group, Andrew Pollar, am Sonntag.
  • Nach einem Anstieg bei den Neuinfektionen sind Australien die Corona-Maßnahmen teils deutlich verschärft worden. Im Großraum Darwin im Norden des Landes gilt seit Sonntag zunächst für zwei Tage ein „voller Lockdown“, teilte die Regionalregierung mit. Dort wurden mehrere Menschen positiv getestet, nachdem sich ein Bergarbeiter vermutlich bei einer Übernachtung in einem Quarantäne-Hotel an der Ostküste infiziert hatte. Knapp 200 Menschen befinden sich nun in Isolation.
  • Indonesien hat mit mehr als 21.000 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden einen Rekordwert der Corona-Ansteckungen verzeichnet. „Wir haben einen Anstieg der Fallzahlen erwartet“, sagte eine Sprecherin der behördlichen Pandemie-Taskforce am Sonntag. Die Experten gehen demnach von weiterhin steigenden Ansteckungsraten in den kommenden zwei bis drei Wochen aus.
  • Hunderte Menschen sollen laut Medienberichten in der Nacht zum Sonntag in einer Corona-Krisenregion Norditaliens stundenlang eine Party gefeiert haben. In Maleo hätten sie die Masken- und Abstandsregeln nicht eingehalten, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag. Der kleine Ort in der Lombardei steht im Fokus, weil dort zuletzt Corona-Fälle mit der gefährlichen Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden waren.
  • Trotz stark rückläufiger Fallzahlen haben neue Coronafälle in Bergisch Gladbach wieder für Einschränkungen an zwei Schulen gesorgt. Wie der Rheinisch-Bergische Kreis am Samstag mitteilte, wurde bei einem vergangene Woche bekannt gewordenen Fall in einer Grundschule jetzt die Delta-Variante des Virus nachgewiesen. Die Kontaktpersonen des betroffenen Kindes seien bereits ermittelt und unter Quarantäne gesetzt worden, darunter seien auch die unmittelbaren Sitznachbarn des Kindes. „Im Einvernehmen mit Schulleitung und Elternschaft wurde für die gesamte Klasse Distanzunterricht vereinbart.“
  • Die Olympia-Organisatoren wollen die Einreiseregelungen nach Tokio knapp einen Monat vor Beginn der Spiele (23. Juli bis 8. August) noch einmal verschärfen. Der für die Durchführung der Spiele verantwortliche Hidemasa Nakamura kündigte dies als Reaktion auf die beiden Coronafälle in Ugandas Olympiamannschaft an. Olympische Delegationen sollen sich künftig nach einem positiven Test bei der Einreise nach Japan direkt in Isolation begeben.
  • Die Corona-Krise hat im Luftverkehr zu zahlreichen ausgefallenen Flügen geführt - und dabei wiederholt für Ärger über eine nur zögerliche Ticketerstattung gesorgt. In bislang 84 Fällen verhängte das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in diesem Jahr Bußgelder gegen Fluggesellschaften, die Ticketkosten von stornierten Flügen nicht fristgerecht zurückzahlten, wie eine Sprecherin der Behörde dem „Handelsblatt“ mitteilte. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es 51 Bescheide.
  • Das Coronavirus breitet sich unter britischen Schülern einem Bericht der „Sunday Times“ zufolge rasant aus. In der Woche zum 20. Juni sei die Zahl der infizierten 5- bis 9-Jährigen im Vergleich zur Vorwoche um 70 Prozent gestiegen, bei den 10- bis 14-Jährigen sei es ein Plus von 56 Prozent, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health.
  • Weil Tausende Menschen in der Nacht zum Sonntag in der Berliner Hasenheide feierten, hat die Polizei weite Teile des Parks geräumt. Es habe nachts drei größere Bereiche voller Menschen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Die Polizei habe drei Musikanlagen beschlagnahmt und die Flächen wegen der Corona-Einschränkungen geräumt. Die Menschen seien angesprochen und aus dem Park geleitet worden. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Alles sei friedlich verlaufen. Gegen 4.00 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.
  • Ein als Corona-Testzentrum genutzter ehemaliger Drogeriemarkt ist in der Nacht zum Sonntag in Braunschweig ausgebrannt. Das Feuer habe sich in dem Flachdachkomplex massiv ausgebreitet, sagte der Lagedienstführer der Braunschweiger Feuerwehr am Sonntagmorgen. "Es war sehr schwer zu löschen, wir sind noch im Einsatz." Laut Feuerwehr gibt es keine Hinweise auf Verletzte.
  • Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) dringt auf eine "Sicherheitsphase" nach den Sommerferien mit verstärkten Tests und Maskenpflicht in den Schulen, unabhängig von der Inzidenzrate. "Gerade zu Beginn des Schulbetriebs müssen wir erhöhte Vorsicht walten lassen. Wir fordern daher eine mindestens 14-tägige Sicherheitsphase nach den Sommerferien", sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In dieser Zeit müsse verstärkt getestet werden.
  • Die CSU lehnt nach den Worten von Generalsekretär Markus Blume einen neuen Lockdown im Fall einer vierten Corona-Welle ab. "Wenn sich tatsächlich im Herbst erneut eine Infektionswelle aufbauen sollte, gibt es keinen Lockdown-Automatismus mehr", sagte Blume dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Dank umfassendem Impfschutz und massenhafter Testkapazitäten sollten uns dann andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen", so Blume.
  • Angesichts der raschen Ausbreitung der Delta-Variante sprechen sich Gesundheitsexperten der Opposition für eine frühere Zweitimpfung aus. Bei mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer und Moderna) solle die Zweitimpfung gegen das Coronavirus bereits nach drei Wochen stattfinden, sagte Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der "Welt am Sonntag". Derzeit wird die Impfung mit Moderna und Biontech nach sechs Wochen wiederholt. Es gebe "harte Daten", dass dies gegen die Delta-Variante sehr wirksam sei. Zu einer früheren Zweitimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca läge noch nichts vor.

Corona-News von Samstag, 26. Juni: Delta-Varianta bereitet Sorge

Corona-News von Freitag, 25. Juni: Delta-Variante: WHO warnt vor Sorglosigkeit in Europa

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Delta-Variante vor Sorglosigkeit in Europa.
  • Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung die Einreise aus Portugal und Russland massiv ein
  • Für ganz Italien sollen ab kommendem Montag die lockersten Corona-Regeln gelten
  • Dänemark lockert ein weiteres Mal seine Reisebeschränkungen
  • Wer eine Steuererklärung für 2020 abgeben muss, hat dafür jetzt Zeit bis Ende Oktober 2021
  • In Russland nehmen die Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle nach Ansteckung mit dem Erreger rasant zu
  • Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat Kanzlerin Angela Merkel vor einer vierten Pandemie-Welle gewarnt und neue Einschränkungen nicht ausgeschlossen
  • In Großbritannien ist die Delta-Variante bereits der dominierende Typ des Coronavirus. Was Wissenschaftler über die Symptome der Delta-Variante bei Kindern herausgefunden haben, lesen Sie hier
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in der Coronavirus-Pandemie von einem Wiederanstieg der Inzidenzen hierzulande durch die Delta-Variante aus

Corona-News von Donnerstag, 24. Juni: Großbritannien hält an Regeln für Reisende aus Deutschland fest

  • Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Großbritannien weiterhin in Quarantäne gehen
  • Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante und einer Zunahme der Infektionsfälle hat die Regierung Portugals die für Montag vorgesehenen Lockerungen für weite Teile des Landes ausgesetzt
  • Aus Furcht vor Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wollen die EU-Staaten ihre Grenzen für Reisende aus Drittstaaten nur vorsichtig und koordiniert öffnen
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und dabei insbesondere gegen die sich weiter ausbreitende Delta-Variante wollen die norddeutschen Bundesländer auf erneute Schließungen verzichten
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will sich in den USA für Reiseerleichterungen für Bürger und Unternehmen aus der EU einsetzen
  • Im Kampf gegen Pandemien sollte der Staat nach Meinung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann drastischer als bisher in Freiheitsrechte der Bürger eingreifen dürfen
  • Bis Sonntag sollen 220 Millionen Europäer mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft sein - rund 60 Prozent der Erwachsenen in der EU
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am 25. August erneut mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über den Stand des Kampfes gegen die Corona-Pandemie beraten
  • Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und selten auftretenden Herzmuskelentzündungen bei jüngeren Männern
  • Wie mehrere spanische Medien übereinstimmend berichten, haben sich offenbar hunderte spanische Schüler nach einer Abschlussfahrt nach Mallorca mit dem Coronavirus infiziert
  • Vereine aus den deutschen Profiligen mehrerer Sportarten können noch bis zum Ende des Jahres Corona-Soforthilfen beantragen
  • Der Brite Dave Smith ist laut Angaben der BBC der Menschen mit der längsten aufgezeichneten Corona-Infektion weltweit. Angesteckt habe er sich während der ersten Welle. Erst mehr als 290 Tage später gelang die Heilung mit dem Mittel Regeneron
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert ein koordiniertes Vorgehen der EU-Staaten gegen die Verbreitung gefährlicher Corona-Varianten
  • Brasilien hat am Mittwoch mit 115.228 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Tageshöchstwert verzeichnet
  • Jeder Dritte in Deutschland lebende Mensch ist nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft
  • Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weltweite Rufe nach einer Freigabe der Lizenzen für die Corona-Impfstoffproduktion zurückgewiesen
  • Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen die sich zunehmend ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus auf Fortschritte bei der Impfkampagne
  • Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht hat davor gewarnt, die psychischen und sozialen Folgen der Pandemie für Ältere zu unterschätzen

Corona-News von Mittwoch, 23. Juni: Justizministerin Lambrecht sieht Bund und Länder für Delta-Variante gerüstet

  • Angesichts einer drohenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sieht Bundesjustizministerin Christine Lambrecht Bund und Länder gerüstet
  • Queen Elizabeth II. hat am Mittwoch erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie den britischen Premierminister Boris Johnson wieder zu einer persönlichen Audienz empfangen
  • Der Anteil der Corona-Fälle, die auf die Delta-Variante zurückgehen, nimmt in Deutschland deutlich zu. Waren am 9. Juni nur 2,5 Prozent der Neuinfektionen auf Delta zurückzuführen, geht das Robert Koch-Institut mittlerweile von einem Anteil von 15,1 Prozent aus
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Corona-Pandemie vor einem "Sorgenherbst" nach der Urlaubszeit im Sommer gewarnt
  • Wegen eines Anstiegs von Corona-Neuinfektionen verschiebt Israel die geplante pauschale Einreiseerlaubnis für geimpfte Individualtouristen um einen Monat
  • Die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter aus. Sie ist inzwischen für "neun bis zehn Prozent" der Neuansteckungen verantwortlich
  • Die zunächst in Indien aufgetretene Delta-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigt sich angesichts steigender Corona-Infektionen in Afrika besorgt
  • In allen sächsischen Impfzentren sind laut Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zurzeit Impftermine frei
  • Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sowie fünf weitere Entwickler von Impfstoffen gegen das Coronavirus erhalten den Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik
  • Das indische Gesundheitsministerium ist besorgt über eine sogenannte "Delta Plus"-Variante und will sie stärker untersuchen
  • Wegen geringer Nachfrage aus der Bevölkerung will die Slowakei 160.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V verkaufen oder verschenken
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht eine Überwindung der Corona-Pandemie in greifbarer Nähe
  • Mit zunehmendem Wegfall der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie wird die ostdeutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Ifo-Instituts in diesem Jahr um 2,4 Prozent wachsen
  • Schleswig-Holsteins Landesregierung lockert die Corona-Regeln weiter. Ab Montag an sollen mehr Besucher bei Veranstaltungen erlaubt werden und draußen die Maskenpflicht entfallen
  • Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Margaritis Schinas ist optimistisch, dass touristische Reisen in die USA bald vereinfacht werden
  • Damit neue Geschäfte einziehen, haben einige Städte beschlossen, coronabedingt leerstehende Ladenflächen zeitweise für neue Mieter zu bezahlen
  • Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert
  • Die Erhöhung der Zuschauerzahl auf 60.000 im Londoner Wembley-Stadion ab dem EM-Halbfinale sorgt in Großbritannien für Diskussionen
  • Die geplante Zulassung von 60.000 Zuschauern beim Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in London stößt bei der deutschen Sportpolitikerin Dagmar Freitag (SPD) auf Ablehnung
  • Nach Verdachtsfällen auf Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren sollen künftig strengere Kontrollvorgaben greifen
  • Ein Großteil der fünf Millionen Einwohner von Sydney darf seit diesem Mittwoch die Stadt vorerst nicht mehr verlassen. Das Reiseverbot soll die weitere Verbreitung der Delta-Variante eindämmen
  • Israel hat nach einem Anstieg von Corona-Neuinfektionen wieder Beschränkungen verhängt
  • Fast jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft
  • Um die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zu stoppen, drängen Kassenärzte auf noch mehr Impfstoffe und ein höheres Impftempo
  • Neuseelands Hauptstadt Wellington hat nach dem positiven Corona-Test eines Reisenden aus Australien Einschränkungen verhängt
  • Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat den vom Internationalen Olympischen Komitee festgelegten Haftungsausschluss für Sportler im Falle einer Corona-Infektion kritisiert
  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist optimistisch, dass Schulen in Deutschland nicht erneut wegen der Corona-Pandemie schließen müssen - will sich aber nicht definitiv festlegen
  • Die Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich mittlerweile auch in Deutschland. In Hessen tritt die Mutante in über 20 Prozent der Fälle auf
  • Da Plätze in den Freibädern pandemiebedingt begrenzt und mit Online-Tickets geregelt werden, kommt es vermehrt zu Reibereien an Schwimmbädern in Deutschland
  • Der Einzelhandel fordert 100 Millionen Euro aus dem Corona-Hilfsfonds der EU. Nötig sei insbesondere zusätzliches Geld für die Digitalisierung
  • Die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar hat Urlauber zu besonderer Corona-Wachsamkeit in den Sommerferien aufgerufen
  • Der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern die Politik auf, den Präsenzunterricht zu Beginn des neuen Schuljahrs auch im Fall einer möglichen Ausbreitung der Delta-Variante zu ermöglichen

Corona-News von Dienstag, 22. Juni: US-Regierung verpasst Impfziel wohl um einige Wochen

  • Die USA werden das Impfziel von Präsident Joe Biden verpassen. Bis zum 4. Juli würden 70 Prozent der über 27-Jährigen mindestens einmal geimpft sein, sagt Bidens Corona-Berater Jeffrey Zients. Gegenwärtig sei diese Quote bei den über 30-Jährigen erfüllt. Biden gab allerdings vor, sie bis zum Nationalfeiertag bei allen Erwachsenen zu erzielen. Die Marke dürfte nun einige Wochen später erreicht werden, sagt Zients weiter.
  • Italien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Ausgabenplan für den milliardenschweren Corona-Hilfsfonds der EU erhalten. "Dies ist ein Tag des Stolzes für unser Land", sagte Regierungschef Mario Draghi in Rom bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
  • Indien stuft eine neu nachgewiesene Virusvariante als besorgniserregend ein. Die inoffiziell als "Delta plus" bezeichnete Mutation sei in 16 Fällen im Bundesstaat Maharashtra entdeckt worden und leichter übertragbar, sagt der indische Bundesgesundheitsminister Rajesh Bhushan. Insgesamt seien inzwischen fast zwei Dutzend Infektionen in drei Bundesstaaten nachgewiesen. Bhushan ruft die Behörden zu verstärkten Tests auf.
  • Die Delta-Variante gefährdet in Großbritannien die Erfolge im Kampf gegen Corona – der Regierung Johnson bleibt aber eine Hoffnung. Lesen Sie hier: Delta in Großbritannien - Inzidenz knackt wichtige Marke
  • Tschechien hat Deutschland von seiner Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Damit ist die Einreise aus der Bundesrepublik ins Nachbarland wieder ohne Auflagen möglich, wie das Außenministerium mitteilte. Umgekehrt stuft Deutschland Tschechien bereits seit dem 6. Juni nicht mehr als Risikogebiet ein.
  • Schottland hat den nächsten Lockerungsschritt bei der geplanten Aufhebung der Corona-Maßnahmen verschoben. Das teilte die Chefin der Regionalregierung, Nicola Sturgeon, im Parlament in Edinburgh mit. Demnach soll die niedrigste Stufe nicht bereits am kommenden Montag erreicht werden, sondern erst am 19. Juli.
  • Im neuen Coronavirus-Podcast spricht Virologe Christian Drosten darüber, wie sich die Delta-Variante in Deutschland ausbreiten könnte. Mit Blick auf die Verbreitung in Deutschland sagte der Charité-Virologe: "Man muss befürchten, dass der Anteil inzwischen gestiegen ist. Die Frage ist natürlich: Geht er Richtung zwölf Prozent?"
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erleichtert auf die sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen reagiert. "Manche Mühe hat sich gut ausgezahlt", sagte Merkel nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin. Allerdings sei die Pandemie "noch nicht vorbei", wurde sie von Teilnehmern zitiert.
  • In einem Monat beginnen in Tokio die Olympischen Spiele – ohne ausländische Besucher. Virologen warnen dennoch vor einem Superspreader-Event. Lesen Sie hier: Delta-Variante - So gefährlich wird Olympia in Tokio
  • Seit der zweiten Mai-Woche sind in den Vereinigten Staaten nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC über sieben Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mindestens ein Mal mit einer Corona-Impfung versorgt worden. Diese Altersgruppe stellt in den USA 17 Millionen Menschen.
  • Während in Europa der Nutzen, diese Altersgruppe zu impfen, noch kontrovers diskutiert wird, appellieren die Verantwortlichen in den USA, auch der Verband der Kinderärzte (American Academy of Pediatrics), fast einhellig an die Eltern, die Jüngeren so vor einer Infektion zu schützen. Wichtigste Gründe: Der Nutzen der Impfung überwiege das Risiko von bisher selten festgestellten Nebenwirkungen bei weitem. Und: Ohne die Minderjährigen zu impfen, sei das Ziel der Herden-Immunität nicht zu erreichen. Lesen Sie dazu: Corona-Impfungen bei Kindern - So läuft es in den USA
  • Die Stadt Wien will junge Menschen mit Musik und Feierstimmung zur Corona-Impfung locken. In der österreichischen Hauptstadt sollen Anfang Juli eine oder mehrere Impfparties veranstaltet werden, gab ein Sprecher bekannt. Außerdem bietet Wien Familien-Impftermine an, bei denen Kinder und Eltern gemeinsam einen Schutz gegen Covid-19 erhalten.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich "besorgt" darüber gezeigt, dass einige Länder die Corona-Beschränkungen rund um die Spiele der laufenden Fußball-Europameisterschaft gelockert haben. In einigen dieser Länder seien bereits steigende Infektionszahlen zu verzeichnen, teilte die WHO auf Nachfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP mit.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor den Risiken der Delta-Variante. Für vollständig Geimpfte sei ein wirklich schwerer Verlauf eine Seltenheit, schrieb der SPD-Politiker am Dienstag auf Twitter. Für Ungeimpfte und damit auch für Kinder sei das Risiko jedoch groß. "Daher werden wir dringend Impfkampagnen machen müssen", so Lauterbach.
  • Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus. "Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist", sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens. Biontech arbeite an flexiblen Verfahren in den Bereichen Technologie, Produktion und Zulassung.
  • Terroristen versuchen einem Europol-Bericht zufolge die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen. "Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren", heißt es in dem Jahresbericht zu Terrorismus in der EU, den Europol am Dienstag in Den Haag vorlegte.
  • Veranstaltungen im Freien dürfen in Berlin bald wieder deutlich größer werden. Ab dem 3. Juli sind dabei bis zu 2000 zeitgleich anwesende Menschen erlaubt. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nach der Sitzung mitteilte. Die Grenze für drinnen liegt bei bis zu 500 Personen. Bisher waren es maximal 1000 draußen und 250 drinnen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist ab 500 Personen der Nachweis eines negativen Corona-Tests Pflicht, wie Kollatz erläuterte.
  • Mit dem schnellsten Impfprogramm der Welt und nur noch wenigen Infektionsfällen pro Tag bekam Israel die Corona-Pandemie im Frühjahr gut in den Griff. Jetzt haben die Gesundheitsbehörden wieder mehr als 100 Fälle pro Tag registriert – zum ersten Mal seit zwei Monaten.125 Personen seien am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden, so das Gesundheitsministerium am Dienstag – bei rund 70 Prozent der Proben sei die Delta-Variante nachgewiesen worden. Lesen Sie hier, wo die Hotspots sind.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch ihre zweite Corona-Schutzimpfung erhalten. Merkel sei vor einigen Tagen geimpft worden, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Nachdem Merkel bei der ersten Impfung am 16. April den Impfstoff von Astrazeneca erhalten hatte, sei sie nun mit dem Vakzin von Moderna geimpft worden.
  • In Schleswig-Holstein ist bis einschließlich Freitag insgesamt bei 51 Fällen die aggressive Delta-Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit Verweis auf vorliegende Informationen der Landesmeldestelle mit. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus vor voll besetzen Stadien bei der Europameisterschaft gewarnt und die Europäische Fußball-Union (UEFA) zu verantwortungsvollen Entscheidungen gemahnt. "Ich hielte es nicht für gut, wenn voll besetzte Stadien dort sind", sagte Merkel am Dienstag nach einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Berlin mit Blick auf Großbritannien. Sie denke es zwar nicht, hoffe aber, dass die UEFA verantwortungsvoll mit der Lage umgehe, sagte Merkel.
  • Um die Folgen der Pandemie abzufedern, hat der Bundestag im Juni ein zwei Milliarden schweres Corona-Aufholprogramm beschlossen. Dazu gehört auch ein weiterer einmaliger Kinderbonus für Hartz-IV-Beziehende und Familien mit geringen Einkommen. Jetzt wurden weitere Details bekannt. Wann der Zuschuss ausgezahlt wird und wie hoch er ist, lesen Sie hier.
  • Die EU-Kommission kauft weitere 150 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Moderna. Eine entsprechende Option aus einem Vertrag vom Februar wurde jetzt gezogen, wie ein Kommissionssprecher am Dienstag mitteilte. Die Lieferung soll im dritten Quartal beginnen und sich bis ins Jahr 2022 hineinziehen. Die Kommission hat zwei Verträge mit Moderna: einen über 160 Millionen Dosen vom vergangenen Jahr und einen zweiten vom Februar.
  • Ein neuer Corona-Ausbruch mit der extrem ansteckenden Delta-Virusvariante lässt die Behörden in Sydney über einen neuen Lockdown nachdenken. Es seien innerhalb von 24 Stunden zehn neue Fälle registriert worden, teilten die Behörden am Dienstag mit. Für Australien, das sich unter anderem durch strikte Einreiseregeln gegen das Virus abzuschotten versucht, ist das eine ungewöhnlich hohe Zahl.
  • Schülerinnen und Schüler an Bayerns Grundschulen sollen im Unterricht keine Masken zum Schutz vor Corona mehr tragen müssen, sofern sie an ihrem Platz sitzen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kabinettskreisen. Zuvor hatten Bayerischer Rundfunk und "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.
  • Ein Gaststättenbetreiber aus Hessen ist mit der Klage gegen seine Betriebsschließungsversicherung gescheitert, die den finanziellen Ausfall aus dem ersten Corona-Lockdown nicht tragen will. Der Betrieb im Main-Kinzig-Kreis war im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 einen knappen Monat geschlossen geblieben, wofür die Betreiberin anschließend Entschädigung verlangte. Das Oberlandesgericht Frankfurt gab aber in der Berufung der Versicherung recht, die in den Zusatzbedingungen der Police auf einen Krankheiten-Katalog im Infektionsschutzgesetz verwiesen hatte.
  • In Kolumbien sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie inzwischen mehr als 100.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Diese Schwelle sei am Montag überschritten worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Zudem seien am Montag mit 648 neuen Todesfällen so viele wie noch nie binnen 24 Stunden verzeichnet worden.
  • Nach zuletzt wenigen Corona-Neuinfektionen in Israel sind erstmals seit rund zwei Monaten mehr als 100 neue Fälle an einem Tag nachgewiesen worden. 125 Personen seien am Vortag positiv auf das Virus getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Chesi Levy, hatte dem israelischen Fernsehen zuvor gesagt, dass rund 70 Prozent der Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Virus in Zusammenhang stehen.
  • Eine Hürde für den Zugang von gesunden Schwangeren zu Corona-Impfungen in Deutschland ist aus Sicht zweier Fachgesellschaften ausgeräumt. Große Unsicherheit bei Ärzten hinsichtlich haftungsrechtlicher Fragen habe bisher dazu geführt, dass Schwangere "trotz eindeutiger Risikosituation" nur erschwert eine solche Impfung erhielten, mittlerweile gebe es aber Klarheit. Das erklärten die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) am Dienstag in einer Stellungnahme. Inwiefern Ärzte nun ihre Impfpraxis bei Schwangeren ändern, war zunächst unklar.
  • Die Delta-Variante dominiert in Großbritannien - aktuell sind über 90 Prozent der Corona-Patienten in England mit der Mutante aus Indien infiziert. Wie das britische Gesundheitsministerium am Freitag bekannt gab, ist die Zahl der Delta-Infizierten innerhalb einer Woche von 33.630 auf 75.953 gestiegen. So hat die Delta-Variante auch die Inzidenz wieder nach oben getrieben - lag diese zuletzt bei 20, wird mittlerweile wieder eine Inzidenz von 80 gemessen.
  • Das hat auch große Auswirkungen auf die Zahl der Krankenhausaufenthalte wie Andreas Backhaus, Wissenschaftler an der Universität München, auf Twitter anhand einer Grafik skizzierte: "Die Zahl der Krankenhausaufenthalte in England steigt - zwar langsam, aber sie liegt aktuell 50 Prozent über ihrem letzten Tiefstand."
  • Die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich zunehmend auch in Deutschland aus. Allerdings scheint genau der Nachweis ein zentrales Problem an der neuen Mutation zu sein. Die Delta-Variante bleibt in den üblichen Schnelltests häufig unerkannt. Warum das so ist, lesen Sie hier: Delta-Variante: Warum die Schnelltests sie nicht erkennen
  • Der stationäre Einzelhandel nimmt zusehends wieder Fahrt auf: In der vergangenen Woche hätten die Umsätze des Einzelhandels in den Innenstädten noch "acht Prozent unter Vor-Krisen-Niveau" gelegen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Online-Ausgabe des "Merkur" mit Blick auf eine aktuelle Verbandsumfrage. Demnach hatten die Rückgänge im April noch rund 60 Prozent betragen, zum Jahresbeginn fehlten 85 Prozent der Erlöse.
  • In der Corona-Krise geht das Interesse der Deutschen an den Folgen des Klimawandels und der Erderhitzung nach Umfragen des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski deutlich zurück. Das Umweltbewusstsein der Deutschen sinkt stetig, sagte Opaschowski (80) der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe aus repräsentativen Umfragen des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) der vergangenen drei Jahre hervor. Dabei wurden jeweils 1000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen zum Klimawandel befragt.
  • In Italien soll ab kommendem Montag die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien entfallen. "Ab dem 28. Juni lassen wir die Pflicht, in der weißen Zone draußen Masken zu tragen, hinter uns", schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza am späten Montagabend auf Facebook.
  • Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus auch hierzulande mahnt der Kinderschutzbund zu mehr Vorbeugung und besserem Schutz an den Schulen. Auch in dieser Phase der Pandemie werde dafür politisch wieder nicht genug unternommen - etwa durch bessere Digitalausstattung oder den rechtzeitigen Einbau von Lüftungen, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist ein einziges Trauerspiel", bilanzierte er. "Ich fürchte, die Kinder werden erneut die Verlierer der Pandemie sein."
  • Zahlreiche Mini-Konzerte und eine Elektro-Party im Präsidentenpalast: Frankreich hat am Montag die erste Live-Fête-de-la-Musique in der Pandemie gefeiert. Präsident Emmanuel Macron zeichnete vor Beginn des Konzerts im Innenhof seines Amtssitzes den Elektro-Pionier Jean-Michel Jarre und Disco-Musiker Marc Cerrone aus.
  • Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht den deutschen Ausbildungsmarkt nach Monaten der Pandemie vor einer äußerst kritischen Phase. "Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer", sagte Heil unserer Redaktion.
  • Die Bundesärztekammer warnt dringend vor Urlaubsreisen in Gebiete, in denen die hochansteckende Delta-Variante grassiert: "Auf Reisen in Regionen, die von der Delta-Variante besonders betroffen sind, sollte verzichtet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt unserer Redaktion. Wenn Vorsicht und Verantwortung gewahrt seien, spreche dagegen nichts gegen Urlaubsreisen.
  • Die Delta-Variante werde sich mittelfristig in Deutschland gegen die Alpha-Mutante durchsetzen, so Reinhardt. Man könne auch davon ausgehen, dass die Inzidenz zum Ende des Sommers saisonbedingt wieder ansteigen werde. Ob es zu einer vierten Welle komme, hänge wesentlich vom Fortschritt der Impfkampagne in Deutschland ab.

Montag, 21. Juni: Drastischer Corona-Anstieg in Cornwall nicht wegen G7-Gipfels

  • Die britische Regierung sieht nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang zwischen dem G7-Gipfel in Cornwall in der vorvergangenen Woche und einem starken Anstieg von Corona-Fällen in der englischen Grafschaft.
  • In der Türkei werden die Corona-Beschränkungen weiter gelockert. Ab 1. Juli würden die Ausgangsbeschränkungen, die zurzeit noch abends und sonntags gelten, vollständig aufgehoben, kündigte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag in Ankara an. Zudem würden Reisebeschränkungen entfallen.
  • Die Pläne zur Herstellung von Corona-Impfstoffen in Afrika nehmen Gestalt an. In Südafrika werde mit Hilfe eines Konsortiums das erste Zentrum zur Herstellung von sogenannten mRNA-Impfstoffen entstehen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mit. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach von einem "phänomenalen Schritt". Es gehe darum, Afrika von Impfstoffen unabhängiger zu machen, die aus dem Ausland geliefert würden.
  • Der russische Anti-Covid-Impfstoff Sputnik V hilft nach Angaben seines Entwicklers selbst gegen die neue Delta-Variante des Coronavirus. Nach der zweiten Dosis schütze Sputnik V gegen alle derzeit bekannten Varianten des Coronavirus, sagte der Direktor des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg, am Montag.
  • Deutschland wird laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) allen Jugendlichen schon bald ein Impf-Angebot machen können: Bis spätestens Ende August werde das möglich sein. Dies gelte für impfwillige Über-Zwölf-Jährige, wobei die Entscheidung mit den Eltern und dem Arzt abzusprechen sei, sagte er am Montag auf dem Tag der Industrie.
  • Trotz steigender Fallzahlen gibt sich der britische Premierminister Boris Johnson zuversichtlich, dass die Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli komplett aufgehoben werden können. Johnson hatte den sogenannten "Freedom Day" ("Tag der Freiheit") kürzlich um vier Wochen auf den 19. Juli verschoben.
  • Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben die Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen bislang mehr als 7200 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies umfasst den Zeitraum vom April 2020 bis Mai 2021, wie das NRW-Justizministerium am Montag dem Landtag mitgeteilt hat.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich als Lehre aus der Corona-Pandemie für eine stärkere Vernetzung und Planung des Krankenhaus-Angebots in Deutschland ausgesprochen. "Nicht jeder muss alles machen - weder in der Stadt, noch in der Fläche", sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin bei einer Veranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Vor Ort müsse eine Grundversorgung verfügbar sein und auch besser finanziert werden.
  • Der Bund will im kommenden Jahr mehr neue Schulden machen als bisher geplant. Konkret ist eine Nettokreditaufnahme von 99,7 Milliarden Euro vorgesehen, wie aus einer Kabinettsvorlage zum
    Bundeshaushalt 2022 und der Finanzplanung bis 2025 hervorgeht. Diese lag der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor. Zuerst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.
  • Deutschlands Krankenhäuser haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten aus finanziellen Gründen bei Angaben zu Betten für Covid-19-Behandlungen geschummelt. Der Bundesrechnungshof habe keine Belege für entsprechende Vorwürfe vorgelegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Montag bei einer Veranstaltung seiner Organisation.
  • Nach über einjähriger Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen in Schleswig-Holstein die ersten drei Diskotheken als befristete Modellprojekte unter strengen Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen keine Maske tragen, keine Abstände wahren und negativ auf Corona getestet, geimpft oder genesen sein. Betriebe können sich bis zum 2. Juli beim Land bewerben und bei Erfüllung aller Voraussetzungen frühestens am 20. Juli starten.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Beschäftigten in den Kliniken für ihren großen Einsatz in der Corona-Krise gedankt. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter seien seit Monaten an die physischen und psychischen Grenzen gegangen. "Das ist alles andere als selbstverständlich", sagte Merkel am Montag in einer eingespielten Videobotschaft bei einer Veranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft.
  • Die Bundesregierung hat die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien unterstrichen, verweist aber auch auf noch mögliche Corona-Risiken. "Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Angesichts der ansteckenderen Delta-Virusvariante habe man es aber "nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun", sagte Seibert. Das Geschehen sei den Sommer über genau zu beobachten.
  • Frankreichs Clubszene kann aufatmen. Nach 15 Monate langer Zwangspause können Diskotheken vom 9. Juli an wieder öffnen. Für den Eintritt sollen Gäste einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen, wie der zuständige Minister für kleine und mittlere Unternehmen, Alain Griset, am Montag in Paris sagte. Die Clubs dürfen demnach drinnen vorerst nur eine begrenzte Zahl an Menschen empfangen. Maskenpflicht gelte aber nicht.
  • Die Berliner Charité prüft den Einsatz eines üblicherweise gegen Bandwürmer eingesetzten Mittels zur Behandlung von Corona-Infektionen. Wie das Universitätsklinikum am Montag mitteilte, wird zurzeit in einer klinischen Studie untersucht, ob sich das Bandwurmmittel Niclosamid als wirksam gegen Covid-19 erweist.
  • Tschechien hat seine Grenzen für Urlauber aus allen EU-Staaten geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Montag auch für Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen. Das teilte das Innenministerium in Prag mit. Für Touristen aus Deutschland, Österreich und fünf weiteren EU-Staaten gab es bereits seit zwei Wochen eine Sonderregelung. Mehr dazu: So ist Urlaub in Polen und Tschechien trotz Pandemie möglich
  • Eine Studie von Frankfurter Forschern hat nach dem monatelangen Distanzunterricht in Corona-Zeiten ein ernüchterndes Fazit gezogen. Der Distanzunterricht sei im Frühjahr 2020 "genauso effektiv wie Sommerferien" gewesen, teilte die Goethe-Universität Frankfurt am Main am Montag mit. Der Kompetenzerwerb während der Schulschließungen sei im Vergleich zum Präsenzunterricht deutlich geringer ausgefallen.
  • Die russische Hauptstadt Moskau verzeichnet weiterhin Tausende Corona-Neuinfektionen. Am Montag meldeten die Behörden 7580 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das liegt unter dem Rekordwert vom vergangenen Samstag mit 9120 Neuinfektionen.
  • Angesichts einer stabilen Infektionslage lockert der Hamburger Senat die Corona-Kontaktbeschränkungen weiter. Ab Dienstag können sich wieder zehn Personen aus verschiedenen Haushalten auch in Innenräumen treffen, wie der Senat am Montag mitteilte. Auch die Regeln für Veranstaltungen und die Gastronomie werden gelockert.
  • Kanzlerin Angela Merkel hat trotz der einstelligen Werte bei den Corona-Inzidenzen vor Übermut gewarnt. Man sei bei einer erfreulichen Inzidenz unter zehn, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei einer gemeinsamen Klausur der Spitzen von CDU und CSU zum Wahlprogramm der Union in Berlin. Dies sei aber immer noch drei Mal so hoch wie vor zwölf Monaten.
  • Die Krankenhäuser in Deutschland sehen sich auf eine Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus vorbereitet. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte am Montag im Inforadio vom rbb: "Wir können das stemmen. Wir haben aus den ersten drei Pandemiewellen viele Erfahrungen gezogen und wir haben jetzt auch gute Voraussetzungen, was das Thema Impfen angeht."
  • Trotz der andauernden Corona-Pandemie wollen Japans Olympia-Organisatoren bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen. Maximal darf aber die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber am Montag nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden.
  • Nach der Öffnung von Corona-Impfungen für alle Erwachsenen in Großbritannien nimmt die Kampagne noch einmal Fahrt auf. Am Freitag und Samstag wurden laut NHS insgesamt mehr als eine Million Termine für Impfungen gebucht. Das seien sechs pro Sekunde.
  • Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, Deutschlands Schulen und Kindergärten in der Pandemie offen zu halten und so Präsenzunterricht für alle Schüler zu ermöglichen. Dies sei die effektivste Art des Lernens, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme. Die Öffnungen sollten aber von "geeigneten Schutzmaßnahmen" begleitet werden.
  • Israel will ab 1. Juli die Einreise von geimpften Individualtouristen erlauben. Diese bräuchten dann keine Genehmigung im Vorfeld mehr, schrieb Innenministerin Ajelet Schaked von der ultrarechten Jamina-Partei am Sonntagabend auf Facebook. Welche Impfungen dabei akzeptiert würden, werde noch mitgeteilt.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist sicher, dass sich Delta bald durchsetzt. "Damit wird diese oder eine noch gefährlichere Variante irgendwann auch alle, die noch nicht geimpft sind, erreichen", sagte er der "Rheinischen Post". Ungeimpfte seien einem wesentlich höheren Risiko ausgesetzt: "Je stärker die Delta-Variante sich verbreitet, desto mehr ungeimpfte Menschen würden auch sterben", so die Prognose des Mediziners.
  • Nach einer Pandemie-Pause im vergangenen Jahr haben am Sonntag wieder hunderte Menschen auf dem New Yorker Times Square Yoga gemacht. Bei hohen Temperaturen versammelten sich vom frühen Morgen an Menschen zu einstündigen kostenlosen Kursen auf Verkehrsinseln des belebten Platzes in Manhattan. In diesem Jahr gab es weniger Kurse als vor der Pandemie, dafür wurden sie auch live im Internet übertragen.
  • Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen. "
  • Die Mehrheit der 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Konzerne plant eine Ausweitung der mobilen Arbeit auch nach der Pandemie. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unserer Redaktion unter den 30 Dax-Konzernen. 22 Unternehmen bekundeten darin ihr Interesse, die Zahl der mobilen Arbeitstage künftig erhöhen zu wollen. In den meisten Fällen wird demnach derzeit über eine konkrete Vereinbarung verhandelt.
  • Mit dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht Ende Juni ist ein Streit zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern entbrannt – auch mit Blick auf eine mögliche gesetzliche Regelung über die Dauer der Pandemie hinaus. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte das Ende der Homeoffice-Pflicht scharf.

Sonntag, 20. Juni: Katar plant Fußball-WM nur für Corona-Geimpfte

  • Katar will nur gegen das Coronavirus geimpfte Zuschauer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zulassen. "Bis zur WM werden die meisten Länder der Welt ihre Bürger geimpft haben", wurde Premierminister Scheich Khalid bin Khalifa bin Abdulaziz Al Thani von staatlichen Medien zitiert.
  • Während die Weltgesundheitsorganisation vor einer weiteren Pandemiewelle warnt, machen sich die ersten Olympiateams auf den Weg nach Tokio. Nun gab es den ersten Corona-Fall unter den Ankömmlingen. Wie die japanische Regierung bekannt gab, wurde ein Mitglied des Olympiateams aus Uganda bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Narita nahe Tokio positiv auf das Virus getestet und an der Einreise gehindert.
  • In Deutschland wurden bereits 22,3 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über Twitter mit.
  • Die Homeoffice-Pflicht endet. Doch wer jetzt nicht auf die Bedürfnisse seiner Angestellten hört, wird in Zukunft Probleme bekommen, meint Chefreporterin Miriam Hollstein. Lesen Sie hier den Kommentar: Darum sollte Homeoffice in Zukunft freiwillig sein
  • Nicht alle Medikamente vertragen sich mit einer Corona-Impfung. Frisch Geimpfte sollten deshalb nicht gleich zu Medikamenten greifen, wenn sie Nebenwirkungen verspüren, raten Expertinnen und Experten. Lesen Sie hier, welche Mittel man nicht zur Corona-Impfung nehmen sollte.
  • In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen.
  • Das Bundesgesundheitsministerium plant die Einführung von FFP2-Masken speziell für Kinder. "Eine Erkenntnis aus der Pandemie ist, dass wir Standards für Infektionsschutzmasken speziell für Kinder entwickeln müssen", sagte ein Sprecher unserer Redaktion. Daran würden das Ministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit arbeiten.
  • Als zweites Land der Welt nach den USA hat Brasilien mehr als eine halbe Million Corona-Tote zu beklagen. In dem größten Land Lateinamerikas wurden bislang 500.800 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Samstag mitteilte.
  • Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.
  • Der in Kuba entwickelte Impfstoff-Kandidat Soberana 02 ist laut Herstellerangaben nach Verabreichung von zwei der drei vorgesehenen Impfdosen zu 62 Prozent gegen Covid-19 wirksam.

Corona-News von Samstag, 19. Juni: Erstmals seit acht Monaten: Weniger als 1000 Covid-Patienten auf Intensivstationen

  • Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1000 gefallen. Interaktiv: So ist die Lage auf Deutschlands Intensivstationen
  • Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sollen in Dresden alle Bewohner eines Wohnhauses getestet werden. Davon seien rund 150 Menschen betroffen, teilte die Stadt Dresden am Samstag mit.
  • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert. "Leider Gottes ist in dieser Phase die entscheidende Problematik, nämlich brauchen Kinder und Jugendliche diese Impfung, überhaupt nicht angesprochen worden", sagte Mertens am Samstag auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. Lesen Sie dazu: Corona-Impfungen für Kinder – Eltern vor Gewissensfrage
  • Bruce Springsteen gibt bald am Broadway in New York wieder Konzerte. Doch Menschen, die ihre Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sind von den Konzerten ausgeschlossen.
  • Laut Bundesgesundheitsminsiter Jens Spahn (CDU) werden die Corona-Maßnahmen in den Schulen auch nach den Sommerferien aufrecht erhalten werden müssen.
  • Die Hamburger Polizei hat am Freitagabend eine Feier mit gut 4000 Teilnehmern in einem Stadtpark aufgelöst. Bei der Party wurde gegen Corona-Regeln verstoßen.
  • Die großen Polit-Talkshows der ARD sind in der Corona-Pandemie ohne Publikum ausgekommen – nach der Sommerpause könnte sich das in einigen Studios wieder ändern. Der Moderator von "Hart aber fair", Frank Plasberg, sagte dem Medienmagazin "Übermedien": "Es soll wieder losgehen mit Studiopublikum."
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich aufgrund der Verbreitung der Delta-Variante in Großbritannien gegen London als Austragungsort für EM-Spiele ausgesprochen.

Corona-News von Freitag, 18. Juni: Politik zu Reaktiv – Virologe Streeck mahnt zur Vorbreitung auf den Herbst

  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält das schrittweise Vorgehen bei Lockerungen von Corona-Auflagen für angemessen
  • Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen
  • Die meisten Touristen aus Deutschland müssen ab Montag keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen - selbst wenn sie ungeimpft sind
  • Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus ist Lissabon für zweieinhalb Tage abgeriegelt.
  • Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern
  • Die Bundesregierung hat wegen sinkender Corona-Fallzahlen Griechenland, die Schweiz, Belgien und fast ganz Frankreich von der Liste der Risikoländer gestrichen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich angesichts der beginnenden Reisewelle für eine zügige Verständigung für den Umgang mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen bei Reisen innerhalb der Europäischen Union ausgesprochen
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen
  • Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sieht einen klaren Zusammenhang zwischen den aktuellen Badeunfällen und dem Lockdown. Die aktuelle Nachrichten zur Hitzewelle in Deutschland, können Sie auch in unserem Sommer-Newsblog lesen.
  • Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Druck auf die englischen Behörden erhöht, trotz der grasierenden Delta-Variante Sonderregelungen für die KO-Spiele der Fußball EM in London zu beschließen
  • Im sechsten Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hat die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine erste Dosis erhalten
  • Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab
  • Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor zu raschen Lockerungsschritten angesichts der hochinfektiösen Delta-Variante des Corona-Virus: Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die bisherigen Varianten, sagte Montgomery dieser Redaktion

Corona-News von Donnerstag, 17. Juni

  • Die portugiesische Hauptstadt Lissabon wird wege ausbreitung der Delta-Variante für zweieinhalb Tage abgeriegelt
  • Hinter den rasant steigenden Corona-Zahlen in Moskau wird eine neue, bislang namenlose, Corona-Variante vermutet
  • Reisende aus Nicht-EU-Staaten dürfen ab dem 25. Juni wieder nach Deutschland einreisen, wenn sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind
  • Italiens Regierung steuert wegen der niedrigeren Corona-Zahlen auf eine Abschaffung der Maskenpflicht im Freien zu
  • Eine nicht unerhebliche Zahl von Frauen berichtet über Zyklusstörungen nach Corona-Impfungen. Bei den Fällen soll es insbesondere um Reaktionen auf mRNA-Impfungen, also Immunisierungen mit den Vakzinen von Biontech und Moderna gehen. Lesen Sie hier mehr dazu: Corona-Impfung: Lösen mRNA-Impfstoffe Zyklusstörungen aus?
  • Auch negative Tests oder eine durchgemachte Infektion werden sich zukünftig in der CovPass-App und Corona-Warn-App in der nächsten Entwicklungsstufe, bis Ende Juni, als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegen lassen, wie das Bundesgesundheitsministerium unserer Redaktion mitteilte. Eine durchgemachte Infektion werde mittels eines PCR-Test-Ergebnisses dokumentiert. Details werden derzeit noch abgestimmt. Wer vollständig geimpft ist, kann sich den Nachweis über die Apotheken als digitalen Impfpass auf das Smartphone holen.
  • Die AfD ist vor dem Bundesverfassunggericht mit einem Eilantrag gegen den Corona-Wiederaufbaufonds der EU gescheitert
  • Unternehmen in Deutschland haben offenbar weitaus weniger Corona-Hilfen abgerufen als von der Bunderegierung geplant. Laut Ifo-Institut sind ein Grund dafür die strengen Anspruchsvorausetztungen. Nur rund 24 Prozent der 150 Milliarden Euro aus Zuschussprogrammen wurden demnach in Anspruch genommen, bei den 50 Milliarden Euro Soforthilfe waren es weniger als ein Drittel
  • Der Curevac-Impfstoff wirkt offenbar weniger gut gegen Corona-Erkrankungen "jeglichen Schweregrades", als vom Tübinger Hersteller erhofft. Eine Zwischenanalyse attestiert CVnCoV bislang einen Wirksamkeitsgrad von 47 Prozent. Der Börsenwert des Unternehmens musste deutliche Einbusen hinnehmen
  • Zwischen Januar und Mai dieses Jahres sind mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage von Eltern genommen worden, weil Betreuungseinrichtungen nicht oder nur eingeschränkt im Betrieb waren
  • Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren bekommen in Deutschland aktuell nur selten einen Impftermin. "Derzeit impfen die Ärzte nur sehr wenige Kinder und Jugendliche gegen Corona, obwohl es eine deutlich erhöhte Nachfrage gibt", sagte der Bundessprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jungendärzte, Jakob Maske, unserer Redaktion. Ein Grund sei, dass es im Moment zu wenig Biontech-Dosen gebe, als dass alle im Alter ab zwölf Jahren versorgt werden könnten. Lesen Sie mehr: Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: Ein großer Flop?
  • Die Buchungen für Flüge in die Türkei sind beim Ferienflieger Sunexpress in Höhe geschossen. "Touristische Reisen kommen gerade mit Macht zurück. Seit der Neueinstufung der Türkei vom Hochrisikogebiet zum Risikogebiet am 6. Juni explodiert die Nachfrage", sagte Max Kownatzki, Geschäftsführer der Fluggesellschaft Sunexpress, unserer Redaktion. Mehr zum Thema: Reisewelle kommt: Was Urlauber in diesem Sommer beachten müssen

Corona-News von Mittwoch, 16. Juni: Delta-Variante nimmt in Deutschland deutlich zu

  • Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta hat ihren Anteil an den Sars-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend.
  • Frankreich lockert in dieser Woche weitere Corona-Maßnahmen. Das Tragen von Masken im Freien ist ab Donnerstag nur noch bei Menschenansammlungen verpflichtend, wie Premierminister Jean Castex am Mittwoch verkündete.
  • Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Maskenpflicht im Freien "größtenteils" abschaffen.
  • Reiserückkehrer aus einem Virusvariantengebiet müssen einer Gerichtsentscheidung zufolge auch dann 14 Tage in häusliche Quarantäne, wenn sie bereits einen vollständigen Corona-Impfschutz besitzen.
  • Gewalt gegen Beschäftigte der Deutschen Bahn nimmt immer mehr zu. Im Corona-Jahr 2020 haben sich Bahn-Beschäftigte 2070 Mal an die Bundespolizei gewandt, weil sie zu Opfern von Übergriffen geworden waren.
  • In zwei Wochen endet die sogenannte Bundesnotbremse - und mit ihr die darin geregelte Homeoffice-Pflicht.
  • Der US-Hersteller Johnson & Johnson kann nach Angaben der EU-Kommission sein Lieferziel für Corona-Impfstoff bis Ende Juni nicht einhalten.
  • Großer Andrang auf den neuen digitalen Corona-Impfnachweis hat am Dienstag zwischenzeitlich zu einzelnen technischen Verzögerungen geführt. Das System sei wegen des Ansturms zeitweise überlastet gewesen, teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mit.
  • Das Coronavirus ist einer neuen Studie zufolge bereits im Dezember 2019 in den USA aufgetreten und damit Wochen vor der ersten bestätigten Infektion im Januar 2020.
  • Fridays for Future wollen in den kommenden Wochen vor der Bundestagswahl wieder jeden Freitag auf die Straße gehen, um für mehr Klimaschutz zu streiken.
  • Der Impfstoffhersteller Biontech wird im Juli deutlich weiger Impfstoff liefern als noch im Juli. Das Pharmaunternehmen hatte seinen Liefervertrag in den vergangenen Monaten übererfüllt.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass es im Herbst durch die Delta-Variante in Deutschland wieder zu mehr Corona-Ansteckungen kommen wird.

Corona-News von Dienstag, 15. Juni: Mehr als 600.000 Corona-Tote in den USA

  • Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Corona-Infektionszahlen verschärft Südafrika erneut seine Restriktionen
  • Die Party-Insel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstag von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt
  • Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben
  • Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wollen die Bundesländer einem Bericht zufolge strengere Einreisevorschriften durchsetzen
  • Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante des Coronavirus ist an zwei Schulen und einer Kita in Dresdner aufgetreten. Alle Kontaktpersonen seien ermittelt und in Quarantäne, hieß es
  • Der Pharmakonzern Astrazeneca hat bei der Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19 einen Rückschlag erlitten. In einer ersten Studie sei das Ziel, eine symptomatische Erkrankung zu verhindern, nicht erreicht worden
  • Brandenburgs Landesregierung hat angesichts sinkender Infektionszahlen weitreichende Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen
  • Großer Andrang auf den neuen digitalen Corona-Impfnachweis hat am Dienstag zwischenzeitlich zu einzelnen technischen Verzögerungen geführt
  • Nach neuen Infektionen im relativ coronafreien Grönland sind alle Flüge aus der Hauptstadt Nuuk eingestellt worden. Schiffe dürfen den Hafen nicht mehr verlassen
  • In den letzten Wochen fiel die Corona-Inzidenz in Deutschland sehr schnell. Dieser Rückgang könnte sich allerdings bald verlangsamen. Lesen Sie hier die Gründe: Corona-Inzidenz: Warum der Rückgang stagnieren könnte
  • Junge Menschen vermissen laut einer der neuen Tui-Studie Wertschätzung. Lesen Sie dazu: Studie: Jüngere fühlen sich in Pandemie nicht wertgeschätzt
  • Wie in England müssen sich auch die Menschen in Schottland wohl noch länger gedulden, bis weitere Corona-Maßnahmen gelockert werden
  • Im Saarland müssen Schüler ab diesem Donnerstag im Unterricht keine Maske mehr tragen
  • Nach der erneuten Absage des Heavy-Metal-Festival ist im schleswig-holsteinischen Wacken vom 16. bis 18. September unter dem Titel "Bullhead City" eine kleinere Ausgabe geplant
  • Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will die Corona-Regelungen wie die Maskenpflicht noch vor dem Wochenende lockern
  • Ungarns Hauptstadt im EM-Fieber: Das Budapester Stadion ist das einzige, das bei der EM trotz der Corona-Pandemie voll ausgelastet werden darf
  • Die Folgen der Corona-Pandemie bringen viele Verbraucher finanziell in Bedrängnis. Laut einer Umfrage beklagen 39 Prozent coronabedingte Einkommenseinbußen
  • Ausländischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio droht bei Verstoß gegen die strengen Corona-Verhaltensregeln eine Ausweisung aus Japan
  • Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien soll in der kommenden Woche in Mecklenburg-Vorpommern weitestgehend abgeschafft werden

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(fmg/dpa/afp)