Corona-Pandemie

Corona-Impfstoffe im Vergleich: Biontech, Moderna, Curevac

Lesedauer: 16 Minuten
In der EU sind aktuell vier Corona-Impfstoffe zugelassen. (Symbolbild).

In der EU sind aktuell vier Corona-Impfstoffe zugelassen. (Symbolbild).

Foto: dpa

Seit Dezember laufen die Corona-Impfungen in Deutschland. Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Impfstoffe? Ein Vergleich.

Berlin. 
  • Die Corona-Impfstoffe Moderna, Biontech und der bald erwartete Curavec-Impfstoff basieren auf der neuen mRNA-Technologie
  • Der Impfstoff von Astrazeneca basiert dagegen auf der auch bei anderen Impfstoffen eingesetzten Vektortechnologie
  • Welcher Impfstoff ist der beste? Kann man das überhaupt so sagen? Hier finden Sie alle Impfstoffe gegen Corona im Vergleich

Im Rekordtempo sind Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt worden. Insgesamt vier Mittel sind in der Europäischen Union (EU) und damit auch in Deutschland bereits zugelassen – die der Pharmaunternehmen Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und Astrazeneca. Im Vergleich der Corona-Vakzine zeigen sich dabei durchaus Unterschiede.

Doch worin unterscheiden sich die zugelassenen Impfstoffe – und wirken sie auch gegen die Mutationen des Coronavirus? Was kann beispielsweise das Vakzin von Novavax, das bald zugelassen werden könnte? Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Fakten.

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Neue Technologie: Wie sind die Corona-Impfstoffe aufgebaut?

Bei den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna handelt es sich um sogenannte mRNA-Impfstoffe. In dem Begriff steht das „m“ für messenger und „RNA“ für ribonucleic acid (Deutsch: Ribonukleinsäure). Es ist das erste Mal, dass Impfstoffe dieser Art in der Humanmedizin verwendet und zugelassen wurden. Lesen Sie dazu mehr Informationen: Wie funktioniert die mRNA-Impfung?

Mit der mRNA enthalten die Impfstoffe die "Bauanleitung" für einen Bestandteil des Covid-19-Erregers. Auf dieser Grundlage stellen die Körperzellen das Virusprotein her. Gegen dieses entwickelt der Körper seine Immunantwort. Die mRNA wird dabei nicht in das Erbgut des Menschen eingebaut.

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Etwas anders funktioniert die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

  • Es handelt sich um sogenannte Vektorimpfstoffe.
  • Beide Vakzine basieren auf unschädlich gemachten Erkältungsviren. Sie enthalten genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt.
  • Die Körperzellen der Geimpften bilden mit Hilfe der Bauanleitung das Protein, der Körper entwickelt eine Immunantwort.

Der Impfstoff von Novavax setzt hingegen auf eine dritte Technologie und basiert auf Proteinen.

  • Das Vakzin enthält das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus.
  • Dieses wird in Insektenzellen gentechnisch hergestellt.
  • Das Immunsystem soll bei der Impfung Antikörper gegen das Protein bilden und so den Körper auf eine Infektion vorbereiten. Das ist vergleichbar mit der Reaktion auf die Grippeimpfung.

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Wie gut wirken Impstoffe? Welcher ist der beste?

Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna haben in Studien bisher gut abgeschnitten und haben eine ähnliche Wirksamkeit.

  • Das US-Unternehmen Moderna hatte Ende November 2020 mitgeteilt, dass sein Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent besitze – gemessen 14 Tage nach der zweiten Dosis.
  • Die Impfung mit dem von Biontech und Pfizer entwickelten Präparat zeigte eine fast identische Wirksamkeit von 95 Prozent – gemessen sieben Tage nach der zweiten Dosis. Die Zahlen beziehen sich auf die bisher durchgeführten Phase-3-Studien.
  • Die Wirksamkeit des Vakzins von Johnson & Johnson liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 Prozent. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien sogar bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein.

Der Impfstoff von Astrazeneca weist in Studien eine etwas geringere Wirksamkeit auf – nach Herstellerangaben liegt sie bei 76 Prozent. Zuletzt hatte das Pharmaunternehmen eine Wirksamkeit von 79 Prozent angegeben. Nach Zweifeln an einer großangelegten US-Studie hat Astrazeneca die Angaben zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs nach unten korrigiert. Der Impfstoff schützt demnach zu 76 statt 79 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen. Gegen schwere Covid-Erkrankungen sei der Impfstoff weiterhin zu 100 Prozent wirksam, erklärte das Unternehmen.

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Offenbar spielt auch die Dosierung eine Rolle bei der Wirksamkeit. Wird erst eine halbe Dosis und einen Monat später eine volle Dosis gegeben, erreicht das Vakzin eine Wirksamkeit von etwa 90 Prozent. Wird jedoch zweimal eine volle Dosis verabreicht, erreichte die Wirksamkeit nur 62 Prozent. Lesen Sie hier: Drosten im Podcast: Wir brauchen diese Impfung

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Den Entwicklern zufolge ist auch die Zeitspanne zwischen der ersten und der zweiten Impfung entscheidend. Bei einem Abstand von mindestens zwölf Wochen wies der Impfstoff eine Wirksamkeit von 81 Prozent auf, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervorging. Diese lag lediglich bei 55 Prozent, wenn zwischen beiden Impfungen nur bis zu sechs Wochen lagen.

Allerdings ist der Wert der Wirksamkeit ein wenig irreführend, denn er bedeutet nicht, dass sich Menschen trotz der Impfung mit dem Virus infizieren. Er bedeutet vielmehr, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion nach einer Impfung um 76 Prozent niedriger liegt. Das ist ein Spitzenwert, den Vakzine gegen eine gewöhnliche Grippe beispielsweise nur selten erreichen.

Astrazeneca: Bundesregierung setzt Impfungen aus

Berichte über Blutgerinnsel und Todesfälle, die nach Astrazeneca-Impfungen vereinzelt aufgetreten waren, führten dazu, dass zahlreiche Länder, darunter auch Deutschland, die Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca vorübergehend ausgesetzt hatten.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sprach Mitte März eine erneute Empfehlung für das Vakzin aus. Deutschland nahm die Astrazeneca-Impfungen daraufhin umgehend wieder auf. Mittlerweile hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung aber eingeschränkt. Wegen möglicher Nebenwirkungen bei Jüngeren, wird das Vakzin nun nur noch Personen über 60 Jahren verabreicht.

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Bereits zuvor war der Impfstart für Astrazeneca holprig verlaufen: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfahl den Wirkstoff nicht für Menschen über 65 - änderte dann jedoch aufgrund einer neuen Datenlage ihre Einschätzung. Das hatte für eine große Verunsicherung gesorgt und dazu geführt, dass das Präparat teilweise in den Impfzentren liegen blieb.

Impfkommission empfiehlt Astrazeneca auch für Menschen ab 65
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Der Impfstoffkandidat des US-Pharmakonzerns Novavax hat nach Firmenangaben eine hohe Wirksamkeit. Nach einer ersten Zwischenanalyse der dritten Studienphase zeigte das Mittel gegen den ursprünglichen Erreger eine Wirksamkeit von 95,6 Prozent.

Ob der genannte Schutz jedoch auch bei einem massenhaften Einsatz der Impfstoffe erreicht werden kann, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Unklar ist auch noch, wie lange der Impfschutz anhält und ob der Geimpfte das Virus noch weitergeben kann.

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Immunisierung gegen Corona: Wie oft wird geimpft?

Die meisten Impfstoffe müssen zweimal gespritzt werden. Bei Biontech/Pfizer bekommt der Patient im Abstand von etwa drei Wochen jeweils eine Dosis, beim Produkt von Moderna sind es rund vier Wochen, bei Astrazeneca mindestens vier Wochen. Das Vakzin von Johnson & Johnson wirkt bereits nach einem Mal spritzen.

Bei mehreren Impfungen sollte stets dasselbe Präparat zum Einsatz kommen: „Eine begonnene Impfserie muss mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden, auch wenn zwischenzeitlich weitere Impfstoffe zugelassen worden sind“, heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI). Bei einem Wechsel des Präparats könne die volle Wirksamkeit derzeit nicht gewährleistet werden, teilte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit. Es gebe noch keine entsprechenden Untersuchungen.

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Der Biontech/Pfizer-Impfstoff muss vor dem Spritzen mit einer Natriumchlorid-Lösung verdünnt werden. Nach Biontech-Angaben ist der verdünnte Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann auch als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden.

Das Produkt von Moderna wird gebrauchsfertig geliefert. Gespritzt wird jeweils in den Oberarm-Muskel. Der Wirkstoff könne für einige Stunden im Muskel bleiben und der Körper habe so Zeit, ihn zu erkennen und darauf zu reagieren, erklärt der Rostocker Virologe Andreas Podbielski.

Corona-Impfung: Johnson & Johnson in EU zugelassen

Der neueste zugelassene Kandidat für eine Zulassung ist das Vakzin des US-Konzerns Johnson & Johnson. Die EU hat 200 Millionen Dosen bei dem Pharmakonzern bestellt. Davon würde Deutschland laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 36,7 Millionen erhalten. Die ersten Impfdosen sollen im April kommen, bis Ende Juni dann insgesamt 55 Millionen für alle EU-Staaten. Der Hersteller hatte den Lieferstart im April zuletzt bestätigt.

Was ist mit Sputnik V aus Russland?

Auch für das russische Vakzin Sputnik V haben sich die Chancen erhöht, in der EU zugelassen zu werden. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) startete ein rollierendes Verfahren zur Zulassung von Sputnik V. Als Reaktion stellte Russland in Aussicht, ab Juni Impfdosen für 50 Millionen Europäer zu liefern. Auch die Produktion des Impfstoffs soll zum Teil an mehreren Standorten in Europa erfolgen.

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V

Einige Staaten, darunter auch die EU-Länder Serbien und Ungarn, impfen mit chinesischem Impfstoff, obwohl dieser von der Europäischen Union noch nicht freigegeben wurden. Lesen Sie dazu: Alle Infos zu den Corona-Impfstoffen aus China

Corona-Impfung: Welche Nebenwirkungen gibt es?

An der Phase-3-Studie von Biontech/Pfizer beteiligten sich etwa 44.000 Teilnehmer, bei Moderna waren es rund 30.000. Unabhängig vom Präparat gaben viele Studienteilnehmer Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit sowie Kopf- und Muskelschmerzen an. Manche litten auch an Fieber und Schüttelfrost.

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Die Nebenwirkungen waren im Allgemeinen aber schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab. Bei beiden Impfstoffen traten die Begleiterscheinungen öfter nach der zweiten Impfdosis auf. Vergleicht man die Corona-Impfung mit der gegen die Grippe, so traten bei ersterer häufiger Nebenwirkungen auf. Hier lesen Sie mehr dazu: Diese Nebenwirkungen können nach einer Corona-Impfung auftreten.

Weltärztepräsident sieht Astrazeneca-Impfstopp kritisch
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Corona-Vakzine: Wer kann nicht geimpft werden?

Menschen mit einer allergischen Reaktion auf einen der Inhaltsstoffe oder mit schweren allergischen Reaktionen nach einer vorherigen Dosis können natürlich nicht ein zweites Mal geimpft werden.

Zudem können Kinder gerade noch nicht immunisiert werden. Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist für Menschen ab 16 Jahren vorgesehen. Der von Moderna ist ab 18 Jahren gedacht, obwohl das Unternehmen kürzlich damit begonnen hat, seinen Impfstoff bei 12- bis 17-Jährigen zu testen. Eine Impfempfehlung für Kinder ist laut Robert Koch-Institut „noch nicht absehbar“. Studien dazu seien jedoch geplant.

Schützen die Impfstoffe auch vor Mutationen des Virus?

Neue Corona-Varianten in Afrika und Brasilien identifiziert
Neue Corona-Varianten in Afrika und Brasilien identifiziert

Biontech und Pfizer meldeten am 8. Februar, dass ihr Impfstoff einer Laborstudie zufolge auch gegen die in Großbritannien und Südafrika erstmals aufgetauchten Varianten von Sars-CoV-2 wirkt. Im Labor sei nachgewiesen worden, dass im Blut von Geimpften genügend Antikörper vorhanden waren. Diese hätten die Mutationen jeweils neutralisiert. Die Ergebnisse der Studie erschienen im Fachblatt „Nature Medicine“.

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Bereits Ende Januar nannte Biontech erste Labor-Ergebnisse „sehr ermutigend“. Diese deuteten „nicht auf die Notwendigkeit eines neuen Impfstoffs gegen die neu auftretenden Varianten hin“, hieß es.

Auch Moderna zeigte sich diesbezüglich zuversichtlich, was den eigenen Impfstoff angeht. Das Moderna-Vakzin wirkt wohl genauso gut bei der britischen Mutationen – allerdings ist die Menge der Antikörper bei einer Infektion mit der südafrikanischen Variante sechsmal geringer. Moderna sagt, das reiche trotzdem noch, um vor dem Virus zu schützen. Die US-Firma will unter anderem die Wirkung einer zusätzlichen Auffrischungsdosis und eine Anpassung des Stoffs testen.

Südafrikanische Mutation bereitet den Impfstoffen Probleme

Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass bisherige Impfstoffe nicht wirksam genug gegen neue Virusvarianten sein werden. Das könnte beim Impfstoff des britischen Herstellers Astrazeneca der Fall sein. Eine neue Studie der Universitäten von Witwatersrand und Oxford kommt zu dem Ergebnis, dass der Astrazeneca-Wirkstoff leichte Erkrankungen der in Südafrika kursierenden Variante B.1.351 kaum noch verhindert.

Das Land am südlichsten Zipfel Afrikas reagierte umgehend und stoppte die geplanten Impfungen mit dem britischen Vakzin bis auf Weiteres. Die Variante hatte sich auch in den Tests anderer Impfstoff-Hersteller als resistenter erwiesen. Immerhin: Für die in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 hatte Astrazeneca zuletzt vielversprechende Daten veröffentlicht: Das Vakzin soll gegen diese Variante eine gute Schutzwirkung bieten. Eine mögliche Anpassung der Vakzine an die beiden Virusvarianten läuft bei mehreren Unternehmen bereits auf Hochtouren.

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Der in der EU noch nicht zugelassene Impfstoff von Novavax zeigte in Studien auch eine hohe Wirksamkeit gegen die britische Corona-Variante, sie lag bei 85,6 Prozent. Deutlich niedriger ist die offenbar ebenfalls bei der zuerst in Südafrika festgestellten Virus-Mutante mit der Bezeichnung B.1.351. Eine kleinere Studie in Südafrika mit rund 4400 Probanden zeigte eine Effektivität des Mittels von nur 49,4 Prozent. Allerdings stieg sie laut der Studie auf 60 Prozent bei den 94 Prozent der Teilnehmer, die HIV-negativ waren.

Novavax will nach eigenen Angaben nun sofort mit der Entwicklung eines Impfstoffs beginnen, der gezielt gegen den Erreger B.1.351 schützen soll.

Biontech und Pfizer halten grundsätzlich auch eine Anpassung ihres Impfstoffes für möglich, wenngleich dies nach den neuesten Studienergebnissen nicht mehr notwendig scheint. Das Biopharma-Unternehmen Curevac und der britische Pharmakonzern Glaxosmithkline kündigten an, in jedem Fall einen gänzlich neuen mRNA-Impfstoff entwickeln zu wollen, der vor den mutierten Varianten des Coronavirus schützt.

Wie werden die Corona-Impfstoffe gelagert?

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wird bei minus 70 Grad aufbewahrt. Beim Moderna-Impfstoff muss es mit etwa minus 20 Grad Celsius im Vergleich nicht ganz so kalt sein. Ein großer Vorteil bei den Vakzinen von Novavax und Astrazeneca ist, dass man die Ampullen bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad lagern kann.

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Unterschiede gibt es auch nach dem Auftauen: Der Pfizer-Impfstoff kann dann im Kühlschrank gelagert, muss aber innerhalb von fünf Tagen aufgebraucht werden. Der Moderna-Impfstoff ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil.

Biontech vs. Moderna: Wie teuer sind die Impfstoffe?

Die Preise für die neuartigen mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna liegen wahrscheinlich um ein Vielfaches höher als der des Astrazeneca-Produktes. Die belgische Staatssekretärin Eva De Bleeker veröffentlichte die bisher geheim gehaltenen Preise zeitweise auf Twitter.

Demnach soll eine Dosis des Moderna-Impfstoffs umgerechnet rund 15 Euro kosten, eine von Biontech/Pfizer 12 Euro, eine von Astrazeneca nur 1,78 Euro. Der Tweet wurde später gelöscht. Zuletzt wurde angegeben, dass eine Dosis des Astrazeneca-Vakzins 2,50 Euro kostet.

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(yah/lhel/bml/msb/dpa)