Die mexikanische Polizei befreite im Norden des Landes 68 entführte Menschen. Zwei mutmaßliche Täter wurden bereits festgenommen.

Mexiko-Stadt. Die mexikanische Polizei hat am Mittwoch im Norden des Landes 68 Menschen aus der Gewalt von Entführern befreit. Wie das Sicherheitsministerium in Mexiko-Stadt weiter mitteilte, waren die Opfer, darunter zwölf Migranten aus Mittelamerika, bereits am Dienstag in der Grenzstadt Reynosa im Bundesstaat Tamaulipas aus Überlandbussen entführt worden. Zwei mutmaßliche Entführer seien festgenommen worden, sie gehörten zum Golf-Kartell, hieß es.

In Tamaulipas, das die Migranten aus dem Süden Mexikos und Zentralamerika auf ihrem Weg Richtung USA durchqueren müssen, waren im vergangenen Jahr 72 Migranten Menschen brutal auf einer Ranch getötet worden, weil sie sich geweigert hatten, sich von einem Kartell anheuern zu lassen. In diesem Monat wurden dort in zahlreichen Massengräbern die Leichen von 145 Menschen gefunden, die von dem Kartell „Los Zetas“ verscharrt worden sein sollen. (dpa)