Deutscher Journalist getötet

Bagdad. Bei einem irakischen Raketenangriff auf US-Truppen südlich von Bagdad sind ein deutscher und ein spanischer Journalist ums Leben gekommen: Christian Liebig (35), Reporter des Nachrichtenmagazins "Focus", und Julio Anguita Parrado (32), Korrespondent der spanischen Zeitung "El Mundo". Die beiden Journalisten hatten als "embedded correspondents" ("eingebettete Korrespondenten") Truppen der 2. Brigade der 3. Infanteriedivision der USA begleitet. Die Rakete war nach Angaben von US-Major Mike Birmingham nahe dem taktischen Einsatzzentrum der Einheit eingeschlagen, die auch an den Kämpfen in Bagdad beteiligt war. Seit Beginn des Krieges am 20. März sind damit sechs Journalisten ums Leben gekommen und zwei verletzt worden. Zwei Kriegsberichterstatter sind nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen vermisst. Zwei polnische Reporter wurden gestern nach Informationen des Fernsehsenders TVN24 von bewaffneten Irakern an einer Kontrollstelle entführt.