HSV – wir müssen reden

Wie sich der HSV international neu aufstellen will

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Henning Bindzus (M.) ist verantwortlich für das HSV-Marketing. Hier sitzt er im Abendblatt-Podcaststudio an der Seite der Reporter Kai Schiller (l.) und Henrik Jacobs.

Henning Bindzus (M.) ist verantwortlich für das HSV-Marketing. Hier sitzt er im Abendblatt-Podcaststudio an der Seite der Reporter Kai Schiller (l.) und Henrik Jacobs.

Foto: Thorsten Ahlf / HA

Podcast: Henning Bindzus arbeitet als Marketing-Direktor beim HSV. Er will die Marke HSV wieder mutiger und moderner machen.

Hamburg. Der Montag lief für Henning Bindzus deutlich entspannter als noch in den vergangenen zwei Wochen. Anders als nach den Niederlagen gegen den FC St. Pauli und beim FC Erzgebirge Aue musste Bindzus keine Zeit damit verbringen, enttäuschte VIP-Kunden und Unternehmenspartner von der Kündigung ihrer Unterstützung umzustimmen.

Der 2:1-Sieg gegen Jahn Regensburg – trotz aller Schönheitsfehler – war auch für den Marketing-Direktor des HSV ein wichtiger Nachmittag. "Sportlicher Erfolg unterstützt meine Themen zu jeder Zeit", sagte der 36-Jährige im Abendblatt-Podcast "HSV - wir müssen reden".

HSV: Bindzus ist Vertrauter von Hoffmann

Seit Anfang 2019 ist Bindzus zurück beim HSV und zurück in der Marketingabteilung. Er gilt als Vertrauensmann von Clubchef Bernd Hoffmann. Zusammen haben die beiden vor einem Jahr daran gearbeitet, den HSV wieder mutiger und zukunftsorientierter aufzustellen.

Dazu gehörte auch der Abbau der berühmten Stadionuhr und das Ende von Lotto King Karl und seinem Lied "Hamburg, meine Perle" vor den Heimspielen im Volksparkstadion. "Der Fußball muss bei uns absolut im Mittelpunkt stehen", sagt Bindzus. "Wir wollen nach vorne gucken, nicht zurück."

HSV will Markt in Dänemark erobern

Verantwortlich ist Bindzus beim HSV auch für die Internationalisierung. Zusammen mit seiner Abteilung hat der Marketingchef gerade erst die neuen Kernmärkte definiert. So will der HSV gemeinsam mit der DFL neben China einen weiteren Markt erschließen. Im Gespräch ist unter anderem der nordamerikanische Markt. "Die USA sind ein Zielmarkt der DFL", sagt Bindzus.

Auf eigene Initiative will der HSV aber auch seine Präsenz in Dänemark ausbauen. So plant der HSV wie in China seine Fußballschule nach Dänemark zu expandieren. Möglich ist auch eine Kooperation mit einzelnen Clubs. "Wir wissen, dass es viele Dänen mit Interesse am HSV gibt", sagt Bindzus.

Was Bindzus zur Kooperation mit dem chinesischen Club SIPG sagt, wie sich der Fall Bakery Jatta auf die Marke HSV ausgewirkt hat und warum er als Torwart des SC Schwarzenbek einst gegen Rafael van der Vaart unbezwungen blieb, hören Sie in unserem Podcast.

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