HSV – wir müssen reden

HSV-Sprecher gibt tiefe Einblicke – auch zum Fall Jatta

HSV-Pressesprecher Till Müller (M.) im Podcast-Studio mit den Abendblatt-Reportern Kai Schiller (l.) und Henrik Jacobs.

HSV-Pressesprecher Till Müller (M.) im Podcast-Studio mit den Abendblatt-Reportern Kai Schiller (l.) und Henrik Jacobs.

Foto: Roland Magunia / HA

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HSV-Pressesprecher Till Müller arbeitet seit vier Jahren im Volkspark. Im Abendblatt-Podcast redet er äußert offen – auch über Jatta.

Hamburg. Till Müller hatte keine einfachen Stunden hinter sich, als er am Montag in der Abendblatt-Redaktion erschien. Aufgrund des Todesfalles in der Familie von HSV-Trainer Dieter Hecking musste der Pressesprecher des Clubs bereits am Sonntag diverse Medientermine neu koordinieren.

Im Podcast „HSV – wir müssen reden“ erzählt Müller, wie er und der Verein diese schwierigen Stunden gelöst haben. Der 34-Jährige erklärt außerdem, wie das interne Mediensystem beim HSV funktioniert. Außerdem spricht er über den Fall Bakery Jatta, (u.a. ab 45:58 min eine spezielle Sauna-Anekdote), das Instagram-Verhalten der HSV-Spieler und seinen ehemaligen Verein Jahn Regensburg, auf den er am Sonnabend wieder trifft.

Müller: Jatta war "der krasseste Fall"

Mit Krisenmanagement kennt sich Müller aus. Seit November 2015 arbeitet der gebürtige Husumer beim HSV, ein Jahr später wurde er nach dem Rückzug von Jörn Wolf hauptamtlicher Pressesprecher. Seitdem hat Müller vier Trainer- und drei Sportchefwechsel miterlebt und kommunikativ begleitet.

Seine schwierigste Aufgabe ereignete sich aber in dieser Saison. „Der krassestes Fall war alles rund um Bakery Jatta. Das war extrem intensiv“, sagt Müller zur Berichterstattung über die Identität des Gambiers. Für den Umgang des Clubs erhielt der HSV bundesweit Zuspruch. „Die Konsequenzen hätten heftig ausfallen können. Umso beachtlicher war die Haltung der Verantwortlichen. Das macht mich stolz, für sie zu arbeiten“, sagt Müller. „Wir hoffen alle, dass das Thema jetzt langsam abgeschlossen ist.“

Polizei prüft Daffeh-Mail-Adresse

Tatsächlich deutet sich an, dass auch die jüngsten Berichte der „Bild“ über die E-Mail-Adresse mit dem Namen Bakary Daffeh, die Jatta 2015 angegeben haben soll, keine Folgen haben werden. Auf die Frage, ob deswegen gegen Jatta ermittelt werde, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade: „Es gibt kein separates Ermittlungsverfahren.“ Die Bremer Polizei überprüfe den Sachverhalt allerdings noch einmal.

Hier geht es zu allen Folgen des HSV-Podcasts.