Rechtsextremismus in Deutschland

Eine beispiellose Serie rechten Terrors

Morde an Ausländern, Heilbronner Polizistinnenmord, Nagelbombenanschlag, Banküberfälle: Die Spur des "Nationalsozialistischen Untergrunds" quer durch die Republik ist ebenso blutig wie bislang unvorstellbar.

Deutschlands Politiker und Verfassungsschützer stehen vor einer neuen Herausforderung: Dem Kampf gegen den Terror von rechts. In einer Serie beispiellosen Ausmaßes hat die rechtsextremistische Gruppierung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) über Jahre hinweg eine "braune" Blutspur durch Deutschland gezogen.

Seit 1998 agierten mindestens drei Neonazis aus dem Untergrund heraus in der NSU. Das Trio Uwe M., Uwe B. und Beate Z. war bereits in den Neunzigerjahren dem Verfassungsschutz aufgefallen. Zwischen den Jahren 2000 und 2011 werden dem NSU neun Morde an Imbissbetreibern griechischer und türkischer Herkunft angehängt - die sogenannten Döner-Morde. Außerdem wird die Terror-Gruppe für den Mord an der Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter im Jahr 2007 verantwortlich gemacht.

Während Uwe M. und Uwe B. im Oktober 2011 tot in einem ausgebrannten Wohnmobil bei Eisenach aufgefunden wurde, stellte sich Komplizin Beate Z. der Polizei. Möglicherweise wird die 36-Jährige als Kronzeugin gegen ihre Mittäter aussagen. Zu den mutmaßlichen Komplizen des Trios gehört auch der 37-jährige Holger G., den die Polizei in der Nähe von Hannover festnahm.

Die Bundesanwaltschaft stuft den NSU inzwischen als rechtsextrem und terroristisch ein. Informaieren Sie sich in diesem Dossier über die Hintergründe der Taten der Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" und den neuesten Stand der Ermittlungen zum rechtsextremistischen Terror in Deutschland.