Dossier

Bundespräsident Christian Wulff und die Affäre um einen 500.000-Euro-Kredit

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Bundespräsendent Christian Wulff hatte in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident einen privaten Darlehensvertrag mit der Unternehmergattin Edith Geerkens über 500.000 Euro abgeschlossen und diesen vor dem Landtag verschwiegen.

Bundespräsident Christian Wulff ist wegen eines umstrittenen Privatkredits in Höhe von 500.000 Euro heftig in die Kritik geraten. Politiker der Opposition und andere fordern Aufklärung oder sogar eine Entschuldigung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stärkt Wulff dagegen den Rücken. Das Staatsoberhaupt habe ihr „vollstes Vertrauen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Kanzlerin sehe keinen Grund, an den Angaben Wulffs zu zweifeln. Zuvor war bekanntgeworden, dass Wulff im Jahr 2008 als niedersächsischer Ministerpräsident einen Privatkredit über eine halbe Million Euro von der Frau des Unternehmers Egon Geerkens erhalten hatte. Im Landtag in Hannover hatte er seinerzeit diesen Kredit aber nicht angegeben, als er nach geschäftlichen Beziehungen zu dem Unternehmer gefragt wurde. Das Bundespräsidialamt wies in einer ersten Reaktion Darstellungen zurück, dass Wulff damit getäuscht hat. Mit dem Kredit hatten er und seine Frau ein Haus gekauft.

(br/abendblatt.de)