Anschläge in Dresden auf Moschee und Kongressgebäude

Anschläge in Dresden auf Moschee und Kongressgebäude

In Dresden wurden nach Angaben der sächsischen Polizei am Montagabend Sprengstoffanschläge auf das Internationale Congress Center und eine Moschee verübt. Personen sind nicht verletzt worden. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Polizeisprecher Bernd Merbitz vor der Moschee in Dresden am Dienstag: "Es war gestern in den Abendstunden. Nachdem durch die Polizeidirektion Dresden festgestellt wurde, dass es an zwei Orten, an der Hüttendorfer Straße an der Moschee und am Kongresscenter. Im ersten Moment war ein Knall, als ob Sprengstoffanschläge stattgefunden haben. Daraufhin hat die Polizeidirektion Dresden auch alles in die Wege geleitet." Der Imam der Moschee soll sich mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in dem Haus befunden haben, so die Polizei. Durch die Detonation wurde die Eingangstür nach innen gedrückt. Der Gründer der Moschee Mehmet Demirbas mit weiteren Details zu dem Attentat: "War ein 17-, circa 18-jähriger junger Mann mit Kopfhelm, schwarzer Kopfhelm, von dieser Seite kommen, vier Tüte und mit Benzin dagelassen, Nachbarn genau gesehen. Diese Nachbarn hat erzählt, hat Feuer gemacht, und ist weggelaufen, und vorne steht da eine Auto. Gleich Auto steigen und weggelaufen." Bundesinnenminster Thomas de Maiziere verurteilte den Anschlag und schaut besorgt auf die jüngsten Entwicklungen in Deutschland: "Aggressivität auch gegen muslimische Religionsausübung in Deutschland nimmt zu. Deswegen ist es umso empörender, dass einen Tag vor 10-Jahre-Islam-Konferenz und wenige Tage vor dem Feiern des Tages der Deutschen Einheit, gestern Abend in Dresden ein Sprengstoffanschlag gegen eine Ditib Moschee in einem Kulturzentrum stattgefunden hat. Gottseidank ohne große Verletzte. Aber auch so etwas wollen wir in Deutschland nicht. Dass so etwas hier geschieht. Gegen wen sich das auch immer richtet." Nach Angaben der Polizei liegt bislang noch kein Bekennerschreiben vor. Aber die Behörden bestätigten, dass von fremdenfeindlichen Hintergründen ausgegangen werden müsse.
Di, 27.09.2016, 13.24 Uhr

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