Air Berlin halbiert seine Flotte und baut 1200 Jobs ab

Air Berlin halbiert seine Flotte und baut 1200 Jobs ab

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin steht vor großen Veränderungen. Im Zuge eines umfassenden Konzernumbaus will das Unternehmen 1200 Stellen streichen. Die Flotte soll auf 75 Flugzeuge in etwa halbiert werden. Konkurrent Lufthansa soll per Leasing bis zu 40 Maschinen übernehmen, wie Air Berlin am Mittwochabend mitteilte. Ferner soll das Touristikgeschäft mit 35 Flugzeugen in einen eigenständigen Bereich verlagert werden. Hierfür würden strategische Optionen geprüft, hieß es. "Die neue Air Berlin wird von einer schlankeren Unternehmensstruktur profitieren", sagte Konzernchef Stefan Pichler. Zudem werde man sich auf das Langstreckengeschäft und die ertragsstärkeren Verbindungen konzentrieren. Air Berlin hat in den vergangenen acht Jahren nur einmal einen Nettogewinn eingeflogen. Der Nettoverlust wuchs trotz rapide gefallener Öl- und damit Kerosinpreise 2015 auf den Rekord von 447 Millionen Euro. Der Deal mit der Lufthansa umfasst das Cockpit- und Kabinenpersonal, die technische Wartung, die Versicherung und die Betriebskosten. Für die Lufthansa ist es ein wichtiger Schritt zum Ausbau ihrer Billigflugtochter Eurowings. Der Neueinsteiger mit 90 Flugzeugen soll rund 40 Prozent günstiger fliegen als die Lufthansa und so im Wettbewerb mit den Billig-Airlines Ryanair und Easyjet bestehen können.
Do, 29.09.2016, 07.43 Uhr

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin steht vor großen Veränderungen. Im Zuge eines umfassenden Konzernumbaus will das Unternehmen 1200 Stellen streichen. Die Flotte soll auf 75 Flugzeuge in etwa halbiert werden. Konkurrent Lufthansa soll per Leasing bis zu 40 Maschinen übernehmen, wie Air Berlin am Mittwochabend mitteilte. Ferner soll das Touristikgeschäft mit 35 Flugzeugen in einen eigenständigen Bereich verlagert werden. Hierfür würden strategische Optionen geprüft, hieß es. "Die neue Air Berlin wird von einer schlankeren Unternehmensstruktur profitieren", sagte Konzernchef Stefan Pichler. Zudem werde man sich auf das Langstreckengeschäft und die ertragsstärkeren Verbindungen konzentrieren. Air Berlin hat in den vergangenen acht Jahren nur einmal einen Nettogewinn eingeflogen. Der Nettoverlust wuchs trotz rapide gefallener Öl- und damit Kerosinpreise 2015 auf den Rekord von 447 Millionen Euro. Der Deal mit der Lufthansa umfasst das Cockpit- und Kabinenpersonal, die technische Wartung, die Versicherung und die Betriebskosten. Für die Lufthansa ist es ein wichtiger Schritt zum Ausbau ihrer Billigflugtochter Eurowings. Der Neueinsteiger mit 90 Flugzeugen soll rund 40 Prozent günstiger fliegen als die Lufthansa und so im Wettbewerb mit den Billig-Airlines Ryanair und Easyjet bestehen können.

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