13.11.12

Neuseeland-Reise Mann plante Pferdemist-Anschlag auf Prinz Charles

The Prince Of Wales And Duchess Of Cornwall Visit New Zealand - Day 3

Foto: Getty Images

The Prince Of Wales And Duchess Of Cornwall Visit New Zealand - Day 3

Wegen der Planung eines Angriffs auf Prinz Charles nahm die Polizei in Neuseeland einen hitzköpfigen Monarchie-Gegner fest.

Wellington. Prinz Charles und seine Frau Camilla sind in Neuseeland knapp einer Attacke mit Pferdemist entgangen. Ein hitzköpfiger Monarchie-Gegner wollte den britischen Thronfolger in Auckland mit Pferdeäpfeln bewerfen. Die Polizei nahm ihn fest. Nach einer Nacht in der Zelle stand der Mann (74) am Dienstag in Auckland vor Gericht. "Diesmal war ich nicht erfolgreich, ich warte bis nächstes Mal", rief der Mann nach Angaben von Lokalreportern im Gericht. Er bekannte sich nicht schuldig, kam gegen Kaution frei und muss sich in ein paar Wochen erneut vor Gericht verantworten.

Kurz vor der Ankunft von Charles und Camilla in der Innenstadt von Auckland entdeckte die Polizei den 74-Jährigen am Montag mit einem Eimer voll Pferdeäpfeln am Wegesrand. Sie führten ihn in Handschellen ab. Der Mann räumte freimütig ein, dass er die Royals treffen wollte, aus Protest gegen die Monarchie und die Kosten für einen solchen Besuch. Er hatte Prinz Charles 1974 schon einmal mit Frischluftspray besprüht, berichteten die Medien.

Charles und Camilla setzten ihr Besuchsprogramm ungehindert fort. Der Thronfolger präsentierte sich Besuchern einer Wollausstellung in einem Anzug aus neuseeländischer Wolle und berichtete humorvoll, eine Zeitschrift habe ihn zur Mode-Ikone gewählt. "Ich bin das lebende Beispiel, dass neuseeländische Wolle einen rasch zerfallenden und alternden Körper verhüllen kann", sagte er in seiner typischen selbstironischen Art.

Bei ihrer sechstägigen Visite im Rahmen des diamantenen Thronjubiläums der Queen legten Charles und Camilla am Dienstag einen Ruhetag ein. Charles wollte seinen 64. Geburtstag am Mittwoch (14. November) in der Hauptstadt Wellington feiern. Er hat 64 andere Geburtstagskinder zu einer Party eingeladen. "Leider wird es bei dieser Gelegenheit nicht zum Bungee-Jumping kommen", scherzte er.