10.01.13

Pop-Titan

Dieter Bohlen geht unter die Designer - für Tapeten

Der Musikproduzent hat bei seiner Tapetenkollektion "viel Wert auf Schönheit und Romantik" gelegt. Er stellte sie jetzt auf einer Messe vor.

Von Lukas Ondreka
Foto: Getty Images

Dieter Bohlen hat bei der Frankfurter Messe „Heimtextil“ seine Tapetenkollektion "It's different" vorgestellt

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Frankfurt/Main. Ursprünglich hatte Dieter Bohlen nur einen Tapetenwechsel in seiner Villa Tötensen bei Hamburg geplant. Als er nichts passendes für seine Wände fand, entwarf der findige Geschäftsmann einfach selbst Tapeten. Unter dem Blitzlichtgewitter dutzender Fotojournalisten zeigte der 58-Jährige seine Entwürfe auf der Messe Heimtextil. "Für meine Kollektion habe ich viel Wert auf Schönheit und Romantik gelegt. Nur cool – das ist nicht meine Welt", sagt Bohlen am Donnerstag in Frankfurt.

"It's different" ("Einfach anders") heißt die Kollektion, die der Pop-Titan zusammen mit einem Gummersbacher Unternehmen ab Ende Januar auf den Markt bringt. Der 58-Jährige setzt dabei voll auf Mainstream: "Ich sehe mich als Schnittmenge der Deutschen." Sechs, meist helle und dezente Muster sind das Ergebnis der Zusammenarbeit – auch Bohlens schwarzer Flügel hat es vor weißem Hintergrund auf eine Tapete geschafft.

Allein hat der Musiker den Wandschmuck nicht entworfen, Alexandra Hesse stand ihm zur Seite. Die Designerin erzählt, dass sie sich an die Zusammenarbeit mit dem Juror der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) erst gewöhnen musste: "Als ich ihm meine Muster zeigte, wurde ich in bester DSDS-Manier abgewatscht." Mit knalligen Farben und Schallplatten-Motiven habe der Pop-Titan nichts anfangen können. Bohlen dazu: "Tapeten mit goldenen Schallplatten - das war nicht mein Ding." Schließlich sei die Arbeit aber reibungslos verlaufen, er habe viele Ideen einbringen können.

Mit seinem Zweitjob als Tapetendesigner liegt der Musiker anscheinend im Trend. "Tapeten sind seit ein bis zwei Jahren stark im Kommen, wobei nicht der ganze Raum tapeziert, sondern beispielsweise nur eine Wand gestaltet wird", sagt der Frankfurter Innenarchitekt Michael Mörmann. Auch der Modedesigner Harald Glööckler ist bereits im Geschäft und kreiert Tapeten. Bohlen sieht weitere Möglichkeiten: Der Pop-Produzent will auch noch Tapeten fürs Kinderzimmer gestalten – vielleicht mit Teddy-Bären.

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