Kinofilm

"Fifty Shades of Grey" spielt 80 Millionen Dollar ein

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Die Vorlage und der Film sind wegen ihrer Darstellung sexueller Praktiken umstritten. Londoner Feuerwehr befürchtet "Fifty-Shades-Effekt".

Los Angeles/London. Der Erotik-Film "Fifty Shades of Grey" ist ein Kassenschlager: In den ersten drei Tagen nach dem Filmstart in den USA hat er bereits beachtliche 81,7 Millionen Dollar (knapp 72 Millionen Euro) eingespielt, wie der Verleih Universal Studios am Sonntag berichtete. Gezeigt wurde die Verfilmung des Bestsellers von E.L. James am Wochenende um den Valentins-Tag in 3646 US-Kinos.

Die Vorlage und der Film sind wegen ihrer Darstellung sexueller Praktiken umstritten. Den Machern wird Frauenfeindlichkeit vorgeworfen. Christliche Gruppen und Organisationen gegen sexuelle Gewalt haben zum Boykott aufgerufen.

Londoner Feuerwehr befürchtet Fifty-Shades-Effekt

Die Londoner Feuerwehr befürchtet nach der Premiere des Films "Fifty Shades of Grey" nach eigener Auskunft eine größere Zahl von Sondereinsätzen. "Es scheint einen Fifty-Shades-Effekt zu geben", sagte Dave Brown von der London Fire Brigade. Mehr Menschen als sonst würden Sexspiele mit Handschellen oder ähnlichen Fesselwerkzeugen ausprobieren. "Der Film könne dazu führen, dass mehr Menschen gefangen sind und sich selbst nicht mehr befreien können", heißt es in einer Mitteilung.

In dem Film wird eine Studentin vom schwerreichen Unternehmer Christian Grey in die Sadomaso-Welt eingeführt. Seit Veröffentlichung des skandalumwitterten Romans von E.L. James im Jahr 2011 musste die Feuerwehr in London 90 Menschen von Handschellen befreien – in einigen Fällen seien feststeckende Ringe an männlichen Geschlechtsteilen der Grund für den Notruf gewesen. Auf Twitter gaben die Feuerwehrleute in paar praktische Tipps. Einer davon lautet: "Schlüssel immer bereit halten". Ein anderer: "Gesunden Menschenverstand einschalten".

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