23.01.13

Die First Lady setzt neue Akzente

Michelle Obama ist in Amerika eine Stil-Ikone. Was sie zur Amtseinführung ihres Mannes trug, wird diskutiert

Von Michael Remke

Washington. Für viele Zuschauer der feierlichen zweiten Amtseinführung des US-Präsidenten war es an diesem Tag die wichtigste Frage. Nicht was Barack Obama, 51, bei seiner Rede an die Nation sagen würde, interessierte sie. Nein, was seine Frau Michelle Obama, 49, denn diesmal tragen werde. Leuchtende Farben wie bei der ersten Vereidigung 2009? Die First Lady wählte für den Tag etwas Dezentes und für den Abend Farbe.

Flammend rot und aus fließendem Samt: Für den Ball zum Abschluss der Feierlichkeiten in Washington erschien sie in einer Robe von Jason Wu. Der aus Taiwan stammende US-Designer hatte bereits zu Obamas Amtsantritt vor vier Jahren das weiße Ballkleid seiner Frau entworfen und damit Furore gemacht. "Ich glaub's nicht. Das einmal geschafft zu haben war schon das Erlebnis meines Lebens. Zweimal ist ungeheuer." Der Ring zum Raffen der Träger entstand in Zusammenarbeit mit Schmuckdesignerin Kimberly McDonald. "Für diese Gelegenheit mussten es echte Diamanten sein", sagte Wu.

Bei der Vereidigung auf den Stufen des Kapitols hatte sich Michelle Obama für den Designer Thom Browne entschieden. Sie trug einen navy-blauen Mantel und das im gleichen Stil geschneiderte passende Kleid. Gürtel und Handschuhe kamen von J. Crew, ihre langen Stiefel von Reed Krakoff und der Schmuck von Cathy Waterman. Zum Mittagessen im eher kühleren Kapitol streifte die First Lady noch eine blaue Weste über ihr Kleid, ebenfalls von Browne. "Sie mag enge, maßgeschneiderte Mode", sagte Browne zu seiner Kreation, die er als Einzelanfertigung geschneidert hatte. "Etwas, was für ihre Stärke und ihr Selbstvertrauen steht." Browne, der eigentlich durch seine Männerlinie bekannt geworden ist, schneidert erst seit 2011 auch für Frauen. 2012 lernte er Michelle Obama kennen. Modisch zeigten sich auch die beiden Töchter des Präsidentenpaares. Während Sasha, 11, einen pinkfarbenen Mantel von Kate Spade trug, hatte sich Malia, 14, für eine violette J.-Crew-Kreation entschieden.

"Es ist ihr typischer Stil", kommentierte der Dekan der New School for Design in New York, Simon Collins, das Ensemble. "Michelle Obama zeigt damit, wie stolz sie ist auf das, was sie und ihr Mann erreicht haben." Begeistert zeigte sich auch die Design-Chefin der Modekette J. Crew, Jenna Lyons. "Sie sieht sehr elegant und wie immer toll aus in dem, was sie trägt." Doch nicht alle Fachleute stimmten mit ihrer Auswahl überein. "Ich liebe generell ihren Stil, aber diese Farben gehen einfach gar nicht", kritisierte Bonnie Fuller, Ex-Chefredakteurin der Magazine "Marie Claire" und "Cosmopolitan". "Ich hätte mir mehr Farben gewünscht, vielleicht ein leuchtendes Gelb. Dieser Mantel ist mir einfach zu trübe." Mit dem "Traum in Rot" am Abend war die Kritikerin allerdings zu besänftigen.

Und auch über die neue Frisur der First Lady diskutieren nicht nur die Amerikaner. Sie trägt jetzt einen Pony, von dem zumindest schon mal ihr Mann schwärmt. "Sie sieht wie immer fantastisch aus. Und ich liebe ihren Pony." Fernab vom Weißen Haus stellt Udo Walz mit Kennerblick fest: Michelle Obama trägt einen in sich gestuften Pagenkopf. Und bändigt ihre Locken mithilfe von Keratin-Mitteln und Glätteisen. "Sie ist eine sehr attraktive Frau, ich finde, das passt fantastisch zu ihr", sagte der Berliner Promi-Friseur. "Was die First Lady macht, wird schon ein Trend." Und wann ändern Frauen ihre Frisur? "Immer wenn sich etwas im Leben ändert." Die "Vanity Fair" ordnete Michelle Obamas Frisur in eine Art Stammbaum ein: mit Stilvorbildern wie Brigitte Bardot, Jane Birkin, Anna Wintour, Carly Rae Jepsen und Taylor Swift. "Super süß, Michelle O.!", so das US-Magazin.

Michelle Obama gilt als Fashion-Ikone des Landes. Seitdem sie ins Weiße Haus eingezogen ist, schauen vor allem die modebegeisterten Amerikaner auf ihre Kleiderwahl. Sie wird oft mit Jackie O. (Jacqueline Kennedy), der Frau von Präsident John F. Kennedy, verglichen. Obama setzt oft auf aufstrebende Designer, wählt aber gerne auch einfach zu tragende und für jedermann erschwingliche Kleider von Modeketten wie J. Crew.

Für das Menü des Vereidigungsmahls war übrigens ein deutscher Koch verantwortlich: Horst Klein aus Köln, seit 1972 in den USA. Es gab Hummer, Filets vom Büffel und Apfeltorte.

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