30.11.12

Wintereinbruch

Schnee und Sturmböen machen Einsatzkräften zu schaffen

Umgeknickte Bäume und Glätte: Winterliches Wetter hat in Teilen Deutschlands zu erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr geführt.

Foto: dpa
Starke Schneefälle in Thüringen
Zwei Lastkraftwagen hängen fest auf der rutschigen und stark verschneiten B 281

Berlin. Sturmböen, Schneefall und Glätte haben in Teilen Bayerns und Sachsens den Straßenverkehr vorübergehend lahmgelegt. Vor allem wegen umgeknickter Bäume und herabgefallener Äste waren zahlreiche Straßen in der Oberpfalz und im Raum Erzgebirge bis zum frühen Freitagmorgen nicht passierbar, wie Sprecher der Polizei sagten. Meteorologen warnten erneut vor Sturmböen und Schneefällen, besonders in der Mitte Deutschlands.

Die Autobahn 72 in Sachsen war aufgrund zahlreicher Unfälle am Donnerstagabend gesperrt, bis Mitternacht gab es teils massive Behinderungen, wie ein Polizeisprecher sagte. In einem etwa 30 Kilometer langen Stau blieben Lastwagen liegen und ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Am Abend und teilweise bis in die Nacht waren zudem mehrere Bundesstraßen zeitweise gesperrt. Bis Mitternacht gingen in der Polizeidirektion Südwestsachsen 327 Notrufe ein. In dem Bereich wurden 118 Verkehrsunfälle gezählt, wobei neun Menschen verletzt wurden. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Einsätzen wegen umgestürzter Bäume und liegen gebliebener Fahrzeuge.

Straßen noch am Freitagmorgen gesperrt

In der Oberpfalz in Bayern rückten Einsatzkräfte am Abend und in der Nacht zu 60 Einsätzen wegen Schneebruchs aus, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Mehrere Straßen waren zeitweise gesperrt. Noch am Freitagmorgen waren die Staatsstraße 2121 im Landkreis Tirschenreuth und die Kreisstraße Weiden 29 nicht passierbar. Nebenstraßen sollten auch am Freitagmorgen gemieden werden, hieß es bei der Polizei.

In Thüringen war vor allem der Bereich Saalfeld betroffen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Allerdings habe sich die Verkehrslage bereits am Donnerstagabend weitgehend entspannt. "Die Verkehrsteilnehmer haben sich auf die Situation eingestellt", sagte ein Sprecher. Einsatzkräfte wiesen darauf hin, Winterreifen anzubringen und entsprechend der Verkehrssituation zu fahren.

Meteorologen warnten für den Freitag vor Schneefällen vor allem im Bergland von Sachsen und Thüringen. Besonders in der Mitte Deutschlands sei zudem mit stürmischen Böen zu rechnen. In weiten Teilen Ostdeutschlands gebe es Dauerregen. Da bis zum Samstag die Temperaturen weiter sinken, sei mit Glätte zu rechnen. Das Wetter bleibe bis in die kommende Woche hinein unbeständig, sagte die Meteorologin Dorothea Petzold für Sachsen voraus. Während die Sturmböen abflauten, sei weiterhin mit leichten Schneefällen zu rechnen.

(dapd)
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