27.11.12

Autobahn 40 500-Kilo-Weltkriegsbombe muss in Duisburg gesprengt werden

Bombenfund in Duisburg

Foto: dpa

Bombenfund in Duisburg Foto: dpa

Zur Sprengung ist eine Räumung notwendig geworden. Etwa 4.200 Menschen sollten im Umkreis von 750 Metern ihre Wohnungen verlassen.

Duisburg. In Duisburg ist an der vielbefahrenen Autobahn 40 eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wegen eines gefährlichen Säurezünders war noch für den Dienstagabend eine kontrollierte Sprengung geplant. Mehrere Tausend Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Die A40 wurde zwischen den Kreuzen Moers und Duisburg im abendlichen Berufsverkehr komplett gesperrt. Autofahrer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Teile des Weihnachtsmarkts in der Duisburger Innenstadt wurden geschlossen. Auch Geschäfte stellten den Verkauf ein. Der Bahnverkehr sollte nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn in Düsseldorf nicht von der Sprengung betroffen sein.

Der Kampfmittelräumdienst hatte die Bombe durch die Auswertung von Luftbildaufnahmen in unmittelbarer Nähe der A40-Anschlussstelle Duisburg-Häfen entdeckt. Am Abend bereiteten Experten die Sprengung vor, indem die Fundstelle mit Bohlen, Strohballen und Sand abgesichert wurde. In der Evakuierungszone 750 Meter um die Bombe herum leben 4200 Menschen, in einer weiteren Sicherheitszone weitere 5800.

In München hatte die Sprengung einer Bombe Ende August einen Millionenschaden verursacht. Mitte September entstand nach der kontrollierten Sprengung eines Blindgängers in der Innenstadt von Viersen in Nordrhein-Westfalen ebenfalls erheblicher Sachschaden. Beide Bomben hatten Säurezünder.