22.11.12

Kreuzfahrtschiff

MS "Deutschland" bleibt auch künftig das ZDF-Traumschiff

Das ZDF und die Reederei Peter Deilmann haben ihren Vertrag bis Ende 2017 verlängert. Zudem wurde ein Betriebsrat eingeführt.

Foto: dpa/DPA
Das Kreuzfahrtschiff MS "Deutschland" brachte die deutschen Olympiateilnehmer im Sommer von London nach Hamburg
Das Kreuzfahrtschiff MS "Deutschland" brachte die deutschen Olympiateilnehmer im Sommer von London nach Hamburg

Neustadt. Das Kreuzfahrtschiff MS "Deutschland" bleibt auch weiterhin "Das Traumschiff" der ZDF-Fernsehserie. Der Sender und die Reederei Peter Deilmann haben ihren Vertrag bis Ende 2017 verlängert, teilte die Reederei am Donnerstag im schleswig-holsteinischen Neustadt mit. Das ZDF dreht seine Erfolgsserie seit 1985 an Bord eines Schiffes der Reederei Peter Deilmann und seit 1999 auf der "Deutschland", die rund 500 Passagieren Platz bietet. In letzter Zeit war die "Deutschland" vor allem wegen der Debatte um eine mögliche Ausflaggung und den Rauswurf des langjährigen Kapitäns Andreas Jungblut in den Schlagzeilen.

"Die "Deutschland" ist der perfekte Drehort für unser "Traumschiff". Was wir uns vor vielen Jahren mit dem früheren Reeder Peter Deilmann ausgedacht haben, funktioniert auch noch heute und in der Zukunft", sagte Produzent Wolfgang Rademann. Die nächsten Dreharbeiten für die Serie an Bord der "Deutschland" beginnen im Januar 2013. Das schwimmende Grandhotel kreuzt dann im Arabischen Golf und erreicht Häfen in Bahrain und im Oman.

Die Besatzung des Kreuzfahrtschiffes "Deutschland" hat unterdessen erstmals einen Betriebsrat gewählt. Damit reagiere sie auf die aus ihrer Sicht mangelhafte Informationspolitik der Reederei im Zusammenhang mit den Ausflaggungsplänen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit.

Die Wahl sei eine folgerichtige Reaktion auf die "katastrophale Informations- und Personalpolitik" des Mehrheitseigners Aurelius, sagte der für Schifffahrtsrecht zuständige Gewerkschaftssekretär Dieter Krause. Er forderte die Reederei Deilmann mit Sitz in Neustadt (Schleswig-Holstein) auf, die Kündigung des langjährigen Kapitäns Andreas Jungblut zurückzunehmen.

Jungblut war im Oktober fristlos entlassen worden. Er hatte zuvor die Eigner mehrfach öffentlich kritisiert – unter anderem als es um eine geplante Ausflaggung der als Traumschiff bekannt gewordenen "Deutschland" ging. Jungblut wehrt sich allerdings juristisch gegen seine Kündigung. Entsprechende Medienberichte bestätigte Rechtsanwalt Carsten Neuhaus von der Berliner Kanzlei Kaesler & Kollegen am Mittwoch. Jungblut klage vor dem Arbeitsgericht Lübeck gegen die Reederei Peter Deilmann und verlange seine Wiedereinstellung, sagte Neuhaus.

Die Reederei hatte den Kapitän des als "Traumschiff" in der gleichnamigen ZDF-Serie bekanntgewordenen Kreuzfahrtschiffs Ende Oktober fristlos entlassen. Als Grund nannte sie illoyales Verhalten und Vertrauensbruch. Jungblut hatte seine Arbeitgeber mehrfach öffentlich wegen ihrer Ausflaggungspläne für das Schiff kritisiert.

Eine Wiedereinstellung werde kaum möglich sein, sagte Deilmann-Sprecherin Kornelia Kneissl. "Die Position des Kapitäns auf der "Deutschland" ist definitiv wieder besetzt", sagte sie. Wegen der langjährigen Zusammenarbeit sei die Reederei aber nach wie vor an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Seit Anfang November führt Elmar Mühlebach im Wechsel mit Kapitän Andreas Greulich das Kommando auf dem Schiff.

Jungblut hofft dagegen weiter, eines Tages doch wieder auf der Brücke des Traumschiffs" zu stehen. "Ich habe es all meinen treuen Stammgästen versprochen: Wenn die Bedingungen stimmen, komme ich zurück auf die "Deutschland". Die Besatzung ruft nach mir, und meine Kapitänsuniform hängt noch in meinem Kleiderschrank auf dem Schiff", teilte er über seine Anwälte mit. Ein Termin für den Prozess am Arbeitsgericht steht nach Angaben von Neuhaus noch nicht fest.

dpa
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