Fr, 16.11.12, 12.21

Latin Grammy Awards Pop-Duo Jesse & Joy aus Mexiko räumt vier Trophäen ab

Fetzige Latino-Rhythmen, bekannte Altstars und neue Gesichter bei der Latin-Grammy-Show: In Las Vegas wurden 47 Trophäen verteilt.

Los Angeles. Vor fünf Jahren waren die mexikanischen Geschwister Jesse & Joy bei der Verleihung der Latin-Grammy-Preise erstmals dabei. Mit ihrem Debütalbum "Esta Es Mi Vida" holten sie damals die Nachwuchs-Trophäe. Nun stellte das Bruder-Schwester-Duo weltbekannte Latino-Stars in den Schatten.

Bei der Verleihung der Preise für portugiesisch- und spanischsprechende Musiker in Las Vegas räumten sie in der Nacht zum Freitag gleich vier Trophäen ab. Mit dem Hit "Corre!" holte das Geschwisterpaar den Preis für den besten Song des Jahres, zudem gewannen sie in den Sparten Beste Aufnahme, Pop-Album und Musikvideo (Kurzform).

Der kolumbianische Hit-Sänger Juanes nahm zwei Trophäen entgegen, darunter für bestes Album ("MTV Unplugged"). Damit hat der Kolumbianer in seiner Musikerkarriere schon 19 Latin Grammys gewonnen - ebenso viele wie die aus Puerto Rico stammende Gruppe Calle 13, die im vorigen Jahr neun Trophäen erhielt. Zwei Preise gingen an den weltberühmten Trompeter Arturo Sandoval für seine Jazz- und Tangoalben.

Der Sänger und Komponist Juan Luis Guerra aus der Dominikanischen Republik war mit sechs Nominierungen als Favorit in das Rennen gezogen. Er musste sich mit zwei Trophäen begnügen, darunter als Produzent des Jahres für Juanes' Album "MTV Unplugged".

Die mexikanische Rock-Sängerin Carla Morrison gewann für Album und Song in der Kategorie Alternative Musik. Brasiliens einflussreichster Sänger und Komponist, Caetano Veloso, wurde bei der Show als "Person des Jahres" gefeiert. Ihm zu Ehren traten Juanes, Nelly Furtado und Natalie Cole auf.

Der amerikanisch-kubanische Rapper Pitbull eröffnete die dreistündige Show mit seinem Hit-Song "Don't Stop The Party". Erstmals heizten die Latino-Größen Carlos Santana und Juanes gemeinsam auf der Bühne ein. Aus Spanien waren die Sänger Alejandro Sanz und Pablo Alborán nach Las Vegas gejettet.