Der Deutsche Wetterdienst will die Bevölkerung künftig zielgenauer und verständlicher vor drohenden Unwettern warnen.

Offenbach. Ein neues Radarsystem soll dem Deutschen Wetterdienst (DWD) künftig helfen, Art und Menge von Niederschlägen besser vorauszusagen. Auf diese Weise will der DWD seinen Einsatz für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenvorsorge verbessern, sagte Hans-Joachim Koppert, Leiter des Geschäftsbereichs Wettervorhersage, am Dienstag beim DWD-Jahresempfang in Offenbach. Warnungen beispielsweise vor Unwettern müssten zielgenauer und verständlicher werden. Koppert zufolge würden sie mit Informationen darüber ergänzt, wie wahrscheinlich ein Unwetterphänomen auch tatsächlich eintreffen werde.

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Der Vorsitzende des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge, Gerold Reichenbach, sagte, auf den Wetterdienst komme die Verantwortung für frühe Warnungen zu. Katastrophenschützer der Zukunft seien nicht mehr nur Feuerwehrleute oder Polizisten, sondern auch Meteorologen. 75 Prozent der Katastrophen würden durch Extremwetter ausgelöst, sagte Reichenbach. Je früher und präziser der DWD beispielsweise Starkregen bestimmten könne, desto besser sei die Vorbereitung der Katastrophenhelfer.

Auf die Anforderungen an den Wetterdienst durch die Energiewende verwies der Leiter des Referats Meteorologie im Bundesverkehrsministerium, Karl Trauernicht. Für den Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen und Windrädern müsse es genaue Prognosen darüber geben, wo mithilfe von Wind und Sonne eine stabile Energieversorgung möglich sei. (dapd/abendblatt.de)