Experten warnten vor Überschwemmungen. In Haiti sind nach dem Erdbeben im letzten Jahr noch immer 630.000 Menschen obdachlos.

Mexiko-Stadt. Aufatmen in der Dominikanischen Republik: Der Tropensturm „Emily“ hat nach ersten Informationen keine Schäden verursacht. Der Sturm schwächte sich ab und zog nach Haiti und Kubaweiter. Nach dem jüngsten Bericht des US-Hurrikanzentrums, sank die Windgeschwindigkeit im Zentrum des Wirbelsturms von 85 auf 65 Kilometer pro Stunde.

Die Regierung der Dominikanischen Republik beschränkte daraufhin die Sturmwarnungen auf die südwestliche Küstenregion. „Emily“ verliere wegen der bis zu über 3000 Meter hohen Berge auf der Insel Hispaniola weiter an Kraft, so das Hurrikanzentrum. Sturmwarnungen für Haiti, Ostkuba, die Turks- und Caicos-Inseln, den südöstlichen, sowie den zentralen Teil der Bahamas, blieben jedoch bestehen.

Meteorologen vermuteten, dass „Emily“ über den südwestlichen Teil Haitis nach Norden ziehen wird, ohne die vom Erbeben beschädigte Hauptstadt Port-au-Prince direkt zu treffen. Das Zentrum des Sturms sollte innerhalb von zwölf bis 24 Stunden zwischen Haiti und Kuba sein. Zum Wochenende werde „Emily“ an der Ostküste des US-Bundesstaates Florida vorbeiziehen.

Tropenstürme richten normalerweise vor allem wegen der starken Regenfälle große Schäden an. Oft kommen Menschen durch Erdrutsche in den Bergen und bei Überschwemmungen in tiefer liegenden Gebieten ums Leben. Im vergangenen Jahr ist die Karibik weitgehend von Wirbelstürmen verschont geblieben, da die meisten von ihnen nach Norden abdrehten, ehe sie auf die Antilleninseln stießen. (dpa/abendblatt.de)