01.04.10

USA Spielerin streitet mit Casino um Millionen-Jackpot

Spielautomaten sind nach Umsatz zu besteuern

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/dpa

Spielautomaten sind nach Umsatz zu besteuern Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/dpa

Eine Spielerin aus den USA beharrt auf ihrem Gewinn von 42,9 Millionen Dollar. Behörde und Casino sprechen von einem Software-Fehler.

Denver. Louise Chavez war außer sich vor Freude, als ihr die Anzeige eines Münzautomaten in einem Spielcasino im US-Staat Colorado einen Jackpot-Gewinn von 42,9 Millionen Dollar (31,8 Millionen Euro) signalisierte. Nun ist sie außer sich, weil das Kasino Fortune Valley in Central City ihren Gewinn nicht auszahlen will. Das Ganze sei auf einen Software-Fehler zurückzuführen, erklärt das Casino. In der Spielhalle sei deutlich ausgezeichnet, dass der Höchstgewinn bei 251.000 Dollar liege. Auf den Irrtum hätten Casino-Mitarbeiter die vermeintliche Jackpot-Gewinnerin sofort hingewiesen und den Fall der Aufsichtsbehörde gemeldet. Deren Sprecher Don Burmania bestätigte, dass öffentlich einsehbar gewesen sei, dass der Hauptpreis bei 251.000 Dollar liege. Chavez habe wohl einen Preis gewonnen, ein Jackpot von 42,9 Millionen Dollar sei aber in dem Spielplan nicht vorgesehen.

"Wenn sie etwas Geld gewonnen hat, werden der (Automaten-) Hersteller und das Casino gerne das auszahlen, was ihr zusteht", sagte Burmania. "Aber nicht 42,9 Millionen, das ist unmöglich." Burmania verwies auf einen ähnlichen Fall in einem Casino Colorados 2008. Damals habe ein Münzautomat einer Spielerin einen Gewinn von 164 Millionen Dollar angezeigt. Die korrekte Anzeige hätte 6,60 Dollar sein müssen. Spielerin und Kasino hätten sich außergerichtlich geeinigt. Chavez hat ihren Traum vom Millionengewinn noch nicht aufgegeben. Mit dem kostenlosen Frühstück, dass ihr das Casino spendierte, will sie sich nicht abspeisen lassen. "Ich fühle mich reingelegt. Man will mich um das Geld bringen, das ich gewonnen habe", sagte sie dem Fernsehsender KCNC-TV in Denver. Casino-Sprecher Joe Behm sagte, das Unternehmen werde nach den Ermittlungen der Aufsichtsbehörde entscheiden, wie es sich in dem Fall verhalten werde.