FC St. Pauli Kringe steht mit Maske gegen Sandhausen zur Verfügung

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Sechs Tage nach seinem doppelten Nasenbeinbruch kehrt der Routinier zurück. Auch Kapitän Boll soll demnächst wieder auflaufen.

Hamburg. Kapitän Fabian Boll und Mittelfeldspieler Florian Kringe stehen beim FC St. Pauli vor ihrem Comeback. Kringe trainierte am Freitag sechs Tage nach seinem doppelten Nasenbeinbruch erstmals wieder mit einer schützenden Maske und steht Trainer Michael Frontzeck am Sonntag beim SV Sandhausen (13.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) wohl wieder zur Verfügung.

"Wenn er nicht noch einmal auf die Nase fällt, steht er im Kader", sagte Frontzeck. "Das ging ganz gut. Natürlich ist es ungewohnt und auch das Sichtfeld ist ein bisschen eingeschränkt. Aber es hat alles gut funktioniert", erklärte Kringe nach der Einheit an der Kollaustraße. Verzichten muss der Coach beim Tabellen-17. auf Mittelfeldwirbler Fin Bartels, der seine fünfte Gelbe Karte absitzt. Für ihn könnten Lennart Thy, Kevin Schindler oder Joseph-Claude Gyau auflaufen.

Vor dem angeschlagenen Gegner warnt der Coach ausdrücklich. "Wir wissen um die Gefahr des Spiels. Sandhausen steht da, wo wir vor einigen Monaten noch standen. Wir wissen, wie sich das anfühlt", erklärte Frontzeck. Unter Siegzwang sieht er seine Elf, die seit drei Spielen auf ein Tor wartet, nicht: "Wenn wir mit der Vorgabe eines Sieges nach Sandhausen fahren, wird es sehr schwierig. Wir haben vor jedem Gegner – ob nun Sandhausen, Hertha, Cottbus oder Bayern München – höchsten Respekt und müssen immer mit derselben Einstellung ans Werk gehen."

Boll, der den Hamburgern wegen anhaltender Oberschenkelprobleme bereits seit drei Monaten fehlt, soll bei einem kurzfristig organisierten Testspiel am Sonnabend einen Härtetest absolvieren. "Danach werden wir schauen, ob er für Köln eine Option ist", sagte Frontzeck. Am 18. Februar beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln um Ex-St.-Pauli-Coach Holger Stanislawski soll Boll wieder zur Verfügung stehen.