2. Bundesliga FC St. Pauli gegen den VfL Bochum - jetzt im Liveticker!

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St.-Pauli-Coach Frontzeck erwartet nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen trotz des Fehlens mehrerer Stammkräfte einen Sieg gegen Bochum. Hier geht's zum Liveticker.

Hamburg. Beim FC St. Pauli ist der Glaube an die eigene Stärke wieder da. Der in der 2. Fußball-Liga vorübergehend sogar in Abstiegsnot geratene Kiez-Club hat nach der Mut machenden Ausbeute von sieben Punkten aus den drei Punktspielen unter dem neuen Coach Michael Frontzeck Blut geleckt. Das Ziel des als Aufstiegsanwärter in die Saison gestarteten Traditionsclubs ist klar: Schubert-Nachfolger Frontzeck soll die Braun-Weißen in die erweiterte Spitzengruppe zurückführen. Dafür sind drei Punkte im Heimspiel gegen den VfL Bochum an diesem Montag (20.15 Uhr hier im Liveticker) fest eingeplant.

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Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Hanseaten derzeit personelle Sorgen plagen. Denn nach Florian Bruns muss Frontzeck in Kapitän Fabian Boll (Oberschenkelbeschwerden), Abwehrspieler Florian Mohr (Rückenprobleme) und Mittelfeldmann Dennis Daube (grippaler Infekt) drei weitere Leistungsträger für sein erstes Flutlichtspiel am Millerntor abschreiben. "Es gibt kein Lamentieren. Wir müssen die Ausfälle kompensieren und werden eine Mannschaft auf dem Platz haben, die die Bochumer schlagen kann", betonte Frontzeck am Sonntag.

Hoffnung macht, dass St. Pauli es mit dem bisher harmlosesten Team der 2. Bundesliga zu tun bekommt. In zwölf Partien gelangen dem VfL bei 22 Gegentoren lediglich acht eigene Treffer. Im eigenen Team setzen die St. Pauli-Fans ihre Hoffnungen vor allem darauf, dass die Torgefährlichkeit ihres Stürmers Daniel Ginczek weiter anhält. Der 21 Jahre alte gebürtige Schlesier hat die Hierarchie im Angriff zu seinen Gunsten verändert. Ginczek hat in den vergangenen drei Partien jeweils ein Tor erzielt. Er ist der Stürmer Nummer 1. Marius Ebbers und Mahir Saglik kommen derzeit nur als Alternative in Betracht.

Für Ginczek ist das Duell mit dem VfL zudem etwas Besonderes. In der vorigen Saison spielte der Nachwuchsmann von Meister Borussia Dortmund auf Leihbasis in Bochum, für diese Saison verlieh der BVB Ginczek an St. Pauli. Dort hat er es in zwölf Partien auf vier Tore und zwei Vorlagen gebracht. "Beim VfL durfte ich das erste Mal auf einem solchen Niveau spielen, dort habe ich das erste Tor meiner Profikarriere erzielt. Es war eine schöne Zeit. Den VfL Bochum habe ich noch sehr im Herzen", meinte Ginczek.

Am Montagabend allerdings wird diese "Liebe" für 90 Minuten ruhen. Alle Konzentration gilt dem FC St. Pauli. "Es muss unser Ziel sein, bis Weihnachten dort unten aus der Tabelle heraus zu sein", forderte Ginczek. Vielleicht ist für die Hanseaten dann sogar noch mehr drin.

Die Aufstellungen

St. Pauli: 13 Tschauner - 27 Kalla, 5 Avevor, 16 Thorandt, 20 Schachten - 6 Funk, 2 Kringe - 25 Schindler, 10 Buchtmann, 22 Bartels - 11 Ginczek. - Trainer: Frontzeck

Bochum: 29 Heerwagen - 24 Rothenbach, 4 Maltritz, 15 Eyjolfsson, 2 Chaftar - 5 Dabrowski - 16 Delura, 18 Goretzka, 8 Tasaka - 10 Iashvili, 21 Scheidhauer. - Trainer: Neitzel

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 21.000