09.11.12

Nationalmannschaft

Löw nominiert Adler nach "großartigen Leistungen"

Nach seinen guten Leistungen kehrt HSV-Torwart René Adler für das Spiel gegen die Niederlande in den Kreis der DFB-Elf zurück.

Von Gregor Derichs
Foto: DPA

René Adler wechselte 2012 nach Hamburg und löste dort die vorherige Nummer eins Jaroslav Drobny ab

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Berlin. Rückkehrer Rene Adler und Neuling Roman Neustädter sind Joachim Löws beachtenswerteste Nominierungen für das Prestigeduell gegen die Niederlande am nächsten Mittwoch in Amsterdam. "Rene Adler gehört nach seinen großartigen Leistungen und mit seinen bekannten Fähigkeiten einfach wieder in unserem Kreis", sagte Löw am Freitag bei der Bekanntgabe des 22 Spieler umfassenden Kaders für den Testspiel-Klassiker. Er betonte allerdings, dass durch das Comeback des Hamburgers Adlers die Rangfolge mit dem Münchner Manuel Neuer als Nummer eins grundsätzlich nicht in Frage gestellt werde. "Es gibt keinen Grund, daran etwas zu verändern", sagte Löw. "Es ist auch keine Entscheidung gegen Ron-Robert Zieler und Marc-Andre ter Stegen", erklärte Löw, der auf die Torhüter von Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach diesmal verzichtete.

Einige Änderungen im Kader gegenüber dem 4:4 gegen Schweden nahm Löw für das letzte Länderspiel des Jahres 2012 vor. Neben ter Stegen und Zieler wurden Sami Khedira und Holger Badstuber wegen Verletzungen nicht berücksichtigt. Außer Adler, der zuletzt am 17. November 2010 beim 0:0 gegen Schweden in Göteborg das DFB-Tor hütete, rückten wieder Ilkay Gündogan und Mats Hummels (beide Dortmund) sowie der Schalker Julian Draxler ins Team, dem erstmals auch Draxlers Vereinskamerad Neustädter angehört. "Wir haben seine Leistungen im letzten Jahr bei Mönchengladbach schon sehr positiv gesehen. Jetzt hat er sich ganz souverän bei Schalke gezeigt, auch seine internationalen Auftritte waren gut", erklärte Löw.

Der in der ehemaligen Sowjetunion im heute ukrainischen Dnjepropetrowsk geborene Neustädter wurde bei Mainz 05 ausgebildet und spielte vor seinem Wechsel nach Schalke in diesem Sommer drei Jahre bei Borussia Mönchengladbach zusammen mit dem Neu-Dortmunder Marco Reus, den er nun in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes wiedertrifft. "Roman ist ein Spieler mit technisch sehr guten Fähigkeiten. Er hat die Berufung einfach verdient. Wir wollen ihn für die nächsten Jahre kennenlernen", sagte Löw über den defensiven Mittelfeldspieler. Dafür muss die Stammkraft Sami Khedira gegen den Vize-Weltmeister pausieren.

Treffpunkt des Teams ist am Montagmittag nicht Frankfurt, sondern Amsterdam. Das Schweden-Spiel, in dem in den letzten 30 Minuten aufgrund eklatanter Abwehrschwächen ein 4:0-Vorsprung verspielt wurde, will Löw nicht gezielt als Schwerpunkt aufarbeiten. "Das kann man nicht in einer Mannschaftssitzung machen. Die Aufarbeitung wird ein ständiger Prozess", sagte Löw. "Es wäre ein pädagogisch falscher Ansatz, zwei Stunden über das Schweden-Spiel zu sprechen." Die Schwächen müssten im Training, vor der Partie und im nächsten Jahr, abgestellt werden.

Löw wies die Kritik von Rudi Völler am Spieltermin und der Wahl des Gegners zurück, wie es bereits am Vortag Teammanager Oliver Bierhoff getan hatte. "Wir haben vor zwei Jahren den Beschluss gefasst, für die Testspiele möglichst starke Gegner zu bekommen, wir wollen uns mit den Besten messen", sagte Löw zur den Vorwürfen. Der Leverkusener Sportdirektor, der selbst Teamchef der Nationalelf von 2000 bis 2004 war, hatte den Termin wegen der hohen Belastungen der Spieler in den Vereinen als sehr ungünstig bezeichnet und dem DFB vorgeworfen, mit Holland einen zu starken Kontrahenten ausgewählt zu haben. Löw hat eine völlig andere Einstellung, kündigte aber an, dass er mehrere Spielerwechsel während der Partie plane und eventuell auch nicht die bestmögliche Startelf bringen wolle.

"Es wird ein hochintensives Spiel. Wir wollen uns mit einer guten Leistung aus dem Jahr verabschieden, und die Holländer werden hochmotiviert sein", sagte Löw. "Mit dem neuen Trainer Louis van Gaal und einer veränderten Spielidee will sich der Gegner für zwei empfindliche Niederlagen revanchieren", sagte Löw. Bei der EM hatte sein Team den Vize-Weltmeister mit 2:1 geschlagen, vor einem Jahr den Test in Hamburg sogar mit 3:0 gewonnen.

abendblatt.de/dpa
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