HSV Pech für Rajkovic: Erst begnadigt, jetzt verletzt

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Der serbische HSV-Profi fällt mit einem Muskelfaserriss drei Wochen aus. Dennis Aogo steht dagegen vor Rückkehr in die Stammelf.

Hamburg. Vom ehemaligen Profi Jürgen Wegmann stammt der legendäre Ausspruch: "Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu." Für Slobodan Rajkovic muss dieser Satz umformuliert werden: Zuerst glaubte er sich im Glück, doch dann kam das Pech zurück. Beim Abschlusstraining mit der U23-Auswahl vor dem Spiel gegen Werder Bremen II zog sich der Serbe einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und fällt drei Wochen aus. Dabei sollte der 23-Jährige am Mittwoch erstmals wieder mit den Profis trainieren, nachdem ihn Thorsten Fink am Sonntag begnadigt hatte.

Ohne Rajkovic, der sich im Juli mit Heung Min Son geprügelt hatte und daraufhin suspendiert worden war, verlor das Nachwuchsteam des HSV in Norderstedt das Nachholspiel gegen den Nordrivalen mit 2:3 (2:1). Die HSV-Tore erzielten Sternberg und Pulido. Neben Gojko Kacar und Paul Scharner stand überraschend auch Jeffrey Bruma in der Startformation. Der Niederländer, derzeit nur Reservist, meldete sich freiwillig, um Spielpraxis zu sammeln.

Auf einen Stammplatz bei den Profis am Sonnabend in Freiburg darf das Trio aber nicht hoffen. Während der lange verletzte Kacar noch Nachholbedarf hat und zudem in der zweiten Hälfte nach einem bösen Foul vorzeitig vom Platz humpelte, müssen sowohl Bruma als auch Scharner auf ihre Chance lauern, sich beweisen zu dürfen. Fink bestätigte gestern, dass es vor der Reise in den Breisgau eigentlich nur ein offenes Duell gibt. Während im defensiven Mittelfeld "Arslan und Badelj die Nase vorn haben" (Fink), Tomas Rincon also wieder für Artjoms Rudnevs rausmuss, lässt der HSV-Trainer auf der linken Seite seine Entscheidung offen.

Als wahrscheinlich gilt, dass Dennis Aogo über zwei Monate nach seinem letzten Startelfeinsatz (0:2 am zweiten Spieltag in Bremen) gegen seinen ehemaligen Klub wieder von Beginn an aufläuft, Marcell Jansen ins linke Mittelfeld rückt und Maximilian Beister, der gegen Bayern München große Probleme hatte, weichen muss. Fink machte dem 22-Jährigen trotzdem Mut: "Maxi hat definitiv die nötige Qualität, er wird sicher einen ähnlichen Weg einschlagen wie Son. Er braucht einfach Zeit, um zu lernen, zum Beispiel auch, gegen Widerstände anzugehen, hartnäckig zu bleiben."

Training: 10 Uhr. Gestern fehlten Michael Mancienne und Per Skjelbred (beide erkältet).