Formel-1-Champ Sebastian Vettel kokettiert offenbar mit einem Wechsel zum jahrelangen Branchenprimus Ferrari. Noch sei aber nichts fixiert.

Stuttgart. Sebastian Vettel hat erneut versichert, aktuell nicht zu Ferrari zu wechseln. „Es gibt kein Signal von mir, ich hab nichts unterschrieben und auch nicht per Handschlag zugesagt“, sagte der zweifache Formel-1-Weltmeister aus Heppenheim im Interview mit der „Bild“-Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Vettel räumte aber ein, dass natürlich alle 24 Grand-Prix-Piloten in ihrer Karriere einmal gerne für Ferrari fahren würden. „Das ist einfach ein geiles Rennteam. Aber es muss von allen Seiten passen“, sagte er.

Der Red-Bull-Pilot bezeichnete es als natürlich, Kontakte mit Ferrari zu haben. Es sei normal, im Fahrerlager miteinander zu sprechen. Außerdem fühle er sich „geehrt, dass ein Stefano Domenicali oder ein Luca di Montezemolo in mir einen Piloten für Ferrari sehen“. Bei seinem Team herrsche deshalb „keine Unruhe“, sagte er.

Vettel heizte zugleich Spekulationen an, „plötzlich ganz woanders“ zu fahren. Andererseits könne es „sogar sein, dass ich in meiner Karriere niemals woanders fahre, weil es einfach kein besseres Paket gibt als Red Bull“. Der Vertrag des 25 Jahre alten Hessen mit Red Bull endet nach der Saison 2014. Vettel versicherte, so lange auf jeden Fall zu bleiben: „Ich denke gar nicht daran, das nicht zu tun. Ich bin mit Red Bull quasi aufgewachsen, wir sind eine Familie, ich mag die Stimmung bei uns in der Truppe. Da stiehlt man sich nicht durch die Hintertür davon.“

Vor dem Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende in Hockenheim ist Titelverteidiger Vettel Gesamtdritter mit 100 Punkten. Ferrari-Rivale Fernando Alonso (Spanien) führt die WM-Wertung mit 129 Punkten an vor dem Australier Mark Webber (116) im zweiten Red Bull. (dpa/abendblatt.de)