Amateurfußball

Nur Altona 93 meldet für die Regionalliga Nord

Altonas Präsident
Dirk Barthel spricht
von einem soliden
Regionalligaetat

Foto: Michael Rauhe / HA

Altonas Präsident Dirk Barthel spricht von einem soliden Regionalligaetat

Aufstiegsspiele sind damit sicher. Oberligaclubs Victoria und Concordia verzichten. Sportlich legte Altona 93 eine große Aufholjagd hin.

Hamburg.  Altona 93 meldet als einziger Hamburger Oberligaclub für die Regionalliga Nord, der SC Victoria und Concordia verzichten. "Wir hätten das jetzt nicht nachhaltig, sondern nur in einer Hauruckaktion angehen können. In der Tabelle und auch finanziell fehlt uns noch etwas. Deshalb melden wir nicht", sagte Concordias Manager Florian Peters. Für den SC Victoria, dessen Manager Sven Piel im Januar eine definitive Meldung angekündigt hatte, bezog Präsident Helmuth Korte Stellung: "Aus wirtschaftlichen Gründen ist eine Meldung nicht machbar und somit nicht gut für den Verein."

Anders sieht das Altona 93, das nun als einziger Hamburger Club nach Saisonende im Mai/Juni zu den Aufstiegsspielen antritt. "Ich bin mir sicher, dass wir die Rahmenbedingungen des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) erfüllen. Wir sind zwar nicht auf Rosen gebettet, können aber mit einem soliden Etat (mindestens 300.000 Euro, die Red.) planen, sodass dieser Schritt von den sportlichen Verantwortlichen zu 100 Prozent mitgetragen wird", sagte Altonas Präsident Dirk Barthel.

Seine Heimspiele will der Verein – bis zur Fertigstellung des neuen Stadions – an der Adolf-Jäger-Kampfbahn (AJK) in Ottensen austragen. "Es haben bereits zwei Begehungen mit den Verbandsverantwortlichen stattgefunden, sodass wir sehr gut abschätzen können, welchen Aufwand wir zu betreiben haben, um auf der AJK spielen zu können. Die Umbaumaßnahmen würden überschaubar bleiben. Es war eine Grundvoraussetzung für uns, in unserem Wohnzimmer übergangsweise noch spielen zu dürfen, dem wird man vonseiten des Verbands wohl folgen", sagte Clubsprecher Andy Sude. Altona benötigt vom NFV eine Ausnahmegenehmigung, um auf der AJK in der Regionalliga spielen zu dürfen.

Sportlich legte Altona 93 in dieser Saison nach einem desaströsen Saisonstart unter Ex-Trainer Oliver Dittberner (vier Niederlagen in Folge) mit dessen Nachfolger Berkan Algan eine große Aufholjagd hin. Algan holte in seinen 18 Partien 40 Punkte und führte Altona vom letzten auf den fünften Rang. Der Einstieg des neuen Sponsors Perlwitz, mit dem Algan und Altonas Manager Andreas Klobedanz bereits beim SV Lurup erfolgreich zusammengearbeitet hatten, erhöhte den finanziellen Spielraum. "Altona 93 ist im Aufwind. Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen. Bestehen wir dann die Aufstiegsspiele, sind wir in der nächsten Saison in der Regionalliga. Andreas Klobedanz und ich sind nicht gekommen, um dauerhaft in der Oberliga zu spielen", sagte Algan.

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