25.02.13

Basketball

Trotz überragendem Nowitzki - Dallas verliert gegen Lakers

Deutschlands NBA-Star Dirk Nowitzki zeigt eine Gala-Vorstellung. Seine "Mavs" verlieren das richtungsweisende Spiel für die Playoffs.

Von Florian Lütticke
Foto: dpa
Scharfschütze Dirk Nowitzki erreichte mit 30 Punkten und 13 Rebounds seine Saisonbestleistung
Scharfschütze Dirk Nowitzki erreichte mit 30 Punkten und 13 Rebounds seine Saisonbestleistung

Dallas/Berlin. Trotz einer Gala von Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks einen harten Rückschlag im Rennen um die NBA- Playoffplätze kassiert. Auch mit einer Saisonbestleistung von 30 Punkten und 13 Rebounds konnte der Würzburger das 99:103 gegen die Los Angeles Lakers nach zuletzt drei Siegen in Serie nicht verhindern. Im Duell der beiden Basketball-Superstars brillierte Kobe Bryant für die Kalifornier und kam auf 38 Zähler, zwölf Rebounds und sieben Assists. "Er ist in deutlich besserer Verfassung, er ist immer noch einer der Größten", lobte Coach Rick Carlisle dennoch die Leistung von Nowitzki, der zu Saisonbeginn wegen einer Knie-Operation gefehlt hatte.

Beim Stand von 99:102 verpasste Mavericks-Flügelspieler O.J. Mayo vier Sekunden vor Schluss den möglichen Ausgleich, Bryant sicherte den dritten Lakers-Erfolg nacheinander mit einem getroffenen Freiwurf. Damit liegen die Mavs, die am Freitag mit 104:100 bei den New Orleans Hornets gewonnen hatten, in der Western Conference weiter hinter den neuntplatzierten Lakers. Die Houston Rockets auf dem achten und letzten Playoffrang haben sechs Siege mehr als Dallas auf dem Konto.

Schon in einer engen ersten Halbzeit konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Nachdem die Mavs das Auftaktviertel mit drei Punkten (30:27) für sich entschieden hatten, sorgte vor allem der überragende Bryant für Akzente und eine zwischenzeitliche Lakers-Führung. Mitte des zweiten Durchgangs durchbrach der 15-malige All-Star mit einem Drei-Punkte-Wurf erst als fünfter NBA-Spieler die Schallmauer von 31.000 Zählern. Im Alter von 34 Jahren ist Bryant zudem der jüngste Profi, dem dies gelang. "Ich habe daran gearbeitet", sagte er angesichts von drei getroffenen Dreiern in der Halbzeit mit einem Lächeln.

Die Mavs, bei denen der deutsche Nationalcenter Chris Kaman nach einer Gehirnerschütterung sein Comeback feierte, glichen durch einen 7:1-Lauf vor der Pause aus. Mit acht Punkten hielt Nowitzki sein Team auch im dritten Abschnitt im Spiel. Als der 34-Jährige einen Fast-Break Mitte des Schlussviertels per Dunking zum 90:87 abschloss, erreichte die Atmosphäre im American Airlines Center endgültig Playoff-Charakter.

Wenig später kassierte Nowitzki in der aufgeladenen Stimmung wegen seiner lautstarken Kritik über einen ausgebliebenen Foulpfiff der Schiedsrichter ein technisches Foul. Zum Ende konnte aber auch der Finals-MVP von 2011, der sein erstes Double-Double (zweistellige Werte in zwei Kategorien) der Saison erzielte, die bittere Niederlage nicht abwenden.

Nowitzki: "Ich kann noch einige Jahre spielen"

Unterdessen denkt Nowitzki nicht an den Ruhestand und will seine Karriere in der Basketball-Profiliga NBA noch einige Jahre fortsetzen. Dies erklärte der 34-Jährige nach der 99:103-Heimniederlage gegen die Los Angeles Lakers. Der Superstar ist noch bis Ende der kommenden Saison an die Dallas Mavericks gebunden. "Wenn mein Vertrag ausläuft, bin ich 36. Danach werde ich definitiv für einige weitere Jahre unterschreiben", sagte der Würzburger dem TV-Sender ESPN. Nowitzki plant, bis 2016 oder 2017 weiterzumachen. Danach ist aber vermutlich Schluss. "Es macht immer noch Spaß. Aber ich weiß nicht, ob ich spiele, bis ich 40 bin", sagte der Nationalspieler. Nach seiner Knie-Operation im Herbst und der damit verbundenen Zwangspause hatte Nowitzki "einige Zweifel" bezüglich seiner Zukunft. Diese sind vergangen. "Es war eine harte Phase bis zu meiner Rückkehr. Aber so wie ich mich jetzt fühle, kann ich noch einige Jahre spielen", sagte der NBA-Champion von 2011. Im letzten Jahr seinen Vierjahresvertrags wird Nowitzki in Dallas 22,7 Millionen Dollar (rund 17 Millionen Euro) verdienen. Geht es nach Klubbesitzer Mark Cuban, bleibt "Big D" auch danach und verbringt seine gesamte NBA-Karriere bei den Mavericks. "Wenn er weiterspielen will, werde ich ihn unter Vertrag nehmen, bis er 73 ist", hatte der Milliardär bereits im vergangenen Jahr erklärt.

(dpa/sid)
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