26.01.13

Ski Alpin in Kitzbühel

Paris feiert Sieg – Keppler hofft auf Trainer

Der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier fand die Spannung beim Abfahrtsspektakel von Kitzbühel "extrem".

Von Christian Kunz
Foto: AFP
Sieger in Kitzbühel: der Italiener Dominik Paris
Sieger in Kitzbühel: der Italiener Dominik Paris

Kitzbühel. Das Erfolgsgeheimnis des Gewinners beim Abfahrtsspektakel von Kitzbühel klang so einfach. "Vollgas", antwortete der Südtiroler Dominik Paris auf die Frage nach seinem Rezept beim Ritt auf der Streif. Nach dem Erfolg von Bormio feierte der Skirennfahrer aus Norditalien auch den Sieg beim Speed-Höhepunkt des Weltcup-Winters. "Kitzbühel ist sicherlich der noch schönere Erfolg als Bormio. Das ist ein Traum von jedem Abfahrer, hier zu gewinnen. Und wenn dieser Traum in Erfüllung geht, dann ist es umso schöner", sagte der 23-Jährige nach einem extrem spannenden Hahnenkamm-Klassiker. Neben jeder Menge Ehre durfte er sich am Samstag auch über 70 000 Euro Preisgeld freuen. Die selbe Summe winkt Felix Neureuther für einen Slalom-Erfolg an diesem Sonntag.

Einst kämpften Paris und der seit Donnerstag verletzte deutsche Abfahrer Andreas Sander auf ähnlichem Niveau bei den Junioren-Weltmeisterschaften von Garmisch-Partenkirchen (2009) und Formigal (2008). Nun trennen die beiden alpine Welten. Während Sander, dessen WM-Chancen nach einem Sturz beim Einfahren dahin sind, viermal in diesem Winter in die Punkte kam, fährt Paris nunmehr an der Spitze des Abfahrtsklassements. Dort führt er mit drei Punkten vor dem Norweger Aksel Lund Svindal, der am Freitag den Super-G in der österreichischen Ski-Hochburg gewonnen hatte.

"Wenn man nicht gut fährt, dann sind die anderen schneller", suchte Svindal dagegen nach der Abfahrt am Zielraum-Mikro nicht lange nach Ausreden. Und genau in diesem Moment kam passend zur Aussage Stephan Keppler ins Ziel. Am Ende war es für den einzigen deutschen Speedfahrer am Start von Kitzbühel der 28. Platz. Zu wenig um nach Platz elf in Bormio die zweite Hälfte der WM-Norm zu erfüllen. "Ich habe die Quali jetzt nicht ganz. Jetzt müssen die Trainer bewerten, wie sie das von der Verletzung und Form her einschätzen", sagte Keppler. Einen Top-10-Rang bei den Titelkämpfen in anderthalb Wochen in Schladming hält der wegen Verletzung erst später in die Saisonvorbereitung gestartete Keppler für möglich.

Es fehle ihm einfach die Konstanz, erklärte Keppler, der die Folgen vom Sturz aus dem Super-G vom Vortag noch spürte. "Wenn ich erst im November mit dem Speedtraining anfange, fehlen einfach die Trainingseinheiten", sagte der 29-Jährige. Die Frage nach Kepplers WM-Teilnahme mochte sein Alpin-Direktor nicht so gerne beantworten. "Wir haben am Mittwoch Nominierungssitzung und dann werden wir das im Endeffekt entscheiden", sagte Wolfgang Maier. Die Zwischentöne in den weiteren Formulierungen Maiers klangen so, als ob Keppler eher nach Schladming darf.

Dagegen schmeckten Maier die Fragen nach dem sportlichen Auftritt der Stars vom Sonnabend mehr. "Extrem", fand der Alpin-Direktor die Spannung nach den rasanten Ritten auf der Streif. "Das ist einfach unglaublich, was die Jungs für einen Sport zeigen." Paris gewann das Rennen vor Erik Guay (Kanada) und Hannes Reichelt (Österreich). Bis zum ersten italienischen Erfolg seit Kristian Ghedina 1998 hatte Paris aber lange warten müssen. Erst nachdem der wegen eines Trainingsvergehens strafversetzte Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer als 45. Starter den Hang hinunter gerast war, wurde von den drei Podestfahrern vor 40 000 Zuschauern gejubelt.

An diesem Sonntag wollen sich auch die deutschen Skirennfahrer um Neureuther im Slalom wieder freuen. "Die Voraussetzungen sind sehr gut, weil die Jungs sensationelle Ergebnisse eingefahren haben", erklärte Maier. Und bei den Technikern sind die Nominierungsfragen für Schladming nicht so schwierig wie im Speedteam, wo nur der rekonvaleszente Tobias Stechert die Norm erfüllen konnte.

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