08.01.13

Rallye Dakar

Kampf auf der Düne in der peruanischen Wüste

Das Hamburger HS RallyeTeam muss bei der Dakar seiner mangelnden Wüstenerfahrung im Allradfahrzeug Tribut zollen.

Foto: DPPI/DPPI media
MOTORSPORT -  DAKAR 2013 - PART 1
Mathias Behringer bei der Abfahrt von einer Düne in der Wüste Perus

Hamburg. Am Sonntag lernten Matthias Kahle und sein Beifahrer Thomas Schünemann die Grenzen der Allradtechnik kennen. Mit knapp 100 km/h hatten die beiden eine Düne in der peruanischen Wüste in Angriff genommen. Nicht schnell genug, wie sich herausstellte. Oben angekommen setzte ihr Prototyp mit der Bodenplatte auf dem Dünenkamm auf. Die Räder drehten sich - aber nichts ging mehr.

Das gleiche Missgeschick sollte den beiden noch zwei weitere Male widerfahren auf ihrem 242 Wertungskilometer langen Weg rund um Pisco. Weil sie obendrein auf der Suche nach einem zu passierenden Wegpunkt wertvolle Zeit verloren, war der SAM 30D CC des Hamburger HS RallyeTeams nach der zweiten Etappe der Rallye Dakar nur noch auf Platz 33 zu finden, gut eine Stunde hinter dem führenden Spanier Carlos Sainz und dessen Berliner Beifahrer Timo Gottschalk.

Kahle, obschon siebenmaliger deutscher Rallyemeister, musste hinterher Anfängerfehler einräumen: "Uns fehlt einfach noch die Erfahrung mit einem Allradler in den Dünen. Wir waren wohl etwas zu vorsichtig." In den kommenden Tagen werde man sich aber weiter "an das Limit herantasten". Am Montag gelang ihnen das schon besser. Auf der 243 Wertungskilometer langen dritten Etappe von Pisco nach Nazca, die erneut durch die Ica-Wüste führte, kamen Kahle/Schünemann als 19. ins Ziel, mit 34:14 Minuten Rückstand auf Nasser Al-Attiyah aus Katar, der zusammen mit dem Spanier Lucas Cruz im Red-Bull-Buggy seinen 15. Tagessieg bei einer Rallye Dakar feierte.

Kahle/Schünemann hatten nach sechs Dakar-Teilnahmen und zwei Klassensiegen im Buggy den Umstieg in einen Allrad-Prototyp gewagt. Auch bei den Begleit-Lkws spielen die Hamburger jetzt in der Ersten Liga mit. Auf Basis des bisherigen, seriennahen MAN-Fahrzeugs wurde bei Toni Maurer im schwäbischen Türkheim speziell für den Wüsteneinsatz ein Prototyp aufgebaut, der bei der Dakar seinen ersten Einsatz hat. Die Premiere ist durchaus gelungen: Fahrer Mathias Behringer, Hugo Kupper und Michael Karg konnten auf der dritten Etappe den zwölften Rang in der Tageswertung verbuchen und im Gesamtklassement auf den 15. von 71 Plätzen vorfahren.

In erster Linie dient der 780 PS starke Racetruck dem HS RallyeTeam zwar als Rettungsfahrzeug. Dass er so flott unterwegs ist, kommt allerdings auch dem Kölner Kahle und seinem Hamburger Routenplaner Schünemann zugute. "Je schneller wir sind, umso eher können wir den beiden bei einem Notfall helfen", sagt Behringer.

An Einsatzgelegenheiten dürfte es auf den insgesamt 8500 Kilometern bis zur Zielankunft der Rallye Dakar in Santiago de Chile am 19. Januar erfahrungsgemäß nicht mangeln. Die heutige vierte Etappe führt von Nazca über 288 Wertungs- und 429 Überführungskilometer nach Arequipa.

Als Führende der Autowertung gehen Stéphane Peterhansel/Jean Paul Cottret (Frankreich) im Mini ins Rennen. Sainz/Gottschalk büßten aufgrund von Problemen mit der Elektrik mehr als eine halbe Stunde ein und fielen auf Platz fünf zurück. Kahle/Schünemann verbesserten sich auf Platz 22. Ihr Rückstand auf Peterhansel/Cottret beträgt knapp eineinhalb Stunden.

Immerhin: Nachdem es heute zunächst eine weitere anspruchsvolle Dünenpassage zu bewältigen gilt, geht es mehr und mehr in gebirgigere Gefilde. Eurosport sendet von 23.15 Uhr an eine Zusammenfassung.

(leo/HA)
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