03.12.12

Real Madrid

Mourinho-Ära vor dem Ende? Wirbel auch um Özil

Real Madrid kommt nicht zur Ruhe. Medien berichten, dass José Mourinho den Meister zum Saisonende verlässt. Der Coach reagiert gereizt.

Von Hubert Kahl
Foto: dapd

Jose Mourinho trainiert seit der Saison 2010/11 den spanischen Traditionsverein Real Madrid

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Madrid. Bei Real Madrid sorgen neue Spekulationen um José Mourinho für Wirbel. Einen Tag vor dem bedeutungslosen Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam machten beim spanischen Fußballmeister wieder einmal Gerüchte über eine angebliche Ablösung von Trainer José Mourinho zum Saisonende die Runde. "Scheidung in Sicht", titelte das Sportblatt "Marca".

Vereinspräsident Florentino Pérez und der portugiesische Coach seien beide zu der Überzeugung gelangt, dass die "Ära Mourinho" sich dem Ende entgegen neige, berichtete Spaniens meistgelesene Zeitung am Montag. Beide Seiten wollten sich auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung zum 30. Juni 2013 verständigen. "Die Entscheidung ist gefallen", schrieb das Blatt. "Auch ein Gewinn der Champions League würde daran nichts ändern."

Der Trainer selbst wollte sich dazu nicht äußern. Fragen von Reportern auf einer Pressekonferenz beantwortete er mit der Aufforderung: "Fragt Florentino Pérez, ob er mit meiner Arbeit zufrieden ist!" Die "Show von Mou" am Sonnabend vor dem Lokalderby gegen Atlético dürfte nach Informationen des Blattes der berühmte Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Der Coach hatte angekündigt, 40 Minuten vor dem Anpfiff der Partie das Spielfeld zu betreten, damit die Fans ihn auspfeifen könnten. Das Publikum ignorierte die Pantomime des Portugiesen. Im Verein stieß die Einlage auf ein erhebliches Missfallen, weil sie als eine Provokation der Fans aufgefasst wurde.

Sogar Verteidiger Alvaro Arbeloa, bislang einer der größten Fürsprecher Mourinhos, ging auf Distanz. "Die Uhr unseres Trainers scheint vorzugehen", witzelte der Nationalspieler. "Das eigentlich Wichtige war das Spiel, und das haben wir gewonnen." Der Coach hat sich in Madrid nicht nur mit den Fans angelegt, sondern eine ganze Reihe von Fronten eröffnet. Er erzwang den Weggang des Managers Jorge Valdano, des Vereinsarztes und des Kochs. Zuletzt verlangte er von der Clubführung vergeblich die Verpflichtung eines Vereinssprechers, der ihm in der Öffentlichkeit den Rücken stärken sollte.

Auch die Beziehung des Trainers zu den Spielern scheint sich merklich abgekühlt zu haben. "Unser Problem ist der schlechte Saisonstart und der Rückstand (von elf Punkten) auf Barcelona", sagte Mesut Özil dem "Kicker" (Montag). Der deutsche Nationalspieler war vor gut einer Woche bei Reals 0:1-Niederlage bei Betis Sevilla zusammen mit seinem Landsmann Sami Khedira zur Halbzeit ausgewechselt worden.

Die Zeitung "El País" meint, dass dies nicht allein mit der Leistung des Ex-Bremers zu tun gehabt habe. Özil sei vielmehr beim Trainer in Ungnade gefallen, weil er sich mit Mourinho-kritischen Spielern wie Sergio Ramos oder Kaká angefreundet habe, schrieb das angesehene Blatt. Der Deutsche war lange Zeit der Gruppe von Real-Profis zugerechnet worden, die besonders treu zum Trainer standen. Özil selbst hält sich in dieser Sache eher bedeckt.

"Ich weiß, wie der Trainer denkt und was er von mir will. Was wir bereden, bleibt immer in der Kabine", sagte er dem "Kicker". "Ich habe diese Saison sehr viele Spiele von Beginn an gemacht. Dieses Vertrauen des Trainers sagt genug aus."

Die Gerüchte um eine mögliche Trennung Mourinhos von Real lösten auf der europäischen Fußballszene eine Welle von Spekulationen über die Zukunft des Trainers aus. In Frankreich wurde der Portugiese mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht. In England bezeichnete Sir Alex Ferguson ihn als einen geeigneten Nachfolger für den Posten des Trainers von Manchester United. Auf der Insel sollen sich auch der Lokalrivale Manchester City oder der FC Chelsea für den Portugiesen interessieren.

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