27.11.12

TV-Vermarktung Rummenigge glaubt an goldene Zukunft der Bundesliga

Valencia CF v FC Bayern Muenchen - UEFA Champions League

Foto: Bongarts/Getty Images

Valencia CF v FC Bayern Muenchen - UEFA Champions League Foto: Bongarts/Getty Images

Bayern Münchens Vorstandsboss Rummenigge sieht in der TV-Vermarktung der Fußball-Bundesliga weiter Wachstumspotenzial.

München. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sieht auch nach Abschluss des neuen TV-Vertrags weiter Wachstumspotenzial in der Vermarktung der Fußball-Bundesliga. "Ich bin überzeugt, dass wir irgendwann zumindest Italien einholen werden. Die liegen ja heute bei etwa einer Milliarde Euro per annum", sagte Rummenigge dem Magazin Sponsors: "Immer vorausgesetzt, dass sich das Pay-TV weiter so gut entwickelt, wie es aktuell aussieht."

In der Serie A werden ab der Saison 2012/13 bis zum Ende der Spielzeit 2014/15 für die nationalen Live-, Highlight- sowie Auslandsrechte rund 960 Millionen Euro eingenommen. Die DFL verteilt ab der Saison 2013/2014 für vier Jahre durchschnittlich die Rekordsumme von 628 Millionen Euro aus dem Verkauf der Bundesliga-TV-Rechte an die Klubs.

Die englische Premier League sei für die Bundesliga allerdings auch auf weite Sicht außer Reichweite. Sie laufe schon seit 15 Jahren vorneweg, sagte Rummenigge: "Für ihre Arbeit bei der TV-Vermarktung national wie international kann man nur Beifall klatschen." Allein bei der Vermarktung der nationalen Live-Rechte erzielte die englische Liga bei der Vergabe im vergangenen Sommer für den neuen Dreijahreszyklus die neue Rekordsumme von umgerechnet rund 1,25 Milliarden Euro. Hinzu kommen noch einmal rund 220 Millionen Euro für die Highlight-Rechte.

Um weitere Geldquellen für die Liga und den FC Bayern zu erschließen, drängt der Rekordmeister deshalb verstärkt ins Ausland. Die Münchner haben laut Rummenigge sogar eine Arbeitsgruppe gebildet, um in neuen Märkten wie Indonesien oder Vietnam Fuß zu fassen.

In diesem Zusammenhang nahm der Bayern-Boss auch einmal mehr die DFL in die Pflicht. "Die Bundesliga müsste von der DFL zum Teil strategischer aufgestellt werden, um das Vehikel Bundesliga im Ausland einfach besser zu präsentieren", sagte er.

Allerdings müssten auch die Klubs "Opfer bringen", um die Lücke zu England zu schließen - auch wenn sich die Trainer "natürlich mit Händen und Füßen" gegen weite Reisen wehren würden, "um die Vorbereitung ihrer Spieler nicht zu gefährden", sagte Rummenigge.

In Bezug auf den Einstieg eines Großinvestors, den Präsident Uli Hoeneß zuletzt einmal vage ins Gespräch gebracht hatte, stellte indes auch Rummenigge klar, "dass es da gar nichts Konkretes gibt. Es ist noch nicht einmal klar, dass wir überhaupt jemals davon Gebrauch machen werden."

((sid))