18.11.12

Formel 1 im Liveticker

Nach 42 Runden: Vettel auf Platz zwei, Alonso auf drei

Wenn Vettel den Großen Preis der USA gewinnt und Alonso gleichzeitig nicht besser als auf Platz fünf landet, ist der Deutsche Weltmeister.

Von Christian Hollmann
Foto: REUTERS
Red Bull Formula One driver Vettel leads the first turn in the first lap of the U.S. F1 Grand Prix in Austin
Sebastian Vettel kann sich beim Start behaupten

Austin. Sebastian Vettel winkt nach dem Sturm auf die Pole Position von Austin die vorzeitige Titelparty. Verfolger Fernando Alonso konnte am Sonnabend in der Qualifikation zum vorletzten Formel-1-Saisonrennen in Texas nicht mit dem WM-Spitzenreiter mithalten und musste sich eigentlich mit Startplatz acht begnügen. Damit sind die Chancen auf Vettels Titel-Hattrick im 100. Grand Prix seiner Karriere weiter gestiegen. Der Hesse muss am Sonntag 15 Punkte mehr als Alonso holen, um schon vor dem Finale in Brasilien den erneuten WM-Triumph perfekt zu machen.

Doch Ferrari hat bewusst eine Strafe für Felipe Massa riskiert, um Teamkollege Alonso einen besseren Startplatz beim Formel-1-Rennen in Austin zu ermöglichen. Das Team nahm die Rückversetzung des Brasilianer am Sonntag billigend in Kauf, nachdem das Siegel am Getriebe des Massa-Ferraris gebrochen worden war. Es handle sich um strategische Überlegungen, teilte Ferrari unumwunden mit: "Mit dem Ziel, das beste aus Alonsos Start rauszuholen, um weiter im Rennen um die Fahrerweltmeisterschaft zu bleiben."

Sebastian Vettels Titelrivale rückt beim Großen Preis der USA durch die taktische Maßnahme einen weiteren Startplatz vor. Alonso wird von Rang sieben den 19. WM-Lauf in Angriff nehmen. Massa, der fünf Plätze zurückgestuft wurde, fiel hingegen aus den Top Ten raus und startet von Position elf. Wichtig bei Alonso: Er steht auf der sauberen Seite der Strecke. "Das geht uns nichts an. Was Ferrari macht, ist deren Sache", kommentierte Red-Bull-Teamchef Christian Horner die Aktion, die dennoch für viel Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Auch der Deutsche Nico Hülkenberg profitiert von der Strafe für Massa. Der Force-India-Fahrer darf als Sechster direkt neben Rekordweltmeister Michael Schumacher losfahren.

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"Jawoll, Jungs", bejubelte Vettel die 36. Pole seiner Karriere am Boxenfunk. Danach kletterte er zufrieden aus seinem Dienstwagen und ballte die Faust. Mit 0,109 Sekunden Rückstand belegte McLaren-Pilot Lewis Hamilton Platz zwei, Dritter wurde Mark Webber im zweiten Red Bull. "So weit, so gut. Wir haben unsere Arbeit gemacht", befand Vettel.

Für Alonso lief es dagegen überhaupt nicht nach Plan. Der Spanier brachte seinen Ferrari nicht auf Touren und musste sich sogar seinem Teamkollegen Felipe Massa geschlagen geben – erst zum zweiten Mal in diesem Jahr. Wenn Vettel am Sonntag (20 Uhr hier im Liveticker) gewinnt, muss Alonso mindestens Vierter werden, um nicht endgültig alle WM-Chancen einzubüßen. Trotz der Enttäuschung gab sich der Asturier betont gelassen. "Ich möchte mehr Punkte als Sebastian machen. Das ist hier möglich. Das Rennen ist lang", meinte er.

Im Kampf um eine Top-Platzierung muss Alonso auch an zwei Deutschen vorbei. Rekordchampion Michael Schumacher fuhr im Mercedes auf Platz sechs, Force-India-Pilot Nico Hülkenberg wurde Achter. Weil am Lotus des viertplatzierten Romain Grosjean vorzeitig das Getriebe gewechselt wurde und der Franzose um fünf Ränge nach hinten strafversetzt wird, rücken Schumacher und Hülkenberg ebenso wie Alonso allerdings noch jeweils einen Platz vor.

"Ich hoffe, dass ich weit genug weg bin, dass ich Fernando nicht in die Quere komme. Aber es wird sich wahrscheinlich nicht vermeiden lassen, da er das stärkere Paket hat", sagte Vettel-Kumpel Schumacher und fügte hinzu: "Es schlagen zwei Herzen: Zum einen bin ich für meinen Freund Sebastian, andererseits habe ich auch eine besondere Beziehung zu Ferrari."

Schumachers Stallrivale Nico Rosberg erwischte keinen guten Tag und scheiterte als 17. schon im zweiten Durchgang der Qualifikation. "Wir haben was ausprobiert. Wir haben die Entwicklung zurückgeschraubt. Aber das Auto war nicht schnell", erklärte Rosberg. Für Marussia-Fahrer Timo Glock war als 19. noch früher Feierabend.

Mit Landsmann Vettel konnte in Austin aber ohnehin auch am zweiten Tag niemand mithalten. Tief versunken mit Kopfhörern auf den Ohren stand er zu Beginn der vorletzten Qualifikation der Saison in der Garage. Letzte Konzentration für den Schlagabtausch. Bei 20 Grad und Sonnenschein im texanischen Herbst bot der neue "Circuit of the Americas" fast perfekte Bedingungen für das USA-Comeback der Formel 1 nach fünfjähriger Pause.

Zuletzt hatte die Königsklasse 2007 in Indianapolis ein Gastspiel in den Vereinigten Staaten gegeben. Damals bestritt Vettel im BMW-Sauber als Ersatz für Robert Kubica sein erstes Formel-1-Rennen. Für seinen Jubiläums-Grand-Prix kehrte der Heppenheimer nun zurück in die USA und dominierte prompt alle Trainingseinheiten.

Auch in der Qualifikation lief von Beginn an alles perfekt. Vettel gab das Tempo vor, die Konkurrenz konnte kaum folgen. Erst zum Schluss kam Hamilton dem Titelverteidiger noch einmal gefährlich nahe. Aber Vettel blieb cool und es reichte.

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