11.01.13

'Sydney 2012'

Vorsicht vor Norovirus-Infektion im Ausland

In Großbritannien, den Niederlanden, USA, Japan, Frankreich, Australien und Neuseeland ist eine neue Viren-Variante auf dem Vormarsch.

Foto: picture-alliance/ dpa/rki
Noroviren
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren
Foto: Robert-Koch-Institut

dapd. In mehreren Ländern ist eine neue Norovirus-Variante auf dem Vormarsch. Betroffen seien derzeit vor allem Großbritannien, die Niederlande, die USA, Japan, Frankreich, Australien und Neuseeland, berichtete das CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Seit Ende 2012 nehme hier die Anzahl von Norovirus-Infektionen zu.

"Erste wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die neue Variante des Virus, 'Sydney 2012', die erhöhten Erkrankungszahlen in vielen Ländern verursacht", erklärt Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. Reisenden wird empfohlen, Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und Flächendesinfektion zu beachten. Ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe bei einer engen Konzentration vieler Menschen – etwa in großen Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen.

Noroviren sind weltweit eine der Hauptursachen für akute Magen-Darm-Infekte. Die Erkrankung geht mit Durchfall, Übelkeit und Erbrechen einher und klingt meist nach wenigen Tagen von selbst ab. Die Erreger sind hochansteckend und werden übertragen durch direkten Kontakt, durch Tröpfchen in der Luft oder kontaminierte Oberflächen.

(dapd)
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