Stormarn
Beschluss

Bad Oldesloe erhöht Vergnügungssteuer auf 20 Prozent

An Spielautomaten werden in Kasinos und  in Gastronomiebetrieben teils große Umsätze gemacht.

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An Spielautomaten werden in Kasinos und in Gastronomiebetrieben teils große Umsätze gemacht.

Die Stadt erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von bis zu 60.000 Euro im Jahr. Spielhallenbetreiber üben Kritik.

Bad Oldesloe.  Mehr Geld durch Glücksspiel: Der Finanzausschuss der Kreisstadt hat einer Erhöhung der Vergnügungssteuer von 16 auf 20 Prozent einstimmig beschlossen. Die neue Steuer soll ab 1. Januar 2018 erhoben werden und betrifft sowohl Inhaber von Automatenkasinos als auch Gastronomiebetriebe mit Spielautomaten. Im März hatte der Ausschuss die Finanzverwaltung beauftragt, die Steuererhöhung vorzubereiten. "Insgesamt werden dadurch 60.000 Euro mehr pro Jahr in die Stadtkasse fließen", rechnet Stadtkämmerin Mandy Treetzen vor.

3718 Euro pro Jahr und Gerät werden die Betreiber dann an die Stadt überweisen müssen. 2016 sorgte die Vergnügungssteuer für Einnahmen in Höhe von 345.629 Euro. Ab 2018 könnten die Einnahmen also auf mehr als 400.000 Euro steigen. Die Spieler merken von der Steuererhöhung nichts. Die Mehrkosten werden von den Betreibern nicht auf die Konsumenten umgelegt – aus technischen Gründen. Der maximale Einsatz pro Spiel liegt bundesweit bei 20 Cent, die maximale Gewinnhöhe bei zwei Euro.

Einige Betreiber von Spielhallen fürchten um ihre Existenz

Betreiber von Spielhallen befürchten durch die Steuererhöhungen, dass sich das Geschäft irgendwann nicht mehr rechnet. "Wenn die Steuerlast die Unternehmen erdrückt und Spielhallen schließen müssen, ist niemandem geholfen", sagt Markus Pingel, Sprecher der Löwen Entertainment GmbH. Die Firma betreibt Spielhallen in Bad Oldesloe, Ahrensburg und Bargteheide. In der Kreisstadt betreiben Gastronomen und Spielhallen 115 Automaten.

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