Nach Protestankündigung

Nord-AfD muss mit Petry nach Neumünster umziehen

Die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry (Archiv)

Foto: dpa

Die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry (Archiv)

Die Partei startet am Donnerstag in den Landtagswahlkampf. Kieler Schloss sagt der AfD wegen Sicherheitsbedenken ab.

Lübeck/Kiel. Mit Unterstützung der Bundesvorsitzenden Frauke Petry eröffnet die AfD am Donnerstagabend in Lübeck ihren Landtagswahlkampf. Als Redner sind auch die Landeschefs von Schleswig-Holstein, Jörg Nobis, und Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, angekündigt.

Im Nordosten war die AfD bei der Landtagswahl im Herbst 2016 mit 20,8 Prozent zweitstärkste Partei geworden. Mehrere Gewerkschaften, Organisationen und Parteien haben zu Protesten gegen den AfD-Wahlkampfauftakt aufgerufen. Bereits am Vormittag will Noris als Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Kiel seine Kampagne vorstellen.

Kieler schloss sagt der AfD ab

Gegner der AfD hatten die Stadt Lübeck für die Vermietung städtischer Räume an die Partei kritisiert und gefordert, die Zusage rückgängig zu machen. Die Hansestadt Lübeck wies das mit der Begründung zurück, die AfD sei eine zur Landtagswahl zugelassene Partei. Eine Absage sei nur bei erheblichen Sicherheitsbedenken möglich.

Die hatte das Kieler Schloss geltend gemacht, wo Petry eigentlich am Freitag auftreten wollte. Aus Angst vor Störungen durch Gegendemonstranten hatte die Kiel Concerts GmbH die Veranstaltung abgesagt. Stattdessen wird Petry nun am Freitag in Aukrug bei Neumünster zu einer Wahlkampfveranstaltung erwartet, wie die AfD am Mittwochabend mitteilte.

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