23.01.13

Friedrich-Schiller-Gymnasium

Schule will Detektor gegen Schummelhandys einsetzen

Das Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Preetz will Handyschummlern das Handwerk legen. Doch das Bildungsministerium hat bedenken.

Foto: pa/dpa
Schulstunde warnt vor Schuldenfallen
Ein Alarmton soll warnen, sollte ein Mobilfunkgerät unerlaubterweise angeschaltet sein

Preetz. Ein Vorstoß des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Preetz, Handyschummlern das Handwerk zu legen, hat für Riesenwirbel gesorgt. Nach Medienberichten ertönt dort ein Alarmton, wenn während einer Klassenarbeit trotz Verbots ein Handy eingeschaltet ist. Dagegen habe das Bildungsministerium rechtliche Bedenken und wolle eine juristische Expertise einholen, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch. Die Piraten haben eine Kleine Anfrage "zur Verwendung von Peilsendern an Schulen" im Landtag gestartet. Die Direktorin des Preetzer Gymnasiums wollte wegen der ungeklärten Rechtslage zu dem Detektoreinsatz nichts sagen.

Das Kieler Bildungsministerium befürchtet einen mögliche Eingriff in Persönlichkeitsrechte der Schüler. "Das wäre sicherlich der Fall, wenn einzelne Schüler anhand ihres eingeschalteten Handys durch die technische Überwachung geortet werden könnten. Wir müssen also zunächst einmal prüfen, was da eigentlich stattfinden soll", sagte Pressesprecher Thomas Schunk. Die Schule will mit der Überwachung verhindern, dass Schüler bei Prüfungen und Klausuren trotz Verbots internetfähige Mobiltelefone zum Schummeln nutzen.

Erfunden wurde der Handy-Melder mit dem Namen "Paul" 2008 von Schülern und Lehrern der Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart. Das Gerät reagiert mit einem Piepton auf die Strahlung, die von eingeschalteten Mobiltelefonen ausgeht. Eine Ortung von Handys sei damit nicht möglich, heißt es auf der Internetseite des Projekts, über das die Schule das Gerät inzwischen bundesweit zum Kauf anbietet. Mit ihrer Erfindung hätten die jungen Konstrukteure ihre Mitschüler zur Einhaltung des strikten Handyverbots an ihrer Schule bewegen wollen, heißt es auf der Internetseite.

Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert hat keine Bedenken gegen den Einsatz des Handy-Melders. "Solange keine persönlichen Daten erfasst werden und die Schüler auf die Kontrolle hingewiesen werden, sehe ich keine datenschutzrechtlichen Probleme", sagte Weichert der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Die Schule müsse schließlich eine Möglichkeit haben, elektronische Schummelei zu unterbinden

(abendblatt.de/dpa)
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