08.11.12

Schleswig-Holstein

Kiel entwickelt Strategie für Hochschulsanierung

Schleswig-Holsteins Regierung will die Sanierung von Hochschulen im Land vorantreiben und hat dazu eine "Gesamtstrategie" erarbeitet.

Foto: pa/dpa
Rechnungshof will Studiengebühren und weniger Medizinstudenten
Allein die Christian-Albrechts-Universität in Kiel habe einen Sanierungsbedarf von rund 150 bis 200 Millionen Euro (Archivbild)

Kiel. Schleswig-Holsteins Landesregierung von SPD, Grünen und SSW will die Sanierung der Hochschulen im Land vorantreiben. "Das Ziel ist, dringend notwendige Baumaßnahmen auch unter den schwierigen Bedingungen der Haushaltskonsolidierung umzusetzen", sagte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer (SPD) am Donnerstag in Kiel. Man habe dazu einen Katalog von Maßnahmen erarbeitet. Kern der Überlegungen: Eine Sanierung solle Vorrang vor Neubauten haben. Der Maßnahmenkatalog sei "nicht die Lösung des Problems. Aber es gibt in diesem schwierigen Feld damit erstmals ein Gerüst, um die Hochschulsanierung voranzubringen", betonte Fischer.

Hintergrund dieser "Gesamtstrategie" sei ein Sanierungsstau, der über viele Jahre entstanden sei, sagte Fischer. "Dieser Bereich hatte nicht die Aufmerksamkeit, die er braucht." Allein die Christian-Albrechts-Universität in Kiel habe einen Sanierungsbedarf von rund 150 bis 200 Millionen Euro. An den übrigen zwei Universitäten und sechs Fachhochschulen im Land sei die Situation nicht so extrem. Auch in Lübeck etwa gehe es aber um einen mehrstelligen Millionenbetrag. Der Hochschulbauetat liege dagegen pro Jahr bei 35 Millionen Euro, je zur Hälfte von Bund und Land getragen. "Das ist zu wenig", sagte Fischer.

Der Staatssekretär verwies auf steigende Studentenzahlen. In zehn Jahren habe sich die Zahl um 30 Prozent erhöht – von 44 948 (2001) auf 57 211 (2011). Mit dem doppelten Abiturjahrgang 2016 liege sie vermutlich bei rund 60 000. Es müsse auch deshalb in eine bessere Infrastruktur für die Bildung investiert werden, betonte Fischer. Das Land wolle etwa ein zweckgebundenes Sondervermögen in Höhe von 30 Millionen Euro einrichten. Das Geld soll aus steuerlichen Mehreinnahmen kommen. Aus dem Sondervermögen sollen besonders dringliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an landeseigenen Gebäuden finanziert werden. Zusätzlich setzt die Koalition auf größere Unterstützung vom Bund und der Europäischen Union.

Zu dem Maßnahmen-Katalog gehört zum Beispiel: Forschungsneubauten und die Beschaffung von Großgeräten sollen grundsätzlich darauf überprüft werden, ob sie im Rahmen der Forschungsförderung vom Bund mitfinanziert werden können. Gelder aus dem EU-Strukturfonds (EFRE) sollen stärker für Bildung und Forschung in Schleswig-Holstein genutzt werden. Außerdem soll überlegt werden, welche Bauprojekte mit Hilfe privater Investoren umgesetzt werden können. Zusätzlich wolle man aus dem landeseigenen PROFI-Programm zur energetischen Sanierung "Gelder für die Hochschulen lockermachen", sagte Fischer.

Um die Wohnungsnot der Studenten im Land zu bekämpfen, habe die Koalition bereits verschiedene Initiativen angestoßen. In Flensburg und Kiel seien Neubauten mit Hilfe privater Investoren geplant. Im kommenden Jahr soll das Studentenwerk 600 000 Euro als anteilige Finanzierung für Baumaßnahmen bekommen.

dpa
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