Pinneberg
Wedel

Vattenfall lässt Kraftwerks-Ausstoß untersuchen

Die Anwohnern berichten wiederum von starkem Partikel-Ausstoß aus dem Kraftwerk in den vergangenen zwei Tagen

Foto: kommunikateam GmbH

Die Anwohnern berichten wiederum von starkem Partikel-Ausstoß aus dem Kraftwerk in den vergangenen zwei Tagen

Unternehmen reagiert auf Forderungen und lässt Partikel untersuchen. Kraftwerk soll für 83,5 Millionen Euro saniert werden.

Wedel.  Die Anwohner haben es gefordert, nun reagiert das Unternehmen Vattenfall und lässt die Partikel, die seit Tagen aus dem Schornstein des Wedeler Kraftwerks auf die Nachbarschaft niedergehen sollen, untersuchen. "Wir haben Proben des Niederschlages genommen und lassen aktuell prüfen, ob es sich um einen Auswurf durch das Kraftwerk handeln könnte", erklärt Vattenfall-Sprecherin Karen Kristina Hillmer.

Vattenfall ist Betreiber des in die Jahre gekommenen Steinkohlekraftwerks, das für 83,5 Millionen Euro in den kommenden Jahren saniert werden soll. Unter anderem soll dem Partikel-Ausstoß aus dem Schornstein im Zuge der Modernisierung ein Ende gesetzt werden. Laut Vattenfall handelt es sich um Gips, der bei der Rauchgasentschwefelung entsteht, im Rauchgaskanal anhaftet und beim Anfahren der Anlage nach längerem Stillstand aufgewirbelt wird. Das soll auch in der vergangenen Woche der Fall gewesen sein.

Die Anwohner berichten wiederum von starkem Partikel-Ausstoß aus dem Kraftwerk in den vergangenen zwei Tagen. Zudem soll er erstmals grünlich gefärbt gewesen sei, was die Betroffenen besorgt. "Die Anwohnermeldungen zum Auswurf in den letzten Tagen sowie eine Verfärbung der Gipspartikel können wir zwar nicht bestätigen, wir gehen diesen Hinweise aber nach", so Hillmer. Das Kraftwerk wurde runtergefahren. Laut Hillmer soll das aber an nötigen Restarbeiten aufgrund der derzeitigen Revision liegen und nicht an dem Ausstoßproblem. Block 1 wird laut Hillmer am Wochenende wieder angefahren. Block 2 soll dann voraussichtlich Ende der kommenden Woche folgen.

Mit den Ergebnissen der Partikel-Untersuchung des laut Vattenfall unabhängigen Labors wird in der kommenden Woche gerechnet.

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