Pinneberg
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Schüler diskutieren über EU-Politik

Zum Europa-Wahl-Gespräch kamen Parteivertreter in die Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg

Pinneberg. Am Sonntag, 25. Mai, werden durch die Europawahl die Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt. Doch welchen Einfluss hat die Europäische Union eigentlich auf den einzelnen Bürger? Und wie kann dieser selbst Einfluss auf den 28 Mitglieder starken Staatenbund ausüben?

Eine Podiumsdiskussion mit und von Schülern der Johannes-Brahms-Schule Pinneberg und kommunalen Politikern der großen Parteien sollte am Dienstag Klarheit schaffen. Vor allem junge Wähler sollten informiert werden, welche Mitentscheidungsmöglichkeiten sie haben – damit sich möglichst viele an der Wahl beteiligen.

Auf dem Podium griffen die Politiker Martin Dölzer (Die Linke), Enrico Kreft (SPD), Tilmann Schade (Grüne), Peter Lehnert (CDU) und Günther Hildebrand (FDP) im Pinneberger Ratssaal aktuelle und wichtige Themen auf, die auf europäischer Ebene für Diskussionsstoff sorgen. Die Moderation übernahmen die Schüler Pauline Seyfert und Ole Gömmel.

Die Politiker führten eine sachliche Diskussion, in der sie die Standpunkte ihrer jeweiligen Partei zu verschiedenen Themen darstellten. Die Schülerinnen und Schüler sollten ein besseres Bild über die Absichten verschiedener Parteien im allgemeinen, vor allem aber auf europapolitischer Ebene bekommen. Im Mittelpunkt standen die Flüchtlingspolitik und die Jugendarbeitslosigkeit in Europa, die Schüler und ihre Gäste diskutierten aber auch über die Finanz-, Spar- und Außenpolitik der Europäischen Union.

Die Parteivertreter waren naturgemäß nicht immer einer Meinung, es gab jedoch auch Übereinstimmungen in ihren Aussagen. So zum Beispiel beim Thema, wie Menschen motiviert werden können, zur Wahl zu gehen. Die Kommunalpolitiker betonten, die Stimmabgabe bedeute nicht nur Mitbestimmung, sondern bewirke auch, den Anteil der Plätze von rechtspopulistischen Parteien, zum Beispiel aus Frankreich, Großbritannien oder auch aus Deutschland, im europäischen Parlament möglichst gering zu halten.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion organisierten die Schüler eine Juniorwahl, an der nach Angaben der Schule eine rege Beteiligung herrschte. Schüler hatten bei der fiktiven Wahl die Möglichkeit, ihre Stimme für die von ihnen bevorzugte Partei abzugeben. Die Ergebnisse werden mit denen der echten Europawahl verglichen.

Auf die Beine gestellt wurde das Programm mit annähernd 250 Teilnehmern von dem Medienprofil der Pinneberger Schule. Und warum das Ganze? "Ziel ist es, das politische Bewusstsein zu wecken und zu stabilisieren", sagt Schulleiterin Ortrud Bruhn. "Den Schülern muss bewusst werden, dass auch ihre Stimme zählt."

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